<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"><channel><title><![CDATA[staffboard | Ihr Copilot im HR Team]]></title><description><![CDATA[HR Software für moderne Unternehmensgestalter]]></description><link>https://staffboard.com/</link><image><url>https://staffboard.com/favicon.png</url><title>staffboard | Ihr Copilot im HR Team</title><link>https://staffboard.com/</link></image><generator>Ghost 5.74</generator><lastBuildDate>Thu, 09 Apr 2026 17:00:32 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://staffboard.com/rss/" rel="self" type="application/rss+xml"/><ttl>60</ttl><item><title><![CDATA[Gespräch mit Thomas Masek | Co-Founder und Co-CEO bei Crossvertise – Experte für Digital Media & Advertising, Unternehmensstrategie und -finanzierung]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 23.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-thomas-masek-crossvertise-digital-media-advertising-medien-werbung-werbetraeger-werbebranche-unternehmensstrategie/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1a2</guid><category><![CDATA[Datenschutz]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Digitale Sicherheit]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Agilität]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[Veränderungsprozesse]]></category><category><![CDATA[People &amp; Culture]]></category><category><![CDATA[Wandel]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Führung]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Veränderung]]></category><category><![CDATA[digitale Transformation]]></category><category><![CDATA[Unternehmensfinanzierung]]></category><category><![CDATA[Startups]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Digital Media Business]]></category><category><![CDATA[Transformation]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Fri, 23 Sep 2022 16:30:13 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_13_Thomas-Masek_Crossvertise_with-Logo_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_13_Thomas-Masek_Crossvertise_with-Logo_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Thomas Masek | Co-Founder und Co-CEO bei Crossvertise &#x2013; Experte f&#xFC;r Digital Media &amp; Advertising, Unternehmensstrategie und -finanzierung"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 23.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Thomas Masek, Co-Founder und Co-CEO des jungen M&#xFC;nchner Unternehmens Crossvertise. Er ist Experte f&#xFC;r Unternehmensstrategie und -finanzierung und arbeitet mit Crossvertise an der Digitalisierung der Medien- und Werbebranche, indem er Unternehmen dabei hilft, Werbung ganz einfach online zu buchen.&#xA0;</strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Es ist wahrscheinlich, dass sich die Lebensdauer von Unternehmen und Gesch&#xE4;ftsmodellen verk&#xFC;rzt, wenn st&#xE4;ndig wechselnde Krisen neue Herausforderungen mit sich bringen.</em></strong><strong><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#13) &#x2026; heute mit: Thomas Masek | <a href="https://www.crossvertise.com/?ref=staffboard.com">Crossvertise</a></strong><b></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:&#xA0;<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint. <br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Thomas, Du bist seit mehr als 10 Jahren als Unternehmer in der Werbung, einer lange Zeit sehr umsatzstarken, zuletzt aber auch gebeutelten Branche unterwegs. <br></em></strong><strong><em>Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das wahrgenommen und bei Euch erlebt?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Thomas Masek: Gerade als Startup, dass wir in der Anfangszeit waren, waren wir regelm&#xE4;&#xDF;ig Krisen ausgesetzt. Diese Krisen hingen weniger von globalen Entwicklungen ab, haben uns aber gelehrt, mit Krisen umzugehen und insbesondere agil zu handeln. Insbesondere darin liegt der Kern, der uns durch die letzten zwei bis drei Jahre gebracht hat. Agil mit den Ver&#xE4;nderungen umzugehen und auch unangenehme Ma&#xDF;nahmen, wie zum Beispiel Kurzarbeit schnell umzusetzen. Das hei&#xDF;t gleichzeitig Chancen wahrzunehmen und zu ergreifen. Dabei transparent mit dem Team und Kunden umzugehen, spielt f&#xFC;r mich eine fast genauso gro&#xDF;e Rolle, wie die Ma&#xDF;nahmen selbst. Wir haben in der akuten Phase w&#xF6;chentliche Gesamtteammeetings angesetzt, um unser Team ausreichend abholen zu k&#xF6;nnen.</p>
<p><em><strong>Das war bestimmt auch ganz sch&#xF6;n anstrengend. Aber so habt Ihr nat&#xFC;rlich aus Eurer vermeintlichen Schw&#xE4;che als Startup eine gewisse St&#xE4;rke entwickelt&#x2026; </strong></em><strong><i>Was<em> meinst Du: Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Ich denke, dass jeder Unternehmer bis zu einem gewissen Grad auch ein Krisenmanager ist. Ver&#xE4;nderungen und Krisen gab es bereits vor Corona. Mein Eindruck ist, dass die Auswirkungen von Corona und der aktuellen Energiekrise, Inflation und Rezessionsangst die Gesamtbev&#xF6;lkerung und Wirtschaft noch wesentlich breiter treffen als zum Beispiel die Finanzkrise. Dadurch entstehen mehr Implikationen f&#xFC;r jede Person und jedes Unternehmen. Und es ist schwer, ein Ende abzusehen.</p>
<p>Trotzdem hat jede Krise f&#xFC;r sich ein Ende und die heutige Situation ist eine andere als im M&#xE4;rz und April 2020 mit Corona. Manche Unternehmen stehen heute besser da, andere schlechter. In Summe ist es wahrscheinlich, dass sich die Lebensdauer von Unternehmen und Gesch&#xE4;ftsmodellen verk&#xFC;rzt, wenn st&#xE4;ndig wechselnde Krisen neue Herausforderungen mit sich bringen.</p>
<p>Jede &#xFC;berstandene Krise st&#xE4;rkt ein Unternehmen aber auch. Das zeigt sich an folgenden Aspekten:</p>
<ul>
<li>Das Selbstbewusstsein steigt, nicht zuletzt, weil man diese Krise irgendwie gemeistert hat.</li>
<li>Andere Marktteilnehmer mussten w&#xE4;hrend der Krise aufgeben und er&#xF6;ffnen die Chance auf neue Marktanteile.</li>
<li>Es wurden vielleicht Dinge angesto&#xDF;en, die sowieso anstanden, in einer komfortablen Situation aber zu unangenehm waren.&#xA0;</li>
</ul>
<p>Wenn es um Pl&#xE4;ne f&#xFC;r die Zukunft geht, gehen wir in unserer Organisation von einer positiven Entwicklung aus, sind aber darauf eingestellt, schnell und konsequent zu reagieren, wenn etwas anders oder nicht nach Plan l&#xE4;uft.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Im internationalen Vergleich bietet Deutschland &#xFC;berragende M&#xF6;glichkeiten f&#xFC;r Unternehmen und deren Mitarbeitende &#xFC;ber Krisen hinwegzukommen</em></strong><strong><em>.</em></strong><strong><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Wenn wir dich als Unternehmer fragen, der &#x2013; wie Du ja selbst schon angedeutet hast &#x2013; bereits durch viele Krisen gegangen ist: Welche besonderen Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Lage gerade auf (kleinere) Unternehmen und Organisationen zukommen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Gerade kleine Unternehmen sind anf&#xE4;lliger, da sie meist eine kleinere Kapitaldecke haben, weniger diversifiziert sind und oft die Abh&#xE4;ngigkeit von wenigen Kunden oder einer Kundengruppe besteht. Gleichzeitig k&#xF6;nnen sie schneller und leichter auf Ver&#xE4;nderungen reagieren. Daf&#xFC;r ist Mut und Kreativit&#xE4;t erforderlich und nicht jeder Versuch wird funktionieren.</p>
<p>Unabh&#xE4;ngig davon bietet Deutschland im internationalen Vergleich &#xFC;berragende M&#xF6;glichkeiten f&#xFC;r Unternehmen und deren Mitarbeitende &#xFC;ber Krisen hinwegzukommen. Ein gutes Beispiel ist hier die Kurzarbeit. Gleichzeitig ist es leider auch unglaublich b&#xFC;rokratisch, entsprechende M&#xF6;glichkeiten zu nutzen. Auch wir haben Kurzarbeit genutzt, als zu Beginn von Corona Ums&#xE4;tze zun&#xE4;chst eingebrochen sind. Das hat uns Zeit verschafft, andere Ma&#xDF;nahmen anzusto&#xDF;en, die uns letzten Endes &#xFC;ber die Krise hinweggebracht haben.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Viele Mitarbeitende stellen sich die Frage, wie sicher der eigene Arbeitsplatz noch ist. Als F&#xFC;hrungskraft ist es allerdings kaum m&#xF6;glich, <br>ein Versprechen zur Arbeitsplatzsicherheit abzugeben.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em><i>Was macht diese Situation mit den Menschen? Was braucht es f&#xFC;r F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte und Mitarbeitende in (kleineren) Unternehmen/Organisationen, um zielgerichtet damit umzugehen?</i></em></strong></p>
<p>Nat&#xFC;rlich sorgt das f&#xFC;r Verunsicherung bei den Mitarbeitenden. Viele stellen sich die Frage, ob der eigene Arbeitsplatz noch sicher ist. Als F&#xFC;hrungskraft ist es allerdings kaum m&#xF6;glich ein Versprechen zur Arbeitsplatzsicherheit abzugeben.</p>
<p>Wir haben uns dazu entschieden, alles daf&#xFC;r zu tun, keine K&#xFC;ndigungen aussprechen zu m&#xFC;ssen und das auch ins Team kommuniziert. Zus&#xE4;tzlich haben wir aufzeigt, was jeder Einzelne beitragen kann, um das Unternehmen durch die Krise zu bringen. Ich habe den Eindruck, dass wir so einen Fokus auf die relevanten Themen schaffen konnten</p>
<p><strong><em><i>Wie bewertest Du die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen), insbesondere in (kleineren) Unternehmen/Organisationen? Was kann &#x2013; oder sogar: muss &#x2013; HR tun, um hier bewusst gegenzusteuern und die Organisation &#x201E;fit f&#xFC;r die Zukunft&#x201C; zu machen?</i></em></strong></p>
<p>HR ist gemeinsam mit der Unternehmensf&#xFC;hrung die zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden.&#xA0;Da gerade in Zeiten schneller Ver&#xE4;nderung eine transparente und mitnehmende Kommunikation entscheidend ist, ist HR besonders gefordert. Mir ist wichtig zu betonen, dass die Kommunikation dabei nicht &#x201E;nur&#x201C; Top-Down gerichtet sein darf, sondern Mitarbeitende aktiv eingebunden, Bedenken und Sorgen geh&#xF6;rt und kanalisiert werden m&#xFC;ssen. Diese Aufgabe ist immer wichtig, aber in Krisenzeiten entscheidend, ob die Mitarbeitenden den Weg des Unternehmens mitgehen.&#xA0;</p>
<p><em><strong>Was bedeutet all das f&#xFC;r den Bereich HR? Welche speziellen HR Herausforderungen siehst Du?</strong> </em></p>
<p>Nat&#xFC;rlich ist es wichtig sich auf wertsch&#xF6;pfende Aufgaben fokussieren zu k&#xF6;nnen und nicht in administrativen Prozessen zu ersticken. Hier k&#xF6;nnen digitale Tools und integrierte Prozesse helfen.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind in kleinen Unternehmen &#x201E;Digitalisierung&#x201C; und &#x201E;Krisenkommunikation&#x201C; kaum in einer Stellenausschreibung f&#xFC;r HR-Mitarbeiter zu finden. Das liegt unter anderem daran, dass in KMUs die HR-Arbeit meist vom Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer selbst oder nur einer Person gemacht wird. Da gibt es einfach zu viele andere Themen, die wichtig sind. An zus&#xE4;tzliche Anforderungen denkt man dann nicht und es erschwert wahrscheinlich den Auswahlprozess, wenn man es ernst meint&#x2026;</p>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation? Findest Du, dass sich das bei Euch zuletzt in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert hat?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Ja, auf jeden Fall. Gerade der gro&#xDF;e Anteil an Remote-Arbeit erschwert einen schnellen, offenen Austausch. Hier gilt es neue Wege zu finden, die die kurze Begegnung auf dem Flur oder einen informellen Austausch in der Kaffeek&#xFC;che ersetzen. Ich pers&#xF6;nlich versuche strukturiert auch ohne konkrete Agenda mit m&#xF6;glichst vielen Kollegen in Kontakt zu kommen. Leider f&#xE4;llt das trotzdem im t&#xE4;glichen Neupriorisieren viel zu oft runter.</p>
<p>Remote-Arbeit setzt auch Vertrauen voraus und erschwert zum Teil klassische Management Frameworks und Top-Down Ans&#xE4;tze. Wir haben bereits vor Corona das OKR-Framework eingef&#xFC;hrt, das sich f&#xFC;r uns sehr bew&#xE4;hrt hat. Die/der jeweilige Mitarbeitende ist Experte f&#xFC;r den eigenen Bereich und kann am besten beurteilen, woran gearbeitet werden sollte. Dieses Know how nutzen wir und erm&#xF6;glichen es damit, den Mitarbeitenden ihr eigenes Arbeitsumfeld und das Unternehmen direkt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wissen die Mitarbeitenden, warum sie an etwas arbeiten und woran andere arbeiten. Das schafft Verst&#xE4;ndnis f&#xFC;r die Kolleginnen und Kollegen und das &#x201E;gro&#xDF;e Ganze&#x201C;.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Ich glaube nicht, dass Digitalisierung direkt helfen kann. [&#x2026;] Digitale Tools und Prozesse k&#xF6;nnen aber n&#xFC;tzlich sein, Daten f&#xFC;r Analysen bereitzustellen oder manuelle Aufw&#xE4;nde zu verringern, damit man sich auf die (in der Krise) wesentlichen Dinge fokussieren kann.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen/Organisationen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>In gewisser Weise kann ich mich hier nur wiederholen: Ausschlaggebend sind f&#xFC;r mich vor allen Dingen Agilit&#xE4;t, eine gute Kommunikation zu Mitarbeitern und Kunden. Was man definitiv auch nicht au&#xDF;er Acht lassen darf ist eine gewisse Positivit&#xE4;t und Zuversicht, dass man es schaffen wird &#x2013; das strahlt nat&#xFC;rlich auch auf das Umfeld und das Team ab.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Welche Bedeutung kann Digitalisierung spielen, um Antworten in Krisensituationen zu finden?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Digitalisierung direkt helfen kann. Eine Krise ist zun&#xE4;chst immer mindestens eine Abweichung vom Normalzustand, eine Ver&#xE4;nderung der Rahmenparameter, mit der man nicht gerechnet hat und f&#xFC;r die es keine bis kaum Vergleichsdaten gibt.</p>
<p>Digitale Tools und Prozesse k&#xF6;nnen n&#xFC;tzlich sein, Daten f&#xFC;r Analysen bereitzustellen oder manuelle Aufw&#xE4;nde zu verringern, damit man sich auf die (in der Krise) wesentlichen Dinge fokussieren kann. Aber: Entscheidungen in der Krise sind mehr als zu anderen Zeitpunkten Entscheidungen unter Unsicherheit.</p>
<p>Je nach Art der Digitalisierung kann sie im zweiten Schritt dazu beitragen, Entscheidungen schnell in die Tat umzusetzen. Allerdings kann sie sogar zu einer Verz&#xF6;gerung f&#xFC;hren, da Menschen sich meist schneller umstellen k&#xF6;nnen als Systeme umgestellt werden k&#xF6;nnen.&#xA0;</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Auf der globalen Ebene hat Corona die Digitalisierung vorangebracht, da sich Unternehmen auf eine zunehmend digitale Zusammenarbeit umstellen mussten.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4> </h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich? Welche Chance(n) diehst Du und warum?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Corona hat f&#xFC;r viele Unternehmen und Mitarbeitende die M&#xF6;glichkeit f&#xFC;r Remote- und Homeoffice er&#xF6;ffnet. Gr&#xF6;&#xDF;ere Entfernungen vom Wohn- zum Arbeitsort sind nun einfacher geworden. Damit sind einige Vorteile verbunden, zum Beispiel sind mehr Raum oder geringere Mietausgaben m&#xF6;glich und weniger Zeit des Transits kann die Chance auf mehr freie Zeit bedeuten.</p>
<p>Auf der globalen Ebene hat Corona die Digitalisierung vorangebracht, da sich Unternehmen auf eine zunehmend digitale Zusammenarbeit umstellen mussten.</p>
<p>Auch die aktuelle Situation kann Chancen bieten. Steigende Energiepreise k&#xF6;nnen zu einem Umdenken im Umgang mit Energie f&#xFC;hren und neue Wege der Energieerzeugung finanzierbar machen oder sogar hervorbringen. Im Hinblick auf den Klimawandel kann es mittelfristig genau das sein, was wir brauchen&#x2026;&#xA0;</p>
<p><em><strong>Thomas, danke f&#xFC;r Deine wertvollen Einblicke als Unternehmer. Es ist spannend zu sehen, wie Ihr aus der &#x201E;Not&#x201C; als Startup, konstant unter Unsicherheit zu agieren und mit der Erfahrung der Krisen der Anfangszeit, eine &#x201E;Tugend&#x201C; gemacht habt. Damit konntet Ihr Euren Mitarbeitenden Sicherheit bieten und die Organisation im Gesamten st&#xE4;rken. Das zeigt einmal mehr, welche &#xFC;berragende Bedeutung die Gr&#xFC;nder und Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer gerade auch im Kontext HR haben.</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p>												<img width="800" height="800" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_13_Thomas-Masek_Crossvertise_Foto.jpeg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Thomas Masek | Co-Founder und Co-CEO bei Crossvertise &#x2013; Experte f&#xFC;r Digital Media &amp; Advertising, Unternehmensstrategie und -finanzierung" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_13_Thomas-Masek_Crossvertise_Foto.jpeg 800w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_13_Thomas-Masek_Crossvertise_Foto-300x300.jpeg 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_13_Thomas-Masek_Crossvertise_Foto-150x150.jpeg 150w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_13_Thomas-Masek_Crossvertise_Foto-768x768.jpeg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_13_Thomas-Masek_Crossvertise_Foto-285x285.jpeg 285w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px"><br>
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<p><em><strong>Thomas Maseks Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>(Serial) Entrepreneur im Bereich Digital, Technologie, Media, Werbung</li>
<li>Digitalisierung (von Unternehmensprozessen)</li>
<li>Unternehmensstrategie</li>
<li>Unternehmensfinanzierung</li>
<li>Aufbau und Skalierung von HR Prozessen und Organisationsstrukturen</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Mein Name ist Thomas Masek und ich bin Mit-Gr&#xFC;nder und Co-CEO der crossvertise GmbH aus M&#xFC;nchen. Auf unserer Buchungsplattform <a href="https://www.crossvertise.com/?ref=staffboard.com">crossvertise.com</a> k&#xF6;nnen Unternehmen und Agenturen alle Werbemedien vergleichen, direkt planen und buchen. Dar&#xFC;ber hinaus entwickelt unser Team erfahrener Mediaberater und Mediaberaterinnen unter der Mediaagentur-Marke crossadvise individuelle Media-Strategien und &#xFC;bersetzt diese in wirkungsvolle Werbekampagnen.</p>
<p>Meine operativen Schwerpunkte im Unternehmen sind die Umsetzung der Werbekampagnen unserer Kunden sowie HR und Finance. Vor der Gr&#xFC;ndung der crossvertise GmbH im Jahr 2011 war ich unter anderem als selbstst&#xE4;ndiger Berater in der Automobilindustrie t&#xE4;tig.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Peter Wilfahrt | Vorstandsvorsitzender beim Bundesverband Digitale Sicherheit e.V.  – Experte für Digitalisierung und Digitale Transformation, Digitale und IT-Sicherheit, Cyber Security]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[Bayreuth &#x2013; 16.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-peter-wilfahrt-bundesverband-digitale-sicherheit-it-sicherheit-cyber-security-digitalie-transformation/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1a3</guid><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Agilität]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[Veränderungsprozesse]]></category><category><![CDATA[People &amp; Culture]]></category><category><![CDATA[Wandel]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Cybersicherheit]]></category><category><![CDATA[Führung]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[IT-Sicherheit]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[Cyber Security]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[IT Security]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Veränderung]]></category><category><![CDATA[digitale Transformation]]></category><category><![CDATA[Startups]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Transformation]]></category><category><![CDATA[Datenschutz]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Digitale Sicherheit]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Fri, 16 Sep 2022 13:15:37 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_12_Peter_Wilfahrt_Bundesverband_Digitale_Sicherheit_with-Logo_v02_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_12_Peter_Wilfahrt_Bundesverband_Digitale_Sicherheit_with-Logo_v02_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Peter Wilfahrt | Vorstandsvorsitzender beim Bundesverband Digitale Sicherheit e.V.  &#x2013; Experte f&#xFC;r Digitalisierung und Digitale Transformation, Digitale und IT-Sicherheit, Cyber Security"><p><em><strong>[Bayreuth &#x2013; 16.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Peter Wilfahrt, beim Bundesverband Digitale Sicherheit e.V. als Vorstandsvorsitzender eine treibende Kraft. Seine Themen in dieser Rolle sowie als mehrfacher Gr&#xFC;nder sind v.a. Digitalisierung und Digitale Transformation, insbesondere mit einem Fokus auf Digitale und IT-Sicherheit sowie Cyber Security.&#xA0;</strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;In meinem Umfeld beobachte ich durchaus eine Art &#xDC;bers&#xE4;ttigung vom st&#xE4;ndigen Krisenmodus. [&#x2026;] Das darf nicht mit einem Abtun oder Ignorieren der Ereignisse gleichgestellt werden. Es geht hier vielmehr um das eigene &#x201E;Normalbleiben&#x201C;, da man sich selbst in der Vielzahl der globalen Krisen verr&#xFC;ckt machen k&#xF6;nnte.</em></strong><strong><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#12) &#x2026; heute mit: Peter Wilfahrt | <a href="https://www.digitale-sicherheit.org/?ref=staffboard.com">Bundesverband Digitale Sicherheit e.V.</a></strong><b></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:&#xA0;<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint. <br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Peter, Du bezeichnest Dich selbst als &#x201C;Digital Native&#x201D; und bist seit &#xFC;ber 20 Jahren in der&#xA0;IT-Sicherheitsbranche t&#xE4;tig. Dabei hast Du auch mehrere Start-up-Unternehmen mitbegr&#xFC;ndet und teilweise verkauft. Deine gro&#xDF;e Leidenschaft sind Cyber-, IT- oder digitale Sicherheit und deren Einfluss auf den Arbeitsplatz von morgen. <br></em></strong><strong><em>Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das wahrgenommen und bei Euch bzw. bei den von Dir beratenen Organisationen erlebt?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Peter Wilfahrt: &#x201E;Nach der Krise ist vor der Krise&#x201C; ist unsere Herausforderung. Ob Covid-19, Krieg oder Lieferengp&#xE4;sse, die letzten Jahren waren gepr&#xE4;gt von einer enormen Dynamik. War diese positiv oder negativ? Das hing von der eigenen Reaktion darauf ab: War ich bzw. waren wir in der Lage, uns schnell und agil an die neue Situation anzupassen? Dann war meist alles okay.</p>
<p><em><strong>Es stimmt: Viel liegt an der eigenen Perspektive und der unterschiedlichen Reaktion auf die Krise.</strong></em><strong><i>&#xA0;Was<em> meinst Du: Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>In meinem Umfeld beobachte ich, dass es durchaus eine Art &#xDC;bers&#xE4;ttigung vom st&#xE4;ndigen Krisenmodus gibt. W&#xE4;hrend die letzten Jahre t&#xE4;glich von neuen Schlagzeilen, &#xC4;nderungen, Einschr&#xE4;nkungen, schnellem Handeln und Aufrufen zur Solidarit&#xE4;t gepr&#xE4;gt waren, so beobachte ich eine allgemeine M&#xFC;digkeit ob der Sensation. Das darf nicht mit einem Abtun oder Ignorieren der Ereignisse gleichgestellt werden. Es geht hier vielmehr um das eigene &#x201E;Normalbleiben&#x201C;, da man sich selbst in der Vielzahl der globalen Krisen verr&#xFC;ckt machen k&#xF6;nnte.</p>
<p>Ich merke gleichzeitig, dass es wieder den vermehrten &#x201E;Wunsch nach menschlichem Kontakt&#x201C; und das Streben nach einer Stabilit&#xE4;t im Alltag gibt.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Speziell im Bereich Cyber-Sicherheit sind die letzten Krisen eine gro&#xDF;e Herausforderung. Corona war ein Brandbeschleuniger der Digitalisierung, jedoch birgt eine hektische Umsetzung auch die Gefahr, dass neue Angriffsvektoren ge&#xF6;ffnet werden</em></strong><strong><em>.</em></strong><strong><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Welche besonderen Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Lage gerade auf (kleinere) Unternehmen und Organisationen zukommen, speziell vor dem Hintergrund Deiner Expertise?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Speziell im Bereich Cyber-Sicherheit sind die letzten Krisen eine gro&#xDF;e Herausforderung. Corona war ein Brandbeschleuniger der Digitalisierung, jedoch birgt eine hektische Umsetzung mitunter die Gefahr, dass neue Angriffsvektoren f&#xFC;r den Betrieb ge&#xF6;ffnet werden. Auch ist die Achtsamkeit mancher Mitarbeitender remote nicht immer so gew&#xE4;hrleistet und ein achtloser Klick auf eine falsche Datei &#xF6;ffnet Angreifern T&#xFC;r und Tor.&#xA0;</p>
<p><strong><i><em>Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder ist das vielleicht doch etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>Bleiben wir beim Thema Cyber-Sicherheit. Gerade in diesem Bereich m&#xFC;ssen Prozesse und Systeme ganzheitlich betrachtet werden. Also darf eine (f&#xFC;r die Kriminellen) erfolgreiche Cyber-Attacke nicht zum Genickbruch f&#xFC;r das Unternehmen werden. Denkt man Prozesse IT-sicher neu, so gibt es effiziente Quick-Wins, die allen Prozessbeteiligten n&#xFC;tzen.</p>
<p>Als Beispiel: muss eine Personalabteilung E-Mails mit Anh&#xE4;ngen von externen und unbekannten Absendern empfangen? Das ist ein Muss f&#xFC;r Bewerbungen, aber ein Worst-Case-Szenario f&#xFC;r den CISO [Anmerkung d. Red.: Chief Information Security Officer oder auch IT-Sicherheitsverantwortlicher]. Hier kann ein Bewerberportal den Prozess digital besser gestalten, nicht nur f&#xFC;r die HR-Verantwortlichen, sondern auch f&#xFC;r die IT-Sicherheitsverantwortlichen. Denn die dort eingehenden Dokumente kommen am Virenscanner nicht vorbei oder k&#xF6;nnen auch schon &#xFC;ber das Portal abgesichert werden. Zugleich bekommen interessierte Bewerber:innen noch dazu eine bessere Experience. Also ist das ein Win-Win-Win f&#xFC;r alle.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Human Resources ist, meiner Meinung nach, mittlerweile immer mehr Human Relations. Denn gerade in Zeiten von &#x201E;Distanz-Unterricht&#x201C;, mobilen Arbeiten, Home-Office oder Vergleichbarem: Der Mensch ist und bleibt ein Herdentier. Wir brauchen den sozialen Kontakt, Austausch, Best&#xE4;tigung und Plausch.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em><i>Wie bewertest Du die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen), insbesondere in (kleineren) Unternehmen/Organisationen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Human Resources ist, meiner Meinung nach, mittlerweile immer mehr Human Relations. Denn gerade in Zeiten von &#x201E;Distanz-Unterricht&#x201C;, mobilen Arbeiten, Home-Office oder Vergleichbarem: Der Mensch ist und bleibt ein Herdentier. Wir brauchen den sozialen Kontakt, Austausch, Best&#xE4;tigung und Plausch &#x2013; da r&#xFC;ckt das &#x201E;Human Relations&#x201C; in den Mittelpunkt.</p>
<p>Und auch im Kampf um die Fachkr&#xE4;fte mit einer besonderen Expertise &#x2013; gerade im Bereich Cyber-Sicherheit sind sie sehr gefragt und umworben &#x2013; macht diese pers&#xF6;nliche Beziehung den Unterschied, ob Expert:innen wechseln oder dem Unternehmen treu bleiben.</p>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation? Findest Du, dass sich das bei Euch zuletzt in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert hat?&#xA0;</em></strong></p>
<p>F&#xFC;hren durch Vorbild ist, meiner Ansicht nach, der beste Weg, die richtige Unternehmenskultur zu etablieren. F&#xFC;hren durch Vormachen zementiert nicht nur die richtigen Werte, sondern &#x201E;schult&#x201C; auch den gew&#xFC;nschten Umgang subtil im Alltag. Nat&#xFC;rlich ist das durch das verteilte Arbeiten und hybride Modelle nicht so einfach, aber umso wichtiger. Mein Lieblingsbeispiel ist dabei, dass ich versuche ein pers&#xF6;nliches Treffen vor einer Videokonferenz, vor einem Anruf, vor einer E-Mail zu priorisieren. Das ist nach meinem Empfinden nicht nur effizienter, denn R&#xFC;ckfragen werden gleich im gemeinsamen Termin behandelt. Es st&#xE4;rk auch die Beziehung, das Wir-Gef&#xFC;hl und auch das gemeinsame Umsetzen.</p>
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<p><strong><em>&#x201C;Digitalisierung sehe ich als den Enabler eines umfassenden Beziehungsmanagements. Egal ob Kundinnen oder Kunden, Mitarbeitende oder interessierte Fachkr&#xE4;fte &#x2013; mit digitalen Prozessen k&#xF6;nnen diese unterst&#xFC;tzt und ausgebaut werden.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen/Organisationen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Am Ball bleiben. Damit meine ich, dass man schnell und agil auf neue Anforderungen reagiert und sich um die Kundin und den Kunden bem&#xFC;ht. Aus unternehmensinterner Sicht k&#xF6;nnen die Stakeholder dabei auch Mitarbeitende, Interessierte oder Gesellschafter:innen sein. Neben dem eigentlichen Produkt muss dabei immer auf die Beziehung und die Erfahrung der Nutzenden &#x2013; also die sogenannte &#x201E;User Journey&#x201C; &#x2013; bedacht werden. Denn diese st&#xE4;rkt auch in der Krise die Loyalit&#xE4;t und vertieft die gegenseitige Beziehung.</p>
<p><strong><em>Welche Bedeutung misst Du der Digitalisierung bei, um Antworten in Krisensituationen zu finden? K&#xF6;nnen digitale HR-L&#xF6;sungen hier einen echten Mehrwert bringen?</em></strong></p>
<p>Digitalisierung ist der Enabler eines umfassenden Beziehungsmanagements. Egal ob Kundinnen oder Kunden, Mitarbeitende oder interessierte Fachkr&#xE4;fte &#x2013; mit digitalen Prozessen k&#xF6;nnen diese unterst&#xFC;tzt und ausgebaut werden. IT-Systeme und -Portale helfen dabei die bisher ungenutzten Chancen anzugehen, statt diese erst aufw&#xE4;ndig entwickeln zu m&#xFC;ssen. Und genau diese kleinen Extras zahlen viel auf das Beziehungskonto ein.</p>
<p>Am Beispiel einer Bewerbung gibt es heute meist zwei R&#xFC;ckmeldungen: Den Eingang der Daten und sp&#xE4;ter die Einladung oder hoffentlich nette Ablehnung. Was w&#xFC;rde es aber bedeuten, wenn man Zwischenschritte einf&#xFC;gt? Vielleicht eine Video-Botschaft des CEOs, der die Werte des Unternehmens und das Mission Statement erkl&#xE4;rt. Nach dem Start der Sichtung vielleicht eine pers&#xF6;nliche Vorstellung des/der HR-Manager:in und R&#xFC;ckmeldung auf Basis welcher Kategorie man in den engeren Kreis gekommen ist. Und sollte es dann doch eine Absage sein, dann lasst uns das doch mit einer Einladung zur n&#xE4;chsten Messe kombinieren, dass man dort pers&#xF6;nlich spricht. Vielleicht ist die geeignete Person nur wegen der schriftlichen Ausdrucksst&#xE4;rke und nicht aufgrund der Motivation durchs Raster gefallen? Vor Ende der L&#xF6;schfrist k&#xF6;nnte man auch nochmal auf offene Stellen hinweisen oder sogar ein kostenfreies Goodie bei der n&#xE4;chsten Bestellung anbieten. Chancen gibt es ungemein viele und je nach Branche noch mehr spezielle Ans&#xE4;tze.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Ich kenne keine Organisation, die sich nicht durch Anpassung verbessern konnte.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4> </h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich? Welche Chance(n) diehst Du und warum?&#xA0;</em></strong></p>
<p>So abgenutzt diese Phrase ist, so richtig deren Kernbotschaft. Ich kenne keine Organisation, die sich nicht durch Anpassung verbessern konnte. Sprich, dass diejenigen, die sich pro-aktiv um ihre Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gek&#xFC;mmert haben, besser, st&#xE4;rker und zukunftsorientierter auf dem Markt etabliert sind.</p>
<p>Im Gegenteil, die wahren Champions haben sich schon die letzten Jahre vorbereitet und sind mit ihrem Portfolio auf die heutige Situation angepasst &#x2013; und erforschen intern schon die Herausforderung der n&#xE4;chsten 5-10 Jahre, um sich nicht nur f&#xFC;r das JETZT sondern auch f&#xFC;r die ZUKUNFT erfolgreich auf dem internationalen Parkett zu bewegen. Das sind beispielsweise Bauunternehmungen, die Digitalisierung mitdenken, Betonhersteller, die recyclebare Materialien erfanden, Gesundheitsunternehmen, die Apps vordachten, Veranstalter, die Events hybrid vordenken und viele weitere mehr.</p>
<p><em><strong>Sch&#xF6;nen Dank, Peter, f&#xFC;r die sehr spannenden Einblicke aus Deinen Aktivit&#xE4;ten im Bereich Digitalisierung. Wie Du dargestellt hast, ist es insbesondere auch im HR ungemein wichtig, Prozesse m&#xF6;glichst ganzheitlich zu denken und die Perspektive der Digitalen, Cyber- und IT-Sicherheit zu ber&#xFC;cksichtigen. Wenn dies gut gemacht wird, dann schafft man L&#xF6;sungen, die allen Prozessbeteiligten und Stakeholdern einen Mehrwert bringen und die gemeinsamen Beziehungen st&#xE4;rken&#x2026;</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p>												<img width="792" height="1024" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small-792x1024.jpg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Peter Wilfahrt | Vorstandsvorsitzender beim Bundesverband Digitale Sicherheit e.V.  &#x2013; Experte f&#xFC;r Digitalisierung und Digitale Transformation, Digitale und IT-Sicherheit, Cyber Security" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small-792x1024.jpg 792w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small-232x300.jpg 232w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small-768x993.jpg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small-1188x1536.jpg 1188w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small-285x369.jpg 285w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small-1000x1293.jpg 1000w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small-696x900.jpg 696w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_12_Peter-Wilfahrt_BVS_Foto_small.jpg 1300w" sizes="(max-width: 792px) 100vw, 792px"><br>
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											</a></p>
<p><em><strong>Peter Wilfahrts Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>(Serial) Entrepreneur im Bereich Digital, Technologie, IT-Security</li>
<li>Digitalisierung (von Unternehmensprozessen)</li>
<li>Digitale Transformation</li>
<li>Digitale Sicherheit, IT-Sicherheit, Cyber-Sicherheit</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Peter Wilfahrt, Vorstandsvorsitzender des <a href="http://www.digitale-sicherheit.org/?ref=staffboard.com">Bundesverbands Digitale Sicherheit e.V.</a>,&#xA0;ist Pionier und Vernetzer der IT-Sicherheitsbranche. In der IT Sicherheitsbranche ist er seit &#xFC;ber 20 Jahren t&#xE4;tig und wurde f&#xFC;r seine Initiativen im Bereich der IT Sicherheit und Digitalisierung ausgezeichnet. Als Unternehmer und Macher hat er selbst mehrere erfolgreiche Startups aufgebaut und hat den F&#xFC;hler am Puls der Zeit.</p>
<p>Im Rahmen seiner diversen Aktivit&#xE4;ten gestaltet er den digitalen Arbeitsplatz von heute und morgen &#x2013; egal ob Cyber-, IT- oder digitale Sicherheit. Dies ist ihm eine Herzensangelegenheit, um gemeinsam die Digitalisierung f&#xFC;r alle erfolgreich zu gestalten.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Stefan Scheller | Herausgeber von PERSOBLOGGER.DE – Top HR-Influencer und Experte für HR Strategie, Digital HR, New Work, Leadership & Führung, Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 09.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022:<br>
&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-stefan-scheller-persoblogger-de-hrstrategie-digitalhr-new-work-leadership-personalmarketing/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1a4</guid><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[People &amp; Culture]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Führung]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Employer Branding]]></category><category><![CDATA[Veränderung]]></category><category><![CDATA[Personalmarketing]]></category><category><![CDATA[New Work]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Zukunft der Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Zukunft der Arbeitswelt]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Recruiting]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Fri, 09 Sep 2022 15:30:43 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_with-Logo_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_with-Logo_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Stefan Scheller | Herausgeber von PERSOBLOGGER.DE &#x2013; Top HR-Influencer und Experte f&#xFC;r HR Strategie, Digital HR, New Work, Leadership &amp; F&#xFC;hrung, Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 09.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022:<br>
&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit dem Persoblogger Stefan Scheller, Gr&#xFC;nder und Herausgeber des gleichnamigen HR-Praxisportals PERSOBLOGGER.DE und des Podcasts &#x201C;Klartext HR&#x201D;. Er ist Experte f&#xFC;r Unternehmens- und HR Strategie, Digital HR, New Work, Leadership und Lernen sowie Themen rund um Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Daneben ist er verantwortlich f&#xFC;r die Arbeitgeberkommunikation der DATEV eG in N&#xFC;rnberg.</strong></em></p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Die Unternehmen, denen ich in meiner Rolle als Persoblogger begegne, k&#xE4;mpfen auf mehreren Ebenen. Da sind strategische Herausforderungen wie Technologie-Wechsel, schwindende Mitarbeiterbindung, ein leergefegter Arbeitsmarkt und h&#xE4;ufig sogar Wissensdefizite<br>
im HR-Gesch&#xE4;ft, weil sich die Entwicklungen teilweise exorbitant beschleunigt haben.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen<br>
</strong><strong>(#11) &#x2026; heute mit: Stefan Scheller</strong><b> | <a href="https://persoblogger.de/?ref=staffboard.com">PERSOBLOGGER.DE</a> und <a href="https://persoblogger.de/klartext-hr?ref=staffboard.com">Klartext HR</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:&#xA0;<br>
Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint.<br>
Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Stefan, Du bezeichnest Dich selbst als &#x201C;bunter Hund im HR&#x201D;. Wir stimmen zu, denn Du bist im HR Bereich am Puls der Zeit und hast viel zu sagen: So bist Du Gr&#xFC;nder und Betreiber des HR-Praxisportals PERSOBLOGGER.DE und des Podcasts Klartext HR. Unter anderem daf&#xFC;r wurdest Du in der Ausgabe 05/22 des Personalmagazins als &#x201E;Top HR-Influencer&#x201C; ausgezeichnet. Daneben bist Du bei der DATEV eG f&#xFC;r die Arbeitgeberkommunikation verantwortlich.&#xA0;</em></strong></p>
<p><strong><em>Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br>
</em></strong><strong><em>Wie hast Du das wahrgenommen und bei Euch bzw. bei den von Dir beratenen Organisationen erlebt?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Stefan Scheller:&#xA0;Tats&#xE4;chlich war ich beim vielzitierten Konzept der VUCA-Welt immer eher skeptisch, da ich eine Ver&#xE4;nderung der Welt permanent erlebt hatte. Aber durch die sich immer st&#xE4;rker &#xFC;berlappenden Krisen &#x2013; die wir schon bald nicht mehr auseinanderhalten k&#xF6;nnen, weil sie sich gegenseitig beeinflussen und verst&#xE4;rken &#x2013; bin ich &#xFC;berzeugt, dass Ver&#xE4;nderungsf&#xE4;higkeit eine der herausragenden Eigenschaften von Organisationen sein muss, um die Herausforderungen der Gegenwart in Richtung zu Zukunft zu bew&#xE4;ltigen.</p>
<p>Die Unternehmen, denen ich in meiner Rolle als Persoblogger begegne, k&#xE4;mpfen durchaus auf mehreren Ebenen. Da sind strategische Herausforderungen wie Technologie-Wechsel, schwindende Mitarbeiterbindung, ein leergefegter Arbeitsmarkt und h&#xE4;ufig sogar Wissensdefizite im HR-Gesch&#xE4;ft, weil sich die Entwicklungen teilweise exorbitant beschleunigt haben.</p>
<p>Eine der Haupt-Voraussetzungen, um gut durch die Krise zu kommen, ist meines Erachtens konsequenter Ver&#xE4;nderungsoptimismus. Auch hilft es, nicht st&#xE4;ndig zu versuchen, die radikalen Ver&#xE4;nderungen zu negieren oder zu bek&#xE4;mpfen, sondern sich abzufinden, dass immer mehr Bereiche eine Art &#x201E;Kontrollverlust&#x201C; erleben und die (Arbeits)welt zunehmend komplexer wird. Mit dieser Einstellung vergeuden wir nicht wertvolle Energie in einer Art &#x201E;Abwehrkampf&#x201C; und k&#xF6;nnen uns auf neue Ideen und L&#xF6;sungen konzentrieren. Aber &#x2013; und das muss ich zugeben &#x2013; die Notwendigkeit des st&#xE4;ndig neuen Lernens ist durchaus anspruchsvoll!</p>
<p><strong><i>Okay, spannende These, denn andere w&#xFC;rden entgegnen, dass dieses Konzept der VUCA-Welt zurecht ein g&#xE4;ngiges Denkmodell ist&#x2026; Aber was<em> meinst Du: Geht das jetzt einfach immer so weiter? Ist das diese vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Die Frage ist, was &#x201E;immer&#x201C; bedeutet. Dass die Ver&#xE4;nderungen grunds&#xE4;tzlich nicht aufh&#xF6;ren, dessen k&#xF6;nnen wir uns sicher sein. Aber ich glaube dennoch, dass es nicht fortlaufend eine st&#xE4;ndige Beschleunigung geben wird. Das w&#xFC;rden unsere Welt, Gesellschaft, Wirtschaft und wir Menschen schon bald nicht mehr aushalten. Es wird auch wieder Phasen geben, in denen deutlich weniger Radikales passiert als in den letzten zwei bis drei Jahren.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Es ist erfolgskritisch, das Augenmerk auch nach innen zu richten und, als m&#xF6;gliche Alternative zur Neueinstellung, Talente dort weiterzuentwickeln oder auch in Mitarbeitergesundhaltung und Mitarbeiterzufriedenheit zu investieren.</em></strong><strong><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Welche Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Situation speziell auf (kleinere) Unternehmen und Organisationen zukommen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Es gibt einige durchaus gegenl&#xE4;ufige Entwicklungen: Einerseits boomt beziehungsweise boomte die Wirtschaft in Deutschland enorm, die Auftragsb&#xFC;cher waren voll. Andererseits bremste der Mangel an Arbeitskr&#xE4;ften die Entwicklungen doch deutlich ab. Jetzt, nachdem sich eine Krise an die n&#xE4;chste anschlie&#xDF;t, d&#xFC;rfte es zu vermehrten Insolvenzen und zu einem Anstieg der Freisetzungen von Mitarbeitenden kommen. Gleichzeitig haben wir einen Fl&#xFC;chtlingsstrom und mehr Zuwanderung. Die Frage stellt sich, ob &#x2013; und wenn ja, wie &#x2013; diese Effekte aufeinander einwirken. M&#xF6;glicherweise ergibt sich beim Fachkr&#xE4;ftemangel kurzfristig etwas Entlastung, verkn&#xFC;pft mit einer Konsolidierung am Unternehmensmarkt.</p>
<p>Die deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Herausforderung d&#xFC;rfte sein, die gesamte Volkswirtschaft, Gesellschaft und deren Menschen gut durch die Vielzahl an Krisen zu bringen. Dabei spielen die Unternehmen mit ihrem auch durch HR gepr&#xE4;gten Verhalten eine nicht unbedeutende Rolle. Denn wir verbringen einen Gro&#xDF;teil des Tages im Umfeld unseres Arbeitgebers. Damit wird auch ein Gro&#xDF;teil unseres Selbstwertgef&#xFC;hls, unseres Wirksamkeitsempfindens und unserer allgemeinen Zufriedenheit aus dieser Quelle gespeist. Wenn Unternehmen hier die passenden Rahmenbedingungen setzen, f&#xE4;llt auch der Umgang mit den Krisen deutlich leichter.</p>
<p><strong><i><em>Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und Organisationen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder findest Du das vielleicht alles etwas &#xFC;bertrieben und &#x201C;halb so wild&#x201D;?</em></i></strong></p>
<p>&#xDC;bertrieben finde ich die Aussagen, dass knapp 40% der Besch&#xE4;ftigten innerhalb der kommenden 12 Monate k&#xFC;ndigen und den Arbeitgeber wechseln werden, wie sie durch die Medien geistern. Das w&#xE4;re ja fast schon ein h&#xE4;lftiger Austausch der Belegschaften im Durchschnitt (!). Dass hier durch alle Branchen hindurch so viel Mut herrscht, in massiven Krisenzeiten den Job zu wechseln, kann ich mir nicht vorstellen.</p>
<p>Allerdings ist es schon erfolgskritisch, das Augenmerk auch nach innen zu richten und, als m&#xF6;gliche Alternative zur Neueinstellung, Talente dort weiterzuentwickeln oder auch in Mitarbeitergesundhaltung und Mitarbeiterzufriedenheit zu investieren.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Bei Leadership geht es um um Vorleben, Inspirieren, Bef&#xE4;higen, also weit mehr als um eher klassisches Vorgesetztenverhalten.&#xA0;</em></strong></p>
<p><strong><em>Das m&#xFC;ssen die betroffenen Menschen in einer Organisation aber erst einmal so hinbekommen. Da ist Ver-Lernen und Neu-Denken angesagt, was uns Menschen tendenziell ja eher schwerf&#xE4;llt.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation?<br>
Findest Du, dass sich das bei Euch in den letzten Jahren bzw. in der letzten Zeit ver&#xE4;ndert hat?</em></strong></p>
<p>Ja, hier gab es deutliche Ver&#xE4;nderungen. Unter anderem eine Trennung der Rolle von fachlicher Verantwortung und personeller Verantwortung. W&#xE4;hrend fr&#xFC;her vor allem die Leistungstr&#xE4;ger:innen oder diejenigen mit der gr&#xF6;&#xDF;ten Expertise, teilweise auch mit der l&#xE4;ngeren Betriebszugeh&#xF6;rigkeit &#x201E;bef&#xF6;rdert&#x201C; wurden, erm&#xF6;glicht eine Trennung eine Rollenfokussierung. Wer gut f&#xFC;hren kann, sollte f&#xFC;hren. Wer herausragende fachliche Expertise hat, sollte auch auf dieser Ebene Karriere machen k&#xF6;nnen.</p>
<p>Leadership leben kann ich in beiden Rollen. Es geht um Vorleben, Inspirieren, Bef&#xE4;higen, also weit mehr als um eher klassisches Vorgesetztenverhalten.&#xA0;Das m&#xFC;ssen die betroffenen Menschen in einer Organisation aber erst einmal so hinbekommen. Da ist Ver-Lernen und Neu-Denken angesagt, was uns Menschen tendenziell ja eher schwerf&#xE4;llt.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Ohne die Corona-Lockdowns w&#xFC;rden wir noch immer Tag f&#xFC;r Tag ins Office fahren, nur um uns gemeinsam Powerpoint-Folien anzusehen &#x2026;&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4></h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Oh, dazu habe ich ganz viele Gedanken. Beginnend mit der Corona-Krise, deren Auswirkungen auf die Menschen in erster Linie massiv negativ war, l&#xE4;sst sich festhalten, dass auf anderer Ebene auch Chancen entstanden sind.</p>
<p>Schauen wir zum Beispiel auf den enormen Schub, den mobile Arbeitsformen und digitalisiertes Arbeiten erhalten haben. Ohne die Corona-Lockdowns w&#xFC;rden wir noch immer Tag f&#xFC;r Tag ins Office fahren, nur um uns gemeinsam Powerpoint-Folien anzusehen.</p>
<p>Auch die Energiekrise f&#xFC;hrt dazu, einen deutlich klareren Blick zu erhalten, wie wertvoll Ressourcen sind und dass wir diese wertsch&#xE4;tzen sollten, was einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang damit einschlie&#xDF;t.</p>
<p>Insofern pl&#xE4;diere ich im Rahmen des jeweils M&#xF6;glichen f&#xFC;r eine Art &#x201E;Ver&#xE4;nderungsoptimismus&#x201C;.</p>
<p><em><strong>Hervorragend, lieber Stefan, danke f&#xFC;r Deinen Appell zum Ende. &#x201C;Ver&#xE4;nderungsoptimismus&#x201D; ist eine gute Bezeichnung f&#xFC;r eine wichtige Einstellung &#x2013; auch wenn dies nicht allen leicht fallen wird. Aber Ver&#xE4;nderungen h&#xF6;ren aus Deiner Perspektive nicht grunds&#xE4;tzlich auf. Deshalb bleibt zu hoffen, dass F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte k&#xFC;nftig noch st&#xE4;rker durch Vorleben, Inspirieren, Bef&#xE4;higen</strong></em><em><strong> f&#xFC;r alle einen besseren Umgang mit Krisen und Herausforderungen erm&#xF6;glichen.</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p><img width="940" height="812" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_Credits_KnirpsLicht-Fotografie-Melanie-Scheller_small-1024x885.jpg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Stefan Scheller | Herausgeber von PERSOBLOGGER.DE &#x2013; Top HR-Influencer und Experte f&#xFC;r HR Strategie, Digital HR, New Work, Leadership &amp; F&#xFC;hrung, Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_Credits_KnirpsLicht-Fotografie-Melanie-Scheller_small-1024x885.jpg 1024w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_Credits_KnirpsLicht-Fotografie-Melanie-Scheller_small-300x259.jpg 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_Credits_KnirpsLicht-Fotografie-Melanie-Scheller_small-768x664.jpg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_Credits_KnirpsLicht-Fotografie-Melanie-Scheller_small-285x246.jpg 285w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_Credits_KnirpsLicht-Fotografie-Melanie-Scheller_small-1000x864.jpg 1000w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_Credits_KnirpsLicht-Fotografie-Melanie-Scheller_small-1041x900.jpg 1041w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_11_Stefan_Scheller_Persoblogger_Credits_KnirpsLicht-Fotografie-Melanie-Scheller_small.jpg 1400w" sizes="(max-width: 940px) 100vw, 940px"><br>
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<p><em><strong>Stefan Schellers Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Unternehmensstrategie</li>
<li>HR Strategie</li>
<li>Digital HR</li>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung</li>
<li>New Work / Zukunft der Arbeitswelt</li>
<li>Employer Branding und Personalmarketing</li>
<li>Recruiting</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Stefan Scheller, auch bekannt als &#x201E;der Persoblogger&#x201C;, ist Top HR-Influencer und Gru&#x308;nder von <a href="https://persoblogger.de/?ref=staffboard.com">PERSOBLOGGER.DE</a>, einer der bekanntesten deutschsprachigen HR-Websites. Auf der Plattform sind aktuelle Fachinformationen und Artikel, Studien und Infografiken zum Download, ein Eventkalender sowie eine Jobb&#xF6;rse kosten- und anmeldefrei zug&#xE4;nglich. Neben &#xDC;bersichten rund um die HR-Szene (Blogs, Podcasts und Fachliteratur) werden relevante HR-Dienstleister im Anbieterverzeichnis sowie spannende Startups pr&#xE4;sentiert.</p>
<p>Sein Podcast <a href="https://persoblogger.de/klartext-hr?ref=staffboard.com">Klartext HR</a> erg&#xE4;nzt die vielf&#xE4;ltigen Inhalte um ein 15-min&#xFC;tiges Audioformat rund um New Work, Leadership, Digital HR und Lernen.</p>
<p>In seinem Hauptberuf ist Stefan Scheller verantwortlich f&#xFC;r die Arbeitgeberkommunikation der <a href="https://www.datev.de/?ref=staffboard.com">DATEV eG</a> in N&#xFC;rnberg und ber&#xE4;t intern zu Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting, New Work und Digital HR.</p>
<p>Als mehrfacher Buchautor und Speaker begeistert er sein Publikum auf zahlreichen Konferenzen, HR-Messen sowie bei unternehmensintern gebuchten Vortr&#xE4;gen.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Peter M. Wald | Professor für BWL (Personalmanagement) an der HTWK Leipzig – Experte für Personalmanagement, Unternehmens- und HR-Strategie, Organisationsentwicklung, Leadership, Kultur und Werte]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html-->
<p><em><strong>[Leipzig &#x2013; 07.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022:<br>
&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-peter-m-wald_htwk-leipzig-personalmanagement-organisationsentwicklung-hr-strategie-leadership-kultur-werte/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1a5</guid><category><![CDATA[Führung]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[Forschung]]></category><category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Lehre]]></category><category><![CDATA[Veränderung]]></category><category><![CDATA[Personalmanagement]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[People &amp; Culture]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Wed, 07 Sep 2022 17:30:19 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_10_Peter_M_Wald_HTWK_Leipzig_with-Logo_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[
<!--kg-card-begin: html-->
<img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_10_Peter_M_Wald_HTWK_Leipzig_with-Logo_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Peter M. Wald | Professor f&#xFC;r BWL (Personalmanagement) an der HTWK Leipzig &#x2013; Experte f&#xFC;r Personalmanagement, Unternehmens- und HR-Strategie, Organisationsentwicklung, Leadership, Kultur und Werte"><p><em><strong>[Leipzig &#x2013; 07.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022:<br>
&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Peter M. Wald, Professor f&#xFC;r Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Personalmanagement an der HTWK Leipzig. Er ist Experte f&#xFC;r Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Unternehmens- und HR-Strategie, Leadership, Kultur und Werte.&#xA0;</strong></em></p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Der erfolgreiche Umgang mit Ver&#xE4;nderungen wird sowohl zu einer grundlegenden organisatorischen F&#xE4;higkeit, als auch zu einem unverzichtbaren Element einer modernen Unternehmenskultur.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen<br>
</strong><strong>(#10) &#x2026; heute mit: Prof. Dr. Peter M. Wald</strong><b> | <a href="https://fww.htwk-leipzig.de/?ref=staffboard.com">HTWK Leipzig</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:&#xA0;<br>
Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint.<br>
Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Herr Professor Wald, Sie betrachten die &#x201C;Human Resources&#x201D; aus unterschiedlichsten&#xA0; Blickwinkeln: So bekleideten Sie zun&#xE4;chst diverse&#xA0; Stationen im Personalwesen in der freien Wirtschaft. Seit bald 20 Jahren sind Sie Hochschulprofessor f&#xFC;r Betriebswirtschaftslehre und Personalmanagement. In diesem Zusammenhang befassen Sie sich auch intensiv mit Innovationen im HR und bieten HR Tech Startups eine B&#xFC;hne.&#xA0;&#xA0;<br>
</em></strong><strong><em>Lassen Sie uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br>
</em></strong><strong><em>Wie haben Sie das wahrgenommen und bei von Ihnen beratenen Organisationen erlebt?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Prof. Dr. Peter M. Wald: Es war eine stressige und herausfordernde Zeit, die jedoch eindrucksvoll gezeigt hat, was alles m&#xF6;glich ist. Ich denke hier vor allem an die vielen Gelegenheiten zum Experimentieren und den oft sp&#xFC;rbaren Verzicht auf breite Diskussionen zu m&#xF6;glichen Bedenken. Sehr h&#xE4;ufig gewann ich den Eindruck, dass viele Fragen, die in der Vergangenheit &#xFC;blicherweise vertagt wurden, jetzt schnell beantwortet wurden. Dies betraf in erster Linie den Einsatz neuer organisatorischer L&#xF6;sungen wie Homeoffice und den damit zusammenh&#xE4;ngenden Einsatz digitaler Hilfsmittel bei der Zusammenarbeit &#xFC;ber die Distanz. H&#xE4;ufig hat sich hierbei bew&#xE4;hrt, den Blick auf die Erfahrungen anderer Akteure zu richten und &#xFC;ber Probleml&#xF6;sungen zu diskutieren. Dabei kam es auf die eigene Offenheit und Flexibilit&#xE4;t an.</p>
<p>Insgesamt war es eine Zeit, in der gewachsene Beziehungen und das gegenseitige Vertrauen immer wieder auf die Probe gestellt wurden und sich in vielen F&#xE4;llen N&#xE4;he und Vertrauen auch ohne pers&#xF6;nliche Begegnungen entwickelt hat. Viele haben jetzt endlich verstanden, dass digital gest&#xFC;tzte Kommunikation und Zusammenarbeit nichts Zus&#xE4;tzliches ist, sondern im Zentrum der neuen Arbeitsweisen steht. Dies war f&#xFC;r mich zwar noch nicht New Work, aber ein erster Schritt in diese Richtung.</p>
<p><strong><i>Das stimmt, es war schon augenf&#xE4;llig, wie pragmatisch man in der Krise mit Themen umgegangen ist, die vorher oftmals als schwierig l&#xF6;sbar erschienen und daher lieber gar nicht erst angepackt wurden&#x2026; Wie sch&#xE4;tzen Sie das ein<em>: Ist das die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Vieles spricht daf&#xFC;r, dass wir uns auf st&#xE4;ndige, wenig planbare Ver&#xE4;nderungen als neue Normalit&#xE4;t einstellen m&#xFC;ssen. Das in der Vergangenheit so h&#xE4;ufig festzustellende Festhalten an gewohnten Abl&#xE4;ufen und Prozessen wird meiner Meinung nach zur Gefahr. Demgegen&#xFC;ber wird die F&#xE4;higkeit sich selbst in Frage zu stellen und aus Ver&#xE4;nderungen systematisch zu lernen zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Dies zeigt, wie wichtig die F&#xE4;higkeiten von Unternehmen, Teams und Menschen sind, erfolgreich mit Ver&#xE4;nderungen umzugehen. Wir m&#xFC;ssen lernen, neue Bedingungen zu akzeptieren und als Individuum, Gruppe oder Unternehmen die n&#xF6;tige Ver&#xE4;nderungskompetenz zu entwickeln. Dazu geh&#xF6;rt neben der Offenheit f&#xFC;r Neues, auch Agilit&#xE4;t vor allem aber die Bereitschaft zum st&#xE4;ndigen Lernen. Letztendlich wird der erfolgreiche Umgang mit Ver&#xE4;nderungen sowohl zu einer grundlegenden organisatorischen F&#xE4;higkeit, als auch zu einem unverzichtbaren Element einer modernen Unternehmenskultur.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;In ihrer Mehrheit verf&#xFC;gen die Unternehmen jetzt &#xFC;ber Erfahrungen mit einer T&#xE4;tigkeit im Krisenmodus. [&#x2026;] bin ich mir aber nicht sicher, ob viele kleine Unternehmen auf Dauer die Kraft f&#xFC;r die st&#xE4;ndigen Lern- und Anpassungsprozesse besitzen.</em></strong><strong><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie durch die aktuelle Lage gerade auf (kleinere) Unternehmen und Organisationen zukommen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Die derzeitige Situation und die in der Zukunft absehbaren Entwicklungen bringen f&#xFC;r alle Betroffenen &#x2013; Unternehmen wie Besch&#xE4;ftigte &#x2013; weiterhin komplexe Anforderungen mit sich. In ihrer Mehrheit verf&#xFC;gen die Unternehmen jetzt &#xFC;ber Erfahrungen mit einer T&#xE4;tigkeit im Krisenmodus, sie m&#xFC;ssen diese nur institutionalisieren, d.h. in konkrete Praktiken &#xFC;berf&#xFC;hren, damit diese auch sp&#xE4;ter und von anderen Mitarbeitenden angewandt werden k&#xF6;nnen. Dabei lohnt sich bestimmt auch der Erfahrungsaustausch &#xFC;ber die Unternehmensgrenzen.</p>
<p><strong><i><em>Das klingt doch eigentlich ganz positiv. Oder gibt es aus Ihrer Sicht trotzdem Argumente, warum diese Herausforderungen &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen sind und damit potentiell deren Existenz bedrohen?&#xA0;</em></i></strong></p>
<p>Tats&#xE4;chlich bin ich mir nicht sicher, ob viele kleine Unternehmen auf Dauer die Kraft f&#xFC;r die st&#xE4;ndigen Lern- und Anpassungsprozesse besitzen. Hinzu kommen Ungewissheit und &#xC4;ngste bei vielen Mitarbeitenden. Es ist deutlich erkennbar, dass die Menschen hier auch von ihren Unternehmen Unterst&#xFC;tzung erwarten. Dabei gilt es stets zu beweisen, dass Verst&#xE4;ndnis, Zusammenhalt und Unterst&#xFC;tzung keine leeren Worth&#xFC;lsen sind.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Ein modernes und aktives Personalmanagement ist f&#xFC;r den Unternehmenserfolg zunehmend unverzichtbar. Vor allem mittels Bindung, Recruiting und Personalentwicklung wird ma&#xDF;geblich &#xFC;ber die k&#xFC;nftige Leistungsf&#xE4;higkeit der Unternehmen entschieden.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em><i>Wie bewerten Sie auf Basis Ihrer Expertise aus Praxis, Forschung und Lehre die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen), insbesondere in (kleineren) Unternehmen/Organisationen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Gerade der Umgang mit den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass HR durchaus in der Lage ist, unerwartete Herausforderungen erfolgreich zu meistern. K&#xFC;nftig wird sich die Bedeutung von HR insbesondere in den Bereichen Bindung, Recruiting und Personalentwicklung noch verst&#xE4;rken. Dabei ist und bleibt f&#xFC;r mich die Bindung der vorhandenen Mitarbeitenden das beste Recruiting. Es lohnt sich aus meiner Sicht, in ein digitales Talent Relationship Management (v.a. Beziehung mit ehemaligen Mitarbeitern, Praktikanten und abgelehnten Bewerbern), in die klassische Berufsausbildung und ein kluges Onboarding neuer Mitarbeitender zu investieren. Es braucht unbedingt mehr langen Atem und eine hohe Professionalit&#xE4;t im Recruiting.</p>
<p><strong><em>Ja, diese langfristige Perspektive wird oft untersch&#xE4;tzt. Und was kann &#x2013; oder sogar: muss &#x2013; HR tun, um die Organisation &#x201E;fit f&#xFC;r die Zukunft&#x201C; zu machen?</em></strong></p>
<p>In Zukunft wird es weniger auf Personal-Ma&#xDF;nahmen an sich ankommen, sondern in erster Linie darauf, wie diese von den Mitarbeitenden empfunden und erlebt werden. Mitarbeitende erwarten eine weitgehende Individualisierung und Flexibilisierung der Arbeit. Unternehmen werden hier verschiedene M&#xF6;glichkeiten anbieten m&#xFC;ssen, die weit &#xFC;ber das Thema Homeoffice hinausgehen. Diese Erwartungen richten sich auf die regelm&#xE4;&#xDF;ige Ber&#xFC;cksichtigung famili&#xE4;rer Belange, etwa hinsichtlich Nachwuchs, aber auch bei der Pflege von Angeh&#xF6;rigen. Arbeitgeber werden sich h&#xE4;ufiger den Fragen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach dem Sinn ihrer T&#xE4;tigkeit und der Nachhaltigkeit der Produkte und Leistungen stellen m&#xFC;ssen. Bei ihrer Arbeit geht es vielen Mitarbeitenden k&#xFC;nftig auch darum, dass sie sich weit st&#xE4;rker als bisher einbezogen und ernst genommen f&#xFC;hlen. Sie wollen nicht nur Zeit und Ort der Arbeit, sondern auch die Zusammensetzung von Teams und bei F&#xFC;hrungsfragen mitbestimmen.</p>
<p>Voraussetzung daf&#xFC;r ist, die Beziehung zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen k&#xFC;nftig neu zu denken. Um hier erfolgreich zu werden, muss das Personalmanagement agiler, interdisziplin&#xE4;rer und wissenschaftlich fundierter agieren. Dazu geh&#xF6;rt der verst&#xE4;rkte Umgang mit Daten, um die Personalentscheidungen fundierter als in der Vergangenheit treffen zu k&#xF6;nnen.</p>
<p><strong><em>Was bedeutet das f&#xFC;r das Personalwesen? Wo sollten die Schwerpunkte der Personalarbeit liegen?</em></strong></p>
<p>Ein modernes und aktives Personalmanagement ist f&#xFC;r den Unternehmenserfolg zunehmend unverzichtbar. Vor allem mittels Bindung, Recruiting und Personalentwicklung wird ma&#xDF;geblich &#xFC;ber die k&#xFC;nftige Leistungsf&#xE4;higkeit der Unternehmen entschieden. Fehlbesetzungen oder Mitarbeitende, die das Unternehmen wieder schnell verlassen oder nicht &#xFC;ber die n&#xF6;tigen F&#xE4;higkeiten verf&#xFC;gen, f&#xFC;hren zu gravierenden Problemen. Den damit zusammenh&#xE4;ngenden Aufgaben kann das Personalmanagement aber nur gerecht werden, wenn es sich zielgerichtet neuer Ans&#xE4;tze und Konzepte bedient.</p>
<p><strong><em>Welchen Herausforderungen sehen sich HRler k&#xFC;nftig gegen&#xFC;ber? Sehen Sie besondere Entwicklungen oder gar &#x201E;Trends&#x201C;, die die Zukunft pr&#xE4;gen werden?</em></strong></p>
<p>Es geht darum, sich damit auseinanderzusetzen, was Mitarbeitende erwarten und wie sie diese Angebote und Leistungen des Personalbereichs erleben. Damit sind Kompetenzen im Bereich &#x201E;Employee Experience&#x201C; angesprochen. Bei der Auswahl von Mitarbeitenden sollte es k&#xFC;nftig nicht nur um die Ist-Kompetenzen gehen, sondern viel mehr um die Potenziale f&#xFC;r deren weitere Entwicklung. Hinzu kommt die gezielte Mitarbeiterbindung, denn gebundene Mitarbeitende sind erfahrungsgem&#xE4;&#xDF; engagierter, unterst&#xFC;tzen einander und zeigen eine h&#xF6;here Ver&#xE4;nderungsbereitschaft. Bei der Bindung sollten die Unternehmen nicht nur auf die bereits bekannten Ma&#xDF;nahmen zur Flexibilisierung der Arbeit zur&#xFC;ckgreifen, sondern gezielter nicht-monet&#xE4;re Benefits anbieten &#x2013; unter anderem Job-Tickets, Sportangebote oder Weiterbildungen &#x2013; aber auch Ma&#xDF;nahmen, die den pers&#xF6;nlichen Bed&#xFC;rfnissen der Mitarbeitenden Rechnung tragen, wie eine aktive Unterst&#xFC;tzung bei sozialen und Fragen der Gesundheit.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Welche Handlungsempfehlungen haben Sie speziell f&#xFC;r Entscheider und Gestalter im Personalwesen?</em></strong></p>
<p>Zusammengefasst bedeutet dies f&#xFC;r das Personalmanagement mehr Demut zu zeigen. Den Begriff Demut verwende ich zweifach. Im w&#xF6;rtlichen Sinn kann dieser als Einstellung verstanden werden, die ber&#xFC;cksichtigt, dass mit Entscheidungen des Personalmanagements regelm&#xE4;&#xDF;ig in das Leben der Mitarbeitenden und deren Umfeld eingegriffen wird. Ist diese Tatsache den handelnden Akteuren wirklich immer bewusst? Und wird dies ausreichend ber&#xFC;cksichtigt?</p>
<p>Demgegen&#xFC;ber interpretiere ich Demut auch buchst&#xE4;blich, was mich zu <strong>DEMut</strong> f&#xFC;hrte. <strong>D steht hier f&#xFC;r eine ausgepr&#xE4;gte digitale Kompetenz, E f&#xFC;r Empathie und Mut f&#xFC;r den n&#xF6;tigen Mut. </strong>Dabei beschreibt <strong>Digitale Kompetenz</strong> die F&#xE4;higkeit digitale Werkzeuge gezielt einzusetzen und Entscheidungen st&#xE4;rker als bisher auf der Basis von Zahlen und Fakten zu treffen. <strong>Empathie</strong> bedeutet Einf&#xFC;hlungsverm&#xF6;gen, weil es hier um Entscheidungen zu Menschen geht. Empathie sollte es Personalverantwortlichen erm&#xF6;glichen, bewusst als Gestalter von Beziehungen zu agieren. Und <strong>Mut</strong> meint, neue Dinge agil anzupacken, zu experimentieren und testen &#x2013; und dabei auch scheitern zu d&#xFC;rfen. Schlie&#xDF;lich geh&#xF6;rt ebenfalls dazu, sich nicht st&#xE4;ndig zu rechtfertigen, sondern Fragen und Probleme offen anzusprechen und zu diskutieren.</p>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in den Organisationen, die Sie begleiten?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Die Rolle der F&#xFC;hrung beziehungsweise der F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte &#xE4;ndert sich rasch. F&#xFC;hrung sollte Orientierung bieten und muss heute eher als &#x201E;Polarstern&#x201C;, und weniger als konkreter Rat- und Taktgeber, verstanden werden. Neue F&#xFC;hrungsformen wie Shared Leadership oder Team Leadership versprechen neue Impulse und eine st&#xE4;rkere Einbeziehung der Gef&#xFC;hrten. Der zunehmende Einsatz agiler Arbeitsformen und digitaler Hilfsmittel erm&#xF6;glicht neue Macht- und F&#xFC;hrungskonstellationen und innovative Arbeitsformen und erh&#xF6;ht damit auch die Arbeitgeberattraktivit&#xE4;t der gesamten Organisation.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Viele haben jetzt endlich verstanden, dass digital gest&#xFC;tzte Kommunikation und Zusammenarbeit nichts Zus&#xE4;tzliches ist, sondern im Zentrum der neuen Arbeitsweisen steht. Dies war f&#xFC;r mich zwar noch nicht New Work, aber ein erster Schritt in diese Richtung.</em><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen/Organisationen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Es geht auch in den kleinen Unternehmen um eine deutliche Fokussierung auf die Neugestaltung der Arbeitsbedingungen im Sinne einer hohen Flexibilit&#xE4;t hinsichtlich Ort und Zeit, einer ausgewogenen Work-Life-Balance und konkreter M&#xF6;glichkeiten zur pers&#xF6;nlichen Weiterentwicklung. Kleine Unternehmen k&#xF6;nnen meiner Meinung nach offen mit einem besonderen Zusammenhalt, der konkreten Atmosph&#xE4;re in ihren Teams und einem positiven Verhalten der F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte punkten. Es geht um mehr Transparenz und Fairness sowie auch darum, dass sich Mitarbeitende hier st&#xE4;rker als bisher einbezogen und &#x201E;ernst genommen f&#xFC;hlen&#x201C;.</p>
<p>Mit Verhaltensweisen, wie Wertsch&#xE4;tzung und F&#xFC;rsorge ebenso wie auch mit konkreten Benefits k&#xF6;nnen diese Unternehmen den Mitarbeitenden erlebbar vermitteln, dass sie gesch&#xE4;tzt und gebraucht werden. Mit Hilfe digitaler Arbeitsmittel sollten Informationen verf&#xFC;gbar sein, die eine st&#xE4;rkere Mitsprache und Mitgestaltung durch die Mitarbeitenden erm&#xF6;glichen. Gerade hier gilt es auch an die nachhaltige Flexibilisierung der Arbeit der Deskless Worker zu denken, um das Entstehen oder den Fortbestand einer &#x201E;Zweiklassengesellschaft&#x201C; zwischen sogenannten White Collar- und Blue Collar-Workern zu vermeiden.</p>
<p><strong><em>Welche Bedeutung hat die Digitalisierung und digitale L&#xF6;sungen in diesen Krisensituationen?</em></strong></p>
<p>Auf alle F&#xE4;lle k&#xF6;nnen digitale L&#xF6;sungen dabei helfen, besser mit verf&#xFC;gbaren Informationen umzugehen und auf Ver&#xE4;nderungen mit den passenden Ma&#xDF;nahmen zu reagieren. Digitale Hilfsmittel sind wichtig, dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass diese immer nur Mittel zum Zweck ist. Als Hilfsmittel und intelligente Werkzeuge k&#xF6;nnen sie gerade im HR-Bereich und bei der F&#xFC;hrung gro&#xDF;e Erleichterungen f&#xFC;r alle Akteure bringen. Die umsichtige und nachhaltige Implementierung digitaler L&#xF6;sungen insbesondere im Kontext von F&#xFC;hrung und Zusammenarbeit kann die Wirksamkeit der einzelnen Mitarbeitenden und der Teams erh&#xF6;hen und M&#xF6;glichkeiten f&#xFC;r neue Arbeitsweisen f&#xFC;r alle Mitarbeitergruppen in den Unternehmen er&#xF6;ffnen. Einen Mehrwert werden diese L&#xF6;sungen aber nur liefern, wenn sie durchdacht eingef&#xFC;hrt und f&#xFC;r alle Mitarbeiter verf&#xFC;gbar sind. Im Vordergrund muss hier die Verringerung und nicht die Verst&#xE4;rkung des vielerorts sp&#xFC;rbaren Digital Divides zwischen Wissensarbeitern und den Deskless-Workern stehen.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Heute geht es mehr denn je um das gemeinsame Lernen aus den Krisen, die Vergemeinschaftung des Gelernten und das Ziehen von Schlussfolgerungen f&#xFC;r k&#xFC;nftiges Handeln. Gemeinsames Lernen hei&#xDF;t dabei nicht nur Lernen im Unternehmen, sondern auch &#xFC;ber Unternehmensgrenzen hinaus.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4></h4>
<p><strong><em>Lassen Sie uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewerten Sie das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Jede Krise bietet Chancen zum Lernen, das hei&#xDF;t, zum Erwerb neuer Einsichten und F&#xE4;higkeiten. Heute geht es mehr denn je um das gemeinsame Lernen aus den Krisen, die Vergemeinschaftung des Gelernten und das Ziehen von Schlussfolgerungen f&#xFC;r k&#xFC;nftiges Handeln. Gemeinsames Lernen hei&#xDF;t dabei nicht nur Lernen im Unternehmen, sondern auch &#xFC;ber Unternehmensgrenzen hinaus. Voraussetzung daf&#xFC;r ist jedoch, dass aus dem derzeitig oft qu&#xE4;lenden Gegeneinander zumindest ein tolerantes Nebeneinander oder besser noch ein konstruktives Miteinander wird.</p>
<p>Bei alldem d&#xFC;rfen wir nicht die gro&#xDF;en Krisen aus dem Auge verlieren. Der Auswirkungen des Klimawandels, die Fragen des Umgangs mit Energie und Mobilit&#xE4;t sowie des Umgangs mit Konflikten werden in naher Zukunft noch weit st&#xE4;rker als bisher unser Leben bestimmen und unsere Krisenf&#xE4;higkeit herausfordern. Unternehmen werden hier gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden nach konkreten L&#xF6;sungen suchen m&#xFC;ssen. Beispiele hierf&#xFC;r sind &#xDC;berlegungen, wie im Unternehmen Energie gespart werden kann, wie Fahrgemeinschaften organisiert werden k&#xF6;nnen oder ob Dienstfahrr&#xE4;der sinnvoll sind.</p>
<p><em><strong>Besten Dank, Herr Professor Wald, f&#xFC;r das Teilen Ihrer vielschichtigen Perspektiven, Einblicke und Erfahrungen zum Personalwesen der Gegenwart und Zukunft. Es. braucht neben einem langen Atem die Bereitschaft zur Modernisierung, um die Organisationen fit f&#xFC;r die Zukunft zu machen. DEMut kann hierbei hoffentlich ein gutes Leitmotiv sein&#x2026;</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p><img width="673" height="773" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_10_Peter_M_Wald_HTWK-Lepizigs_small.jpg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Peter M. Wald | Professor f&#xFC;r BWL (Personalmanagement) an der HTWK Leipzig &#x2013; Experte f&#xFC;r Personalmanagement, Unternehmens- und HR-Strategie, Organisationsentwicklung, Leadership, Kultur und Werte" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_10_Peter_M_Wald_HTWK-Lepizigs_small.jpg 673w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_10_Peter_M_Wald_HTWK-Lepizigs_small-261x300.jpg 261w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_10_Peter_M_Wald_HTWK-Lepizigs_small-285x327.jpg 285w" sizes="(max-width: 673px) 100vw, 673px"><br>
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</a></p>
<p><em><strong>Prof. Peter M. Walds Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Unternehmensstrategie</li>
<li>HR Strategie</li>
<li>Organisationsentwicklung</li>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung</li>
<li>Unternehmenskultur &amp; Werte</li>
<li>Gestaltung von Ver&#xE4;nderungsprozessen / Wandel / Change Management</li>
<li>Personalmanagement und HR in Forschung und Lehre</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Mein Name ist Peter M. Wald. Ich bin Professor f&#xFC;r Personalmanagement an der Fakult&#xE4;t Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsingenieurwesen der <a href="https://www.htwk-leipzig.de/?ref=staffboard.com">Hochschule f&#xFC;r Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig</a>. Mit meinen 62 Jahren z&#xE4;hle ich nicht wirklich zu den HR Youngstern &#x2013; bin aber von der Notwendigkeit neuer Arbeitsweisen und Konzepte im Personalmanagement sowie bei F&#xFC;hrung Zusammenarbeit &#xFC;berzeugt. St&#xE4;ndig bin ich auf der Suche nach M&#xF6;glichkeiten zum Erfahrungsaustausch um m&#xF6;glichst nah an der betrieblichen Praxis zu sein. Um hier eine Gelegenheit f&#xFC;r Diskussionen &#xFC;ber Innovationen auf dem Gebiet HR zu bieten, organisiere ich, wenn es die aktuelle Situation zul&#xE4;sst, den sogenannten <a href="https://hr-innovation.htwk-leipzig.de/hr-innovation-day/?ref=staffboard.com">HR Innovation Day</a>. Auf diese Weise will ich meiner selbst gew&#xE4;hlten Rolle als &#x201E;Connected Professor&#x201C; gerecht werden.</p>

<!--kg-card-end: html-->
]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Jess Koch | Agile Trainer, Coach und Berater bei HR Pioneers – Experte für Agile People Collaboration, Transformation, Leadership und New Work]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[Bremen &#x2013; 05.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-jess-koch-hr-pioneers-agilitaet-transformation-agile-people-collaboration-leadership-new-work/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1a6</guid><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Veränderungsprozesse]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[Wandel]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Veränderung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Agile Mindset]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Transformation]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[People &amp; Culture]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Führung]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[Agilität]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Mon, 05 Sep 2022 17:15:00 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_09_Jess_Koch_HR-Pioneers_with-Logo.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_09_Jess_Koch_HR-Pioneers_with-Logo.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Jess Koch | Agile Trainer, Coach und Berater bei HR Pioneers &#x2013; Experte f&#xFC;r Agile People Collaboration, Transformation, Leadership und New Work"><p><em><strong>[Bremen &#x2013; 05.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Jess Koch, Trainer, Coach und Berater f&#xFC;r Agilit&#xE4;t bei HR Pioneers. Seine Themen als Human Resources Experte und &#x201C;Wizard of Why&#x201D; sind Agile People Collaboration, Transformation, Leadership und New Work.&#xA0;</strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Wenn wir weiter so tun wie bisher, so tun, als st&#xFC;nde uns der Wohlstand zu, dann sehe ich schwarz. Nehmen wir die Herausforderung aber an und sind hungrig und motiviert es uns selbst zu beweisen, [&#x2026;], dann ist da eine berechtigte Chance, dass die kommenden Generationen nicht wesentlich schlechter in diesem Land werden leben k&#xF6;nnen als es uns verg&#xF6;nnt war.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#09) &#x2026; heute mit: Jess Koch</strong><b> | <a href="https://hr-pioneers.com/?ref=staffboard.com">HR Pioneers</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:&#xA0;<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint. <br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Jess, Du bezeichnest Dich selbst als &#x201C;Wizard of Why&#x201D; und bist ein bunter Hund in der deutschen HR Szene. Als agile Coach, Trainer und Berater begleitest Du Organisationen bei ihrer Transformation auf dem Weg in die Arbeitswelt von morgen, Stichwort New Work. <br></em></strong><strong><em>Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das wahrgenommen und bei Euch bzw. bei den von Dir beratenen Organisationen erlebt?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Jess Koch:&#xA0;Ja, damals im Februar/M&#xE4;rz 2020. Der Beginn vom Ende oder Willkommen in der Zukunft. Bei HR Pioneers waren wir bis dahin eine dezentral aufgestellte Beratung, die aus ihrem Selbstverst&#xE4;ndnis heraus zu fast 100% vor Ort beim Kunden war. Das war auch gew&#xFC;nscht. Auf beiden Seiten herrschte die unumst&#xF6;&#xDF;liche Meinung, das Ganze ginge nur vor Ort. Ja und dann, ging sprichw&#xF6;rtlich nix mehr. Auf einen Schlag kam alles zum Erliegen. Die meisten unserer Beratungsauftr&#xE4;ge wurden pausiert und entsprechend blieben wir Berater dann auch erst einmal daheim. Da wir nun nicht mehr vor Ort beim Kunden sein konnten und so auch ohne Arbeit, also Beratungsauftr&#xE4;ge, waren, gab es nur zwei M&#xF6;glichkeiten: Aussitzen oder &#xC4;rmel hochkrempeln und zusehen, dass man die Gelegenheit nutzt, herauszufinden, wie man sich der neuen Situation anpasst.&#xA0;</p>
<p><em><strong>Du beschreibst sehr treffend eine Situation, an die viele sich noch selbst gut erinnern werden &#x2013; und als teilweise surreal empfanden. Wie seid Ihr damit umgegangen? Was waren f&#xFC;r Euch wirkungsvolle Herangehensweisen?</strong></em></p>
<p>In wenigen Wochen haben wir es geschafft unser gesamtes Beratungs-Know-how in digitale Tools zu packen. Und waren so in der Lage, schon nach wenigen Monaten unseren Kunden entsprechende L&#xF6;sungen anzubieten. Da sich auf Kundenseite auch die Erkenntnis durchgesetzt hatte, dass es weitergehen m&#xFC;sse, konnten wir auch schnell wieder mit unserer alten T&#xE4;tigkeit Nutzen f&#xFC;r unsere Kunden stiften. Eben aber mit dem Unterschied, dass wir nun nicht mehr bei ihnen vor Ort waren. Das war f&#xFC;r beide Seiten neu und f&#xFC;hlte sich am Anfang auch seltsam an. Da fehlte schon was. Im Laufe der Zeit aber &#xE4;nderte sich das, und so waren wir und unsere Kunden angekommen im New Normal. Und jetzt wollen einige wieder zur&#xFC;ck und mehr Vor-Ort-Beratung haben. Doch viele erkennen auch die Vorteile und schauen genauer, was digital und was analog geliefert werden soll.</p>
<p>Was diese ersten Monate r&#xFC;ckblickend auszeichnet, war eine unglaubliche Neugierde wie auch Offenheit, Dinge auszuprobieren. Zusammen mit unseren Kunden haben wir in den ersten Monaten immens viel gelernt.&#xA0;Es war in einer gewissen Art und Weise so etwas wie Aufbruchstimmung zu sp&#xFC;ren. Gemeinsam hat man mutig dieses Neuland beschritten, Erfahrungen gemacht, sich ausgetauscht und die Dinge weiterentwickelt.&#xA0;Das hat &#x2013; bei all dem Schlimmen, was diese ersten Corona-Monate auszeichnete &#x2013; richtig Spa&#xDF; gemacht. Wir alle waren gezwungen uns zu &#xE4;ndern, mussten alle mutig sein und haben einander die Kraft und die Zuversicht gegeben, dass wir dies auch schaffen w&#xFC;rden.</p>
<p><strong><i>Zuversicht und Mut sind zweifellos wichtige Stichworte bei einer Reise ins Ungewisse&#x2026; Was<em> meinst Du: Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Ich denke, es wird weitergehen. Wir stehen vor dem dritten Corona-Herbst beziehungsweise -Winter und hinzukommt, dass der Angriffskrieg Russlands nun noch einen draufsetzt. Und dann ist ja noch der menschengemachte Klimawandel, der uns in seinen Auswirkungen ja erst in ein paar Jahren heftig treffen wird.</p>
<p>Corona war gerade in Sachen Digitalisierung das viel zitierte Brennglas, was schonungslos die deutschen Vers&#xE4;umnisse in diesem Bereich offenlegte. Es ist immer noch besch&#xE4;mend, wo wir als viertgr&#xF6;&#xDF;te Industrienation in Sachen Digitalisierung stehen. Und vergessen wir hier nicht, dass wir das nicht einzig allein auf die Politik schieben k&#xF6;nnen. Die Digitalisierung haben wir &#x2013; wie auch die Energiewende &#x2013; aus einer gewissen Tr&#xE4;gheit heraus gemeinsam verschlafen. Hier zu mutig zu handeln wurde nicht als notwendig erachtet. Und nun eben zeigt sich, wie sehr unsere Verwaltung, die Schulen, viele Betriebe in Sachen Digitalisierung immer noch abgeh&#xE4;ngt sind und wie abh&#xE4;ngig der Industriestandort Deutschland in Sachen Gas ist.</p>
<p>Durch den Krieg wird nun quasi die zweite Raketenstufe gez&#xFC;ndet, und ob wir in eine Zukunft mit Zukunft fliegen, h&#xE4;ngt davon ab, ob wir bereit sind unsere Haltung zu &#xE4;ndern und die Herausforderung nun ernsthaft anzunehmen. Denn wenn wir weiter so tun wie bisher, so tun, als st&#xFC;nde uns der Wohlstand zu, dann sehe ich schwarz. Nehmen wir die Herausforderung aber an und sind hungrig und motiviert es uns selbst zu beweisen, dass wir das schaffen k&#xF6;nnen, dann kann das was werden. Dann ist da eine berechtigte Chance, dass die kommenden Generationen nicht wesentlich schlechter in diesem Land werden leben k&#xF6;nnen als es uns verg&#xF6;nnt war. Ziemlich sicher wird uns auf den kommenden Kilometern nichts geschenkt. Das wird auch weh tun. Wahrscheinlich auch mal sehr. Das muss uns allen klar sein.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Unternehmen m&#xFC;ssen die F&#xE4;higkeit entwickeln, Ver&#xE4;nderungen m&#xF6;glichst rechtzeitig zu antizipieren, selbst innovativ und ver&#xE4;nderungsbereit zu sein, st&#xE4;ndig als Organisation zu lernen und dieses Wissen und die Erfahrungen allen zur Verf&#xFC;gung zu stellen.</em></strong><strong><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Welche besonderen Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Lage gerade auf (kleinere) Unternehmen und Organisationen zukommen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Es braucht die F&#xE4;higkeit sich kontinuierlich an seine komplexe und unsichere Umwelt anzupassen. Dazu m&#xFC;ssen Unternehmen die F&#xE4;higkeit entwickeln, Ver&#xE4;nderungen m&#xF6;glichst rechtzeitig zu antizipieren, selbst innovativ und ver&#xE4;nderungsbereit zu sein, st&#xE4;ndig als Organisation zu lernen und dieses Wissen und die Erfahrungen allen Personen zur Verf&#xFC;gung zu stellen. Bei dem ein oder anderen klingelt es an dieser Stelle, denn dies ist unterm Strich das, was man unter Agilit&#xE4;t versteht. Aber was soll ich lang drum rumreden, was andere schon so sch&#xF6;n auf dem Punkt gebracht haben&#x2026;&#xA0;</p>
<p><strong><i><em>Warum ist eine fehlende oder nicht ausreichend ausgepr&#xE4;gte Agilit&#xE4;t aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder ist das vielleicht doch etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>Egal ob gro&#xDF; oder klein, alle m&#xFC;ssen lernen, wie sie Ver&#xE4;nderungen fr&#xFC;hzeitig und proaktiv erkennen und antizipieren. Nur wer das kann, wird der Konkurrenz zwei Schritte voraus sein k&#xF6;nnen. Ansonsten wird es schlicht und ergreifend ganz, ganz schwierig, sich am Markt zu behaupten.</p>
<p>Und was ich aus meiner Erfahrung als Berater f&#xFC;r agile Transformationen mit Sicherheit sagen kann: Das ist kein einfaches Vorhaben, die Herangehensweise zu &#xE4;ndern. Wer vor hat, mehr Agili&#xE4;t zu wagen, der sollte sich auf ein spannendes, langj&#xE4;hriges Abenteuer vorbereiten. Ich kann aber auch sagen: Lernen die Dinge anders anzugehen macht &#x2013; bei aller Anstrengung &#x2013; wirklich Freude.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;HR ist historisch schwach im Umgang mit Zahlen und das muss sich &#xE4;ndern. Denn: Gerade in einer komplexen Welt, in der ich durch Hypothesen experimentell versuche, mir meine Handlungsr&#xE4;ume zu erschlie&#xDF;en, brauche ich Zahlen, um meine Erkenntnisse zu belegen.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em><i>Wie bewertest Du auf Basis Deiner Expertise die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen), insbesondere in (kleineren) Unternehmen/Organisationen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Ich sagte ja bereits, dass wir eine Antwort auf Komplexit&#xE4;t brauchen, und Agilit&#xE4;t ist die Antwort auf Komplexit&#xE4;t. Und das Gesch&#xE4;ft der HRler wurde &#x2013; leider &#x2013; lange als nicht komplex, sondern als linear steuerbar empfunden. Deshalb sind wir Personaler auch so gut darin Prozesse zu bauen. Prozesse, die viel zu oft die Bed&#xFC;rfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen nicht bedienen. Und deshalb haben wir auch nie wirklich einen guten Stand in Unternehmen. Denn das, was HRler f&#xFC;r andere bauen, ist oft f&#xFC;r die Katz! Vieles, was in dem Standard-HR-Werkzeugkoffer steckt, ist einfach nicht gut und eignet sich, wenn &#xFC;berhaupt, lediglich f&#xFC;r planbare, vorhersehbare Ereignisse. Die Zusammenarbeit mit Menschen ist aber per se komplex und nicht vorhersehbar. Entsprechend kann Agilit&#xE4;t jenen Personalern ein wirkungsm&#xE4;chtiges Werkzeug sein, die Lust haben, endlich wirklich passende L&#xF6;sungen f&#xFC;r die Mitarbeiter zu kreieren.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Was kann &#x2013; oder sogar: muss &#x2013; HR dabei tun, um hier bewusst gegenzusteuern und die Organisation &#x201E;fit f&#xFC;r die Zukunft&#x201C; zu machen?</em></strong></p>
<p>Ehrlich gesagt hei&#xDF;t das: HR muss sich dringend &#xE4;ndern, um sein Leistungsportfolio an den Bed&#xFC;rfnissen seiner Nutzer auszurichten und so wirklich Nutzen f&#xFC;r das Unternehmen zu sch&#xF6;pfen. Will ich als HR-Abteilung nicht nur f&#xFC;r People sondern auch f&#xFC;r Culture Verantwortung tragen und mutig vorweg gehen, dann muss HR entsprechend daf&#xFC;r sorgen, dass es die Unternehmenskultur seine Wertepyramide so ausrichtet, dass Agilit&#xE4;t m&#xF6;glich wird. Denn Agilit&#xE4;t ist immer eine Frage der Haltung und kein agiles Framwork ist ohne das entsprechende und viel ger&#xFC;hmte agile Mindset m&#xF6;glich.</p>
<p><strong><em>Hast Du wom&#xF6;glich ganz konkrete Handlungsempfehlungen f&#xFC;r Entscheider und HR Gestalter?</em></strong></p>
<p>Will HR mehr sein und die Zukunft des Unternehmens aktiv gestalten, dann sollte HR schnellstm&#xF6;glich mit drei Dingen beginnen:</p>
<ol>
<li>Aufh&#xF6;ren, so verflixt gef&#xE4;llig zu sein. Gucken wir uns doch mal die durchschnittliche HR Abteilung hier im Lande an. Da herrscht schon eine ziemlich gro&#xDF;e Gleichf&#xF6;rmigkeit. Es arbeiten kaum bis gar keine Menschen in HR, die anecken, eine klare Meinung haben uns sich nicht scheuen, diese auch zu vertreten.&#xA0;</li>
<li>HR muss sich mehr daf&#xFC;r einsetzen, dass Menschen, die nicht konform sind, die sagen, was ist, nicht nur &#xFC;berleben, sondern gern im Unternehmen sind. Bisher wurde doch haupts&#xE4;chlich die Person kulturell belohnt, die unauff&#xE4;llig in der Masse unterging beziehungsweise es verstand, im richtigen Moment, der richtigen Person nach dem Mund zu sprechen. Was wir aber brauchen, ist eine gro&#xDF;e Diversit&#xE4;t, was Perspektiven anbelangt &#x2013; und entsprechend muss ich gerade die Perspektiven f&#xF6;rdern, die vom Mainstream abweichen.</li>
<li>HR muss sich damit auseinanderzusetzen, was Agilit&#xE4;t ist, was es braucht, Agilit&#xE4;t zu wagen und m&#xF6;glichst schon erste konkrete Umsetzungsschritte benennen.
</li>
</ol>
<p><strong><em>Welchen Herausforderungen sehen sich HRler gegen&#xFC;ber, wenn sie sich mit dem Thema Agilit&#xE4;t befassen? Siehst Du besondere Entwicklungen oder gar &#x201E;Trends&#x201C;, die die Zukunft pr&#xE4;gen werden?</em></strong></p>
<p>HR muss aber nicht nur verstehen was Agilit&#xE4;t bedeutet. HR muss &#x2013; wie schon gesagt &#x2013; auch selbst agiler werden. Es muss entsprechend mehr vom Kunden her denken und darf dabei nicht Kunde mit Nutzer verwechseln. Viele HRler denken n&#xE4;mlich noch immer, dass ihr Kunde der Mitarbeiter, die Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung oder sonst jemand Internes ist. Das ist aber grundlegend falsch. Das sind auch keine internen Kunden. Das sind alles Nutzer meines Leistungsportfolios. Auch mein Kunde sitzt drau&#xDF;en. Das ist der, der die Zeche zahlt. Nur wenn HR hier die Perspektive &#xE4;ndert, ist Augenh&#xF6;he mit den anderen Fachbereichen m&#xF6;glich. Sonst nicht.</p>
<p>Ein anderer Punkt ist, dass HR Abstand von dem menschlichen Daumen, dem <em>&#x201E;ich-will- was-mit-Menschen-machen&#x201C;</em> nimmt und zuk&#xFC;nftig einen versierten Umgang mit Zahlen, Daten und Fakten aus&#xFC;bt. HR ist historisch schwach im Umgang mit Zahlen und das muss sich &#xE4;ndern. Denn: Gerade in einer komplexen Welt, in der ich durch Hypothesen experimentell versuche, mir meine Handlungsr&#xE4;ume zu erschlie&#xDF;en, brauche ich Zahlen, um meine Erkenntnisse zu belegen. Entsprechend rate ich allen HRlern einen Grundkurs in Statistik und gern eine Weiterbildung im Bereich People Analytics. Denn wenn ich wirklich etwas Gutes f&#xFC;r die Mitarbeiter tun will, dann brauche ich Zahlen, Daten, Fakten um meine Behauptungen zu begr&#xFC;nden.</p>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation? Findest Du, dass sich das bei Euch zuletzt in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert hat?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Wir leben F&#xFC;hrung so: Jeder tr&#xE4;gt f&#xFC;r sich und sein Ergebnis selbst die Verantwortung. Entsprechend gilt: Hoch und lang lebe die Eigenverantwortung. Und doch gibt es bei uns F&#xFC;hrungsrollen. Hier tr&#xE4;gt man aber die Verantwortung f&#xFC;r Themen, Bereiche, Aufgaben und: &#x2026; man wird f&#xFC;r die allermeisten dieser Rollen gew&#xE4;hlt. Dies geschieht durch ein von allen Mitarbeitern gew&#xE4;hltes Wahlgremium.</p>
<p><em>&#x201E;Versuche machen klug&#x201C;</em>, k&#xF6;nnte dabei unser Wahlspruch sein, denn wir probieren st&#xE4;ndig aus und &#xE4;ndern unsere Herangehensweise. So haben wir im Januar 2021 ein Organisationsdesign gemeinsam verabschiedet, nur um es dann im Mai 2022 durch ein neues zu ersetzen. Das &#x201E;alte&#x201C; war uns nicht gut genug. Nun haben wir ein neues und haben uns gemeinsam darauf geeinigt, es f&#xFC;r zwei Jahre auszuprobieren. &#xC4;nderungen k&#xF6;nnen und werden wir sicher aber vornehmen. Denn auch das jetzige Design ist nur der letzte Stand des Irrtums. Und da wir wohl auch weiterhin wachsen, wir st&#xE4;ndig neue Kunden mit neuen Fragestellungen von uns &#xFC;berzeugen werden, m&#xFC;ssen wir mit der Ver&#xE4;nderung gehen.</p>
<p>Ein Learning m&#xF6;chte ich aber gerne noch teilen: Wir haben gemerkt, dass, bei aller Selbstverantwortung beziehungsweise auch Selbstorganisation, der Bezug zu Menschen immens wichtig ist. Dass es, neben den pers&#xF6;nlichen Kontakten, die ein jeder pflegt und hegt, einer Person bedarf, die sich explizit um einen k&#xFC;mmert beziehungsweise sich emphatisch um einen sorgt. Nat&#xFC;rlich sind alle stets angehalten sich um ein internes Netzwerk zu bem&#xFC;hen, welches ihnen Halt und F&#xFC;rsorge gibt, dies muss jedoch auch stets im Interesse des Unternehmens liegen. Aber ganz unabh&#xE4;ngig davon sollte es jedem Unternehmen wichtig sein, seinen Mitarbeitern die gr&#xF6;&#xDF;tm&#xF6;gliche Sicherheit zu geben.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Digitale L&#xF6;sungen im HR k&#xF6;nnen einen echten Nutzen f&#xFC;r die Mitarbeiter generieren. [&#x2026;] Ich bin der &#xDC;berzeugung, dass gute digitale L&#xF6;sungen ma&#xDF;geblich das Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz verbessern k&#xF6;nnen.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen/Organisationen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Wir m&#xFC;ssen Unwissenheit zulassen. Wir brauchen Menschen, die in der Lage sind mit Ver&#xE4;nderungen situativ und konstruktiv umzugehen. Wir brauchen Menschen, die zugeben k&#xF6;nnen, dass sie nicht die Antwort kennen, aber den Mut haben sich auf die Suche nach einer m&#xF6;glichen Antwort machen. Wir m&#xFC;ssen akzeptieren, dass in einem Umfeld, in dem die Komplexit&#xE4;t hoch ist, es sich schlussendlich immer nur um den letzten Stand des Irrtums handeln kann. Wir brauchen Menschen, die einander offen und mit gegenseitig Wertsch&#xE4;tzung begegnen. Wir brauchen eine Offenheit gegen&#xFC;ber Fehlern, m&#xFC;ssen mehr Transparenz wagen. Wir m&#xFC;ssen Entscheidungen weg von Einzelnen hin zu mehreren delegieren, m&#xFC;ssen Teams dazu bringen Verantwortung zu &#xFC;bernehmen. Und eben nicht hoffen, dass es der oder die Einzelne schon richten wird.</p>
<p><strong><em>K&#xF6;nnen diese (kleinere) Unternehmen/Organisationen &#xFC;berhaupt handlungsf&#xE4;hig bleiben? </em></strong></p>
<p>Ja, die einzige M&#xF6;glichkeit sich gut f&#xFC;r die Zukunft zu r&#xFC;sten ist, sein Betriebssystem zu wechseln oder zumindest upzudaten. F&#xFC;r einfache oder komplizierte Fragestellungen, da mag &#x201E;Command &amp; Control&#x201C;, beziehungsweise mag die Pyramide und der gute alte Wasserfall, das kaskadenartige Top-Dow-Vorgehen, eine gute, ja die richtige Wahl sein.&#xA0;Aber die Dinge sind nun einmal nicht einfach oder kompliziert. Die R&#xE4;ume, in denen die meisten Unternehmen heute operieren, sich bew&#xE4;hren m&#xFC;ssen, sind komplex. Und da hat Command &amp; Control oder der Wasserfall noch nie guten Nutzen gestiftet. Was wir brauchen, ist mehr Mut zu Agilit&#xE4;t. Auch wenn dies hei&#xDF;t, dass das Unternehmen dadurch ein anderes wird. Denn das ist gut und auch notwendig.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Gibt es aus Deiner Perspektive als agile Trainer und Coach konkrete Handlungsanweisungen oder &#x201E;Sofortma&#xDF;nahmen&#x201C;, die Du den Lesern mit auf den Weg geben m&#xF6;chtest?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Zun&#xE4;chst einmal geh&#xF6;rt dazu, dass man aufh&#xF6;rt, Agilit&#xE4;t als die neue Kuh, welche nun durch das Dorf getrieben wird, zu betiteln. Die wenigsten wissen, was Agilit&#xE4;t am Ende bedeutet. Viele halten es f&#xFC;r ein Buzzword, das lediglich daf&#xFC;r da ist, einigen Beratern gute Ums&#xE4;tze zu verschaffen. Andere meinen auch, dass Agilit&#xE4;t bedeutet, dass man auf der Prozessebene Dinge vertauscht. Wer das annimmt, der irrt. Agilit&#xE4;t ist in seiner Gesamtheit die beste Antwort auf komplexe Zusammenh&#xE4;nge. Daher: Wir alle m&#xFC;ssen mehr Agilit&#xE4;t wagen.</p>
<p>Entsprechend ist ein erster Schritt sich genau dieser Aufgabe zu stellen und sich im Sinne einer agilen Herangehensweise experimentell an neue L&#xF6;sungen heranzutasten. Dabei sollte man mit kleinen Dingen beginnen und schrittweise lernen, wie man sein Unternehmen am besten neu ausrichten kann.</p>
<p><strong><em>Welche Bedeutung misst Du der Digitalisierung bei, um Antworten in Krisensituationen zu finden? K&#xF6;nnen digitale HR-L&#xF6;sungen hier einen echten Mehrwert bringen?</em></strong></p>
<p>Mit digitalen L&#xF6;sungen im HR Bereich bin ich in der Lage einen echten Nutzen f&#xFC;r die Mitarbeiter zu generieren. Ich muss den Mitarbeitern digitale Angebote machen, die ihnen das Leben erleichtern und damit helfen sich auf das zu fokussieren was w&#xE4;hrend ihrer Arbeitszeit wichtig ist: Die Arbeit. Das Ausf&#xFC;llen eines Urlaubsantrages darf nicht aufwendiger sein, als das Buchen eines Fluges nach Lanzarote. Lernen muss Zeit und ortsunabh&#xE4;ngig m&#xF6;glich sein. Warum nicht was auf dem Weg zur Arbeit &#xFC;ber Strategieentwicklung per App lernen, auch wenn das gar nicht Teil meines Jobs ist. Feedback einmal j&#xE4;hrlich und danach verschwindet der Fragebogen in der Personalakte? Wie soll man sich da entwickeln? Mitarbeiter brauchen kontinuierlich und bedarfsabh&#xE4;ngig Feedback um zu lernen &#x2013; auch das geht am besten digital.</p>
<p>Deshalb bin ich der &#xDC;berzeugung, dass gute digitale L&#xF6;sungen ma&#xDF;geblich das Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz verbessern k&#xF6;nnen.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Und hier ist die Corona-Pandemie ein Gl&#xFC;cksfall &#x2013; zumindest was den Teil der notwendigen Ver&#xE4;nderung betrifft. Wir alle haben uns in kurzer Zeit fundamental auf Neues eingelassen, haben gemeinsam mutig Neuland betreten und dabei eine Vielzahl an Verhaltensweisen und Glaubenss&#xE4;tzen &#xFC;ber Board geworfen.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4> </h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Bei all dem Schlamassel, in dem wir aktuell stecken, was hilft es zu jammern? Das Glas ist halb voll. Entsprechend wohnt auch in diesem Moment viel Sch&#xF6;nes und Gutes. Wir m&#xFC;ssen eben nur die Chancen erkennen.</p>
<p>Um mit Erich M&#xFC;hsam zu antworten: <em>&#x201E;Man darf nicht auf seinem Standpunkt beharren, sondern muss mit offenen Augen und Geist der Zukunft freudig begegnen. Denn der, der auf seinem Standpunkt stehen bleibt, w&#xE4;chst darauf fest, und seinem Geiste brechen die Schwingen ab.&#x201C;</em> Das wollen wir ja nicht. Somit: Auf, auf in Richtung Zukunft, sonst sind wir verloren (frei nach Pia Bausch). Nach 2,5 Jahren Corona und mit dem Blick, was da alles noch vor uns liegt, k&#xF6;nnen wir doch aber festhalten, dass ein radikaler digitaler Wandel m&#xF6;glich ist.</p>
<p>Wenn diese Krise auch selbstredend ein absolut katastrophales Ausma&#xDF; hatte und noch hat, so sind es mit Bezug auf Chancen folgende drei Punkte, die uns allen Anlass zur Hoffnung geben sollten:&#xA0;</p>
<ol>
<li>Wenn die Verlusterwartung konkret ist und auch so formuliert wird, wir also klar die Gr&#xFC;nde f&#xFC;r die notwenige Ver&#xE4;nderung adressieren, dann bewegen sich die Leute.</li>
<li>Wichtig ist zudem, nicht allzu blumig daherzukommen, sondern ich empfehle all jenen, die Ver&#xE4;nderungen ansto&#xDF;en wollen, gegen&#xFC;ber den Betroffenen unbedingt auch die Kosten f&#xFC;r die Beibehaltung des Status quo zu betonen. Sonst bleiben die Leute eher mit sitzen, anstatt aufzubrechen.</li>
<li>Auch sollte eine Verkn&#xFC;pfung der zukunftsgerichteten Ver&#xE4;nderungen mit der eigenen Historie erfolgen, um die Angst vor dem Verlust von Teilen der eigenen und organisationalen Identit&#xE4;t zu nehmen.</li>
</ol>
<p>Und hier ist die Corona-Pandemie dann ein echter Gl&#xFC;cksfall &#x2013; zumindest was den Teil der notwendigen Ver&#xE4;nderung betrifft. Wir alle haben uns in kurzer Zeit fundamental auf Neues eingelassen, haben gemeinsam mutig Neuland betreten und dabei eine Vielzahl an Verhaltensweisen und Glaubenss&#xE4;tzen &#xFC;ber Board geworfen. Hier k&#xF6;nnen wir ansetzen und sagen: <em>&#x201E;Schaut was wir in kurzer Zeit aufgrund Corona geschafft haben. Alles andere schaffen wir nun auch.&#x201C;</em> Darauf k&#xF6;nnen und sollten wir entsprechend hoffnungsfroh setzten!&#xA0;</p>
<p><em><strong>Jess, das war gro&#xDF;artig &#x2013; sehr philosophisch und doch zugleich ziemlich greifbar in vielen Punkten. In Deiner Rolle als &#x201C;Wizard of Why&#x201D; hast Du uns, aber sicherlich auch die Leser*innen, ziemlich zum Nachdenken angeregt. Gleichwohl: Hoffnungsvoll und mutig lassen wir Unwissenheit zu, akzeptieren sie sogar, und sind damit gerne bereit, mehr Agilit&#xE4;t zu wagen&#x2026;</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p>												<img width="756" height="1024" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_09_Jess_Koch-756x1024.jpeg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Jess Koch | Agile Trainer, Coach und Berater bei HR Pioneers &#x2013; Experte f&#xFC;r Agile People Collaboration, Transformation, Leadership und New Work" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_09_Jess_Koch-756x1024.jpeg 756w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_09_Jess_Koch-222x300.jpeg 222w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_09_Jess_Koch-768x1040.jpeg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_09_Jess_Koch-285x386.jpeg 285w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_09_Jess_Koch-665x900.jpeg 665w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_09_Jess_Koch.jpeg 909w" sizes="(max-width: 756px) 100vw, 756px"><br>
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<p><em><strong>Jess Kochs Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Unternehmensstrategie</li>
<li>HR Strategie</li>
<li>Organisationsentwicklung</li>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung</li>
<li>Unternehmenskultur &amp; Werte</li>
<li>Gestaltung von Ver&#xE4;nderungsprozessen / Wandel / Change Management</li>
<li>Aufbau und Skalierung von HR Prozessen und Organisationsstrukturen</li>
<li>New Work / Zukunft der Arbeitswelt</li>
<li>Lean Management &amp; Agilit&#xE4;t</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Mein Name ist Jess Koch. Mit meinen 40 Lenzen habe ich Erfahrungen auf ganz unterschiedlichen Ebenen entwickelt. Als gelernter Speditionskaufmann und Diplom-Wirtschafts- und Arbeitsjurist fand ich zum Ende meines Studiums den Weg ins Personalwesen. Unter anderem durch mein Wirken bei der Deutschen Gesellschaft f&#xFC;r Personalf&#xFC;hrung (DGFP e.V.) reifte ich zu einem versierten Transformationsexperten, der als Leiter verschiedener Arbeitsgruppen ma&#xDF;geblich die Neuausrichtung dieses altehrw&#xFC;rdigen und damals wirklich sehr r&#xFC;ckst&#xE4;ndigen Fachverbandes an vorderster Spitze mit vorantrieb. Hier erkannte ich fr&#xFC;h die Bedeutung von HR Tech und sorgte daf&#xFC;r, dass die HR Startup Community ein Zuhause bei der <a href="https://www.dgfp.de/?ref=staffboard.com">DGFP</a> (Deutsche Gesellschaft f&#xFC;r Personalf&#xFC;hrung e.V.) fand, in dem ich 2014 die <a href="https://www.hr-roadshow.de/?ref=staffboard.com">HR Innovation Roadshow</a> erfand. 2020, zu Beginn der Corona Pandemie, schloss ich mich den <a href="https://hr-pioneers.com/?ref=staffboard.com">HR Pioneers</a> an, um gemeinsam mit ihnen die Arbeitswelt von Morgen zu gestalten. Viva la Transformation!&#xA0;</p>
<p>Als HR Tech Botschafter sorge ich seit einigen Jahren daf&#xFC;r, dass HR sich st&#xE4;rker den neuen, digitalen M&#xF6;glichkeiten &#xF6;ffnet und innoviert. Au&#xDF;erdem begleite ich immer wieder HR Startups in Sachen Business Development, HR und Marketing. Dar&#xFC;ber hinaus bin ich Mitbegr&#xFC;nder der Initiative <a href="https://hrespect.de/?ref=staffboard.com">Love HR, hate Racism!</a> und Vorstand im HR Nachwuchsnetzwerk <a href="https://www.hr-rookies.com/?ref=staffboard.com">HR Rookies e.V.</a>.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Nicole Bastien | Unternehmerin bei mind shifting work – Expertin für die Gestaltung von Wandel & Veränderungsprozessen, Leadership & Führung sowie "Reclaiming Humanity in Organizations"]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 02.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-nicole-bastien-mind-shifting-work-wandel-veraenderungsprozesse-leadership-fuehrung-reclaiming-humanity/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1a7</guid><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Veränderung]]></category><category><![CDATA[Reclaiming Humanity]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Systemtheorie]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Living Systems Approach]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[People &amp; Culture]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Führung]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Fri, 02 Sep 2022 15:30:03 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_08_Nicole_Bastien_mind_shifting_work_with-Logo-2_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/09/staffboard_Experten-Interviews_2022_08_Nicole_Bastien_mind_shifting_work_with-Logo-2_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Nicole Bastien | Unternehmerin bei mind shifting work &#x2013; Expertin f&#xFC;r die Gestaltung von Wandel &amp; Ver&#xE4;nderungsprozessen, Leadership &amp; F&#xFC;hrung sowie &quot;Reclaiming Humanity in Organizations&quot;"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 02.09.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Nicole Bastien, Gr&#xFC;nderin von mind shifting work. Als Expertin begleitet sie Organisationen bei der Gestaltung von Ver&#xE4;nderungsprozessen und Wandel sowie Fragen rund um Leadership &amp; F&#xFC;hrung. &#x201C;Reclaiming Humanity in Organizations&#x201D; ist dabei ihr Motto.</strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Wir werden lernen m&#xFC;ssen, mit Unsicherheiten zu leben und wir werden au&#xDF;erdem lernen m&#xFC;ssen, andere Dinge f&#xFC;r uns mehr zu sch&#xE4;tzen und auch zu etablieren, die wirkliche Sicherheit bieten. Ich spreche hier konkret vom Wert zwischenmenschlicher Beziehungen innerhalb und au&#xDF;erhalb von Unternehmen, Raum f&#xFC;r echte Begegnungen, das Einfordern von Feedback, um ein Selbstbewusstsein zu entwickeln. Es wird also mehr und mehr um den Menschen an sich gehen.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#08) &#x2026; heute mit: Nicole Bastien</strong><b> | mind shifting work</b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:&#xA0;<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint. <br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Nicole, Du warst langj&#xE4;hrige F&#xFC;hrungskraft und Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrerin einer Agentur. Vor mehreren Jahren hast Du Dich selbst&#xE4;ndig gemacht mit mind shifting work, weil Du Deiner und der Arbeit Deiner Kunden mehr Sinn geben willst. </em></strong><strong><em>Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das wahrgenommen und bei Euch bzw. bei den von Dir beratenen Organisationen erlebt?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Nicole Bastien: Die Menschen und Organisationen, mit denen ich zusammenarbeite, stehen immer an einer Schwelle zur Ver&#xE4;nderung und sind bereit, das eigene Denken und Handeln zu &#xFC;berpr&#xFC;fen und zu ver&#xE4;ndern. Das hei&#xDF;t, ihnen ist bereits klar, dass ihre bisherigen Entscheidungen sie zwar weit gebracht haben, sie aber eben nicht mehr weiterbringen werden. Sie haben auch verstanden, dass ihre Organisationen davon abh&#xE4;ngen, ob sie als F&#xFC;hrungsmenschen selbst in der Lage sind, sich zu ver&#xE4;ndern. Es macht null Sinn, an einer neuen Strategie oder einer Organisationsver&#xE4;nderung zu arbeiten, wenn die Zutaten die gleichen bleiben. Mehrung von Profit steht hier nicht an erster Stelle, sondern ein kraftvolles Unternehmen.</p>
<p>In solchen Situationen geht es um das Eingestehen, was los ist, wo die wirklichen Herausforderungen liegen und was daran hindert, sich &#x2013; also Mensch und auch Organisation &#x2013; zu ver&#xE4;ndern. Das sind keine einfachen, aber sehr notwendige Prozesse. Auszusprechen, was vorher der vermeintlichen Harmonie zuliebe verschwiegen wurde, erfordert viel Mut. Aber es n&#xE4;hrt die Klarheit, und die ist f&#xFC;r Ver&#xE4;nderungen essentiell. Es mag banal klingen, aber die wirkungsvollste Herangehensweise ist der Dreiklang aus Zuh&#xF6;ren, Reden, R&#xE4;ume f&#xFC;r Begegnung schaffen.</p>
<p><strong><i>Ja, es braucht irgendwo einen Startpunkt, um sich diesen Herausforderungen zu stellen. Was<em> denkst Du: Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Dass wir uns durch Ver&#xE4;nderungen und Ungewissheiten bewegen m&#xFC;ssen, ist an sich nicht neu. Das ist Teil des menschlichen Daseins. Wer ein Unternehmen f&#xFC;hrt, ist diesem Thema nochmals auf andere Weise ausgesetzt, denn es h&#xE4;ngen immer auch andere Schicksale daran. In der Vergangenheit haben wir versucht, Ver&#xE4;nderungen zu managen, soll hei&#xDF;en, mit allerlei schicken Tools und Strukturen zu kontrollieren. Vielen Menschen gab das eine gef&#xFC;hlte Sicherheit. In etwa so: <em>&#x201E;Ich habe ein ganz tolles Tool also wird auch alles gut.&#x201C;</em> Oder wir haben uns auf andere Institutionen und staatsbildende Einrichtungen wie etwa Parteien, Gesundheits&#xE4;mter, Bildungseinrichtungen, verlassen, es f&#xFC;r uns zu richten.</p>
<p>Die letzten Jahre haben allerdings deutlich gezeigt, dass diese Sicherheit und Struktur gebenden Dinge wegfallen. &#xDC;brigens bin ich der &#xDC;berzeugung, dass diese Entwicklung die n&#xE4;chsten Jahre sogar noch zunehmen und der Einzelne in der Eigenverantwortung mehr und mehr gefordert sein wird. Das hei&#xDF;t, wir werden lernen m&#xFC;ssen, mit Unsicherheiten zu leben und wir werden au&#xDF;erdem lernen m&#xFC;ssen, andere Dinge f&#xFC;r uns mehr zu sch&#xE4;tzen und auch zu etablieren, die wirkliche Sicherheit bieten. Ich spreche hier konkret vom Wert zwischenmenschlicher Beziehungen innerhalb und au&#xDF;erhalb von Unternehmen, Raum f&#xFC;r echte Begegnungen, das Einfordern von Feedback, um ein Selbstbewusstsein zu entwickeln. Es wird also mehr und mehr um den Menschen an sich gehen. Mit meiner Arbeit verfolge ich das Motto &#x201E;Reclaiming Humanity&#x201C;, das Zur&#xFC;ckgewinnen von Menschlichkeit in Unternehmen.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Wir k&#xF6;nnen keine andere Zukunft gestalten, wenn wir den immer gleichen Mist aufw&#xE4;rmen und mit unseren Geschichten und Tratsch &#xFC;ber das Unternehmen und die Kolleg:innen in der Vergangenheit festh&#xE4;ngen.</em></strong><strong><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Wie bewertest Du das: Haben gerade (kleinere) Unternehmen durch die aktuelle Situation besondere Herausforderungen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Kleinere Unternehmen haben im Grunde allerlei Chancen auf ihrer Seite &#x2013; ob sie die nutzen, wird sich zeigen. Damit meine ich konkret, dass vor allem kleinere Unternehmen eine an sich flache Hierarchie, schnellere und unmittelbarere Kommunikation haben, als das bei Gro&#xDF;unternehmen im Allgemeinen der Fall ist. Ebenso funktionieren kleinere Unternehmen gerade deshalb, weil eine Person mehrere Aufgaben erledigt. Oftmals haben diese Organisationen zwar ein offizielles Organigramm, die Arbeitsteilung erfolgt jedoch abh&#xE4;ngig von den Aufgaben oder Projekten, also nicht Hierarchie-, sondern Kompetenz-bezogen.</p>
<p><strong><i><em>Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder findest Du das vielleicht alles etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>Gerade in Zeiten von Unsicherheiten wird es immer wichtiger, speziell diese Form der Arbeitsorganisation zu pflegen. Daf&#xFC;r braucht es jedoch auch eine Bereitschaft, eine menschliche Kommunikation zu pflegen. Dabei meine ich nicht, dass wir uns mit einem tiefen Blick in die Augen gestehen, wie sehr wir uns lieben. Sondern es geht um das An- und Aussprechen von Ungereimtheiten, dem Adressieren von Spannungen, das Bearbeiten von Konflikten mit dem Ziel echter Klarheit.</p>
<p>Uns muss wirklich eines immer deutlicher werden: Wir k&#xF6;nnen keine andere Zukunft gestalten, wenn wir den immer gleichen Mist aufw&#xE4;rmen und mit unseren Geschichten und Tratsch &#xFC;ber das Unternehmen und die Kolleg:innen in der Vergangenheit festh&#xE4;ngen. Wenn kleinere Unternehmen sich dieser Kraft, Kommunikation zu gestalten, bewusst werden, dann werden sie zwar immer noch durch Ver&#xE4;nderungen gehen m&#xFC;ssen wie alle anderen auch, aber sie werden es intelligenter und geschmeidiger tun, ja sogar resistenter werden.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Die Aufgabe moderner &#x201E;Personal&#x201C;-Arbeit ist das co-kreative Erschaffen f&#xF6;rderlicher Bedingungen, die es den Menschen innerhalb einer Organisation erm&#xF6;glicht, ihren Daseinszweck in Produkte und Services zu &#xFC;bersetzen. Da geht es um R&#xE4;ume f&#xFC;r menschliche Begegnungen, das Schaffen und Erm&#xF6;glichen f&#xF6;rderlicher Arbeitsbeziehungen, das respektvolle Miteinander im L&#xF6;sen von Konflikten etc.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em><i>Was bedeutet all das f&#xFC;r den Bereich HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen), viellicht sogar nicht nur in in (kleineren) Unternehmen/Organisationen?&#xA0;</i></em></strong><strong><em><i>Wie bewertest Du auf Basis Deiner Expertise die Rolle von HR?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Mit Sicherheit werden viele HR-Beauftragten es nicht sehr m&#xF6;gen, wenn ich sage, dass f&#xFC;r mich dieses Denken in Abteilungen aus einem alten Verst&#xE4;ndnis von Organisationen kommt. N&#xE4;mlich die Organisation als Maschine. In dieser Denkweise passt sich der Mensch in die Abl&#xE4;ufe der Organisation ein, wie Zahnr&#xE4;der oder Teile in eine Maschine, um sie am Laufen zu halten. Die Aufgabe von HR ist in dieser Denke das Minimieren von Spannungen, damit alles geschmeidig bleibt.</p>
<p>Doch Organisationen weisen alle Merkmale lebender Systeme auf. Das bedeutet. auch, sie haben grunds&#xE4;tzlich aus sich heraus die F&#xE4;higkeit, sich selbst zu regenerieren und zu entfalten &#x2013; wenn die richtigen Bedingungen daf&#xFC;r geschaffen werden.&#xA0;Und genau das ist f&#xFC;r die Aufgabe moderner &#x201E;Personal&#x201C;-Arbeit: Das co-kreative Erschaffen f&#xF6;rderlicher Bedingungen, die es den Menschen innerhalb einer Organisation erm&#xF6;glicht, ihren Daseinszweck in Produkte und Services zu &#xFC;bersetzen. Da geht es um R&#xE4;ume f&#xFC;r menschliche Begegnungen, das Schaffen und Erm&#xF6;glichen f&#xF6;rderlicher Arbeitsbeziehungen, das respektvolle Miteinander im L&#xF6;sen von Konflikten etc.</p>
<p><strong><em><i>Wie bewertest Du auf Basis Deiner eigenen, langj&#xE4;hrigen Erfahrung als Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrerin und damit F&#xFC;hrungskraft das Thema Leadership? </i>Welche Rolle spielt es in den Organisationen, die Du begleitest?&#xA0;</em></strong></p>
<p>F&#xFC;r mich war F&#xFC;hrung immer schon ein &#x201E;people business&#x201C;. Damit meine ich, dass es bei F&#xFC;hrung niemals um eine einzige Person, den F&#xFC;hrungsmenschen, sondern um die Mitarbeitenden geht. F&#xFC;hrung hat aus diesem Verst&#xE4;ndnis heraus die Aufgabe, die bereits erw&#xE4;hnten Beziehungen zu erm&#xF6;glichen und deshalb Menschen zusammenzubringen. F&#xFC;hrung hat auch die Aufgabe, in Zeiten von Unsicherheit Orientierung zu geben, in welche Richtung der n&#xE4;chste Schritt gesetzt wird. Damit ist klar, dass F&#xFC;hren nicht Managen ist. F&#xFC;hrung ist Kommunikation und daf&#xFC;r muss ich Freude an der Begegnung mit Menschen haben.</p>
<p><strong><em>Ja, die Freude an der Begegnung mit Menschen ist f&#xFC;r jeden Dialog die Basis. Wie nimmst Du das wahr im Spannungsfeld zwischen F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften und Mitarbeitende in (kleineren) Unternehmen/Organisationen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>In der Praxis sehe ich immer wieder, dass F&#xFC;hrungsmenschen dem Irrglauben erliegen, sie k&#xF6;nnten alleinig &#xFC;ber Tools (wie zum Beispiel Meetingstrukturen oder zur Aufgabenverwaltung) f&#xFC;hren. Diese k&#xF6;nnen sehr wohl hilfreich sein, Struktur zu schaffen, allerdings ersetzen sie nicht die Auseinandersetzung und Begegnung mit Menschen. Eine alleinige Tool-Orientierung reduziert die Mitarbeitenden zu den bereits erw&#xE4;hnten Teilen einer Maschine, quasi als Erf&#xFC;llungsgehilfen. Da kommt bei niemandem dauerhaft Motivation auf. In meiner Praxis arbeite ich deshalb immer daran, wie F&#xFC;hrungsmenschen zu Beziehungsmenschen werden.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Manche Dinge kosten kein oder sehr wenig Geld, aber sie erfordern die &#xDC;berwindung, ein Nicht-Wissen einzugestehen. Hier trennt sich auf F&#xFC;hrungsebene h&#xE4;ufig die Spreu vom Weizen.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen sie, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Schauen wir uns den Begriff der Unsicherheit genauer an: Etwas ist nicht sicher, sei es im Verlauf und / oder im Ergebnis, also wohin es f&#xFC;hrt. Wenn also etwas nicht sicher ist, dann kann und werde ich nicht Volldampf voraus losst&#xFC;rmen, sondern behutsam Schritt um Schritt machen, genau beschauen, was hilfreich war, versuchen, mit anderen zu sprechen, die vielleicht etwas mehr Erfahrung in dieser Situation haben. Ich suche mir sogar Unterst&#xFC;tzung.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Und damit k&#xF6;nnen (kleinere) Unternehmen und speziell Startups weiterhin handlungsf&#xE4;hig bleiben? </em></strong></p>
<p>Ja, das sind alles Aspekte, die in vielen Organisationen noch immer nicht im Bewusstsein sind und deshalb auch nicht genutzt werden. Diese erw&#xE4;hnten Dinge kosten kein oder sehr wenig Geld, aber sie erfordern die &#xDC;berwindung, ein Nicht-Wissen einzugestehen. Hier trennt sich auf F&#xFC;hrungsebene h&#xE4;ufig die Spreu vom Weizen. Allerdings kann Nicht-Wissen auch Neugierde erzeugen und Begeisterung am Ausprobieren. Daf&#xFC;r braucht es jedoch keine ausgefeilte Strategie, sondern vielmehr eine Einstellung, Neuland zu erkunden.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Organisationen, die besser durch Krisen kommen,&#xA0; sind nicht strategischer oder besser gef&#xFC;hrt. Sie lernen ganz einfach schneller und k&#xF6;nnen vor allem das Gelernte integrieren.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4> </h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Chancen sind immer da, wir haben nur verlernt sie zu sehen. Wir bewegen uns im bekannten, alten Fahrwasser, weil es uns sicher und vorhersagbar, kontrollierbar erscheint. Krisen allerdings zeigen uns ganz deutlich auf, dass unsere bisherige Herangehensweise ausgedient hat. Wir m&#xFC;ssen Neues erlernen. Je h&#xE4;ufiger wir in &#x201E;Nicht-Krisen&#x201C; Neues ausprobieren und bewusst Dinge auch anders angehen, um so stabiler (&#x201E;resilienter&#x201C;) werden wir durch Krisen gehen. Krisen sind nicht vermeidbar, auch wenn wir es uns durch allerlei Aktivit&#xE4;ten vorgaukeln wollen.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Denkst Du, dass bestimmte Organisationen oder Branchen profitieren, wenn bzw. falls diese Krisen irgendwann vorbei sind?</em></strong></p>
<p>&#xDC;brigens sind die Organisationen, die besser durch Krisen kommen, nicht strategischer oder besser gef&#xFC;hrt. Sie lernen ganz einfach schneller und k&#xF6;nnen vor allem das Gelernte integrieren. Hier wiederhole ich mich, denn es ist wirklich wichtig, dass wir verstehen: Je h&#xE4;ufiger wir uns in neuen Dingen ausprobieren, Erfahrungen machen, lernen, um so schneller k&#xF6;nnen wir uns an neue Gegebenheiten anpassen.&#xA0;</p>
<p><em><strong>Allerbesten Dank, liebe Nicole, f&#xFC;r Deine Perspektiven und die Einblicke in Deine Arbeit. Neben vielen anderen Aspekten haben wir mitgenommen, dass eine Arbeitswelt, bei der die Freude an echten Begegnungen und der Wert zwischenmenschlicher Beziehungen im Vordergrund stehen, es besser erm&#xF6;glicht, mit Krisen und Herausforderungen umzugehen.</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p>												<img width="700" height="785" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_08_Nicole_Bastien_small.jpg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Nicole Bastien | Unternehmerin bei mind shifting work &#x2013; Expertin f&#xFC;r die Gestaltung von Wandel &amp; Ver&#xE4;nderungsprozessen, Leadership &amp; F&#xFC;hrung sowie &quot;Reclaiming Humanity in Organizations&quot;" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_08_Nicole_Bastien_small.jpg 700w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_08_Nicole_Bastien_small-268x300.jpg 268w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/09/staffboard_Experten_2022_08_Nicole_Bastien_small-285x320.jpg 285w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px"><br>
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<p><em><strong>Nicole Bastiens Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Unternehmensstrategie</li>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung</li>
<li>Gestaltung von Ver&#xE4;nderungsprozessen / Wandel / Change Management</li>
<li>Regenerative Economics and Organizations</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unsere heutige HR Expertin:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Mein Name ist Nicole Bastien. Mit meinem eigenen Unternehmen <a href="https://nicolebastien.com/?ref=staffboard.com">mind shifting work</a> berate ich C-Level F&#xFC;hrungsmenschen und Unternehmer:innen in den Schwerpunkten Lebendige Unternehmensf&#xFC;hrung, Human Leadership, Purpose, Public Value und Regeneratives Wirtschaften. Ich sehe mich als Leadership und Corporate Visionary mit einer ausgepr&#xE4;gten Leidenschaft f&#xFC;r nachhaltige Unternehmensf&#xFC;hrung. Das ist aus meinen insgesamt fast 25 Jahren Berufserfahrung als Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrerin einer GmbH, Lobbyistin f&#xFC;r die Wirtschaft und Sozialarbeiterin gewachsen. Sozusagen die Quintessenz meiner Erfahrungen. Ich bin zudem Beir&#xE4;tin mit Expertise in EDI (Diversity, Equality &amp; Inclusion) und ver&#xF6;ffentliche auch Artikel bei SHEconomy, dem Deutsch-&#xD6;sterreichischen Wirtschaftsmagazin. Mein letzter Erfolg war mein TED Talk &#x201E;The Beauty of Transition&#x201C; (06/22) in dem ich &#xFC;ber Faktoren spreche, die f&#xFC;r die Gestaltung von Biotopen f&#xFC;r Ver&#xE4;nderung wichtig sind.</p>
<p>Die Art meiner Arbeit beschreibe ich so: Mein einzigartiger Fokus liegt auf der Kombination von Strategie mit Empathie und der Schaffung starker Erz&#xE4;hlungen f&#xFC;r Transformation. Ich liebt es, mich humorvoll, emotional ber&#xFC;hrend und innovativ auszudr&#xFC;cken. Der Purpose meiner Arbeit liegt in #reclaiminghumanity in Organisationen &#x2013; Menschlichkeit in Organisationen zur&#xFC;ckzugewinnen.</p>
<p>Privat lebe ich mit meinem Mann und meinen zwei Kindern in M&#xFC;nchen. Ich liebe ein ausgeglichenes Leben, zu dem zum Beispiel t&#xE4;gliche Spazierg&#xE4;nge in der Natur geh&#xF6;ren.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Dr. Thomas Mack | Head of Scouting & Advisory bei German Accelerator –  Experte für Aufbau und Skalierung innovativer Startups und Geschäftsmodelle]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 31.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-dr-thomas-mack-german-accelerator-startup-scouting-skalierung-und-aufbau-innovativer-startups-und-geschaeftsmodelle/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1a8</guid><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Innovation]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Corporate Innovation]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[People &amp; Culture]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Corporate Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Wed, 31 Aug 2022 16:15:06 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_07_Dr_Thomas_Mack_German_Accelerator_Header_with-Logo_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_07_Dr_Thomas_Mack_German_Accelerator_Header_with-Logo_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Dr. Thomas Mack | Head of Scouting &amp; Advisory bei German Accelerator &#x2013;  Experte f&#xFC;r Aufbau und Skalierung innovativer Startups und Gesch&#xE4;ftsmodelle"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 31.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Dr. Thomas Mack, Head of Scouting &amp; Advisory beim German Accelerator. Er bezeichnet sich selbst &#x201C;Disruption Enthusiast&#x201D; und ist Experte f&#xFC;r Aufbau und Skalierung innovativer Startups und Gesch&#xE4;ftsmodelle, (Corporate) Entrepeneurship und (Corporate) Innovation.&#xA0;</strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Die letzten Jahre waren f&#xFC;r Startups wirklich nicht einfach [&#x2026;] und haben sich wie eine endlose Folge von Schocks f&#xFC;r viele Gr&#xFC;nder angef&#xFC;hlt.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#07) &#x2026; heute mit: Dr. Thomas Mack</strong><b> | <a href="https://www.germanaccelerator.com/?ref=staffboard.com">German Accelerator</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:&#xA0;<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint. <br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Thomas, als ehemaliger Gr&#xFC;nder im Digitalbereich, als Strategieberater im Bereich (Corporate) Innovation und (Corporate) Entrepreneurship &#x2013; und last but not least &#x2013; als Startup-Scout hast Du einen sehr umfassenden Blick auf die deutsche und auch internationale Startup-Szene. </em></strong><strong><em>Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das wahrgenommen und bei Euch bzw. bei den von Dir beratenen Organisationen erlebt?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Dr. Thomas Mack:&#xA0;Die letzten Jahre waren f&#xFC;r Startups wirklich nicht einfach. Sie sind in besonderem Ma&#xDF;e von gesamtwirtschaftlichen Schwankungen betroffen, weil ihnen die stabile Basis fehlt, auf die viele etablierte Unternehmen bauen k&#xF6;nnen. Neukundengewinnung und die Akquisition externer Finanzierung sind gerade in Phasen der Unsicherheit &#xFC;ber die Zukunft um ein Mehrfaches schwieriger. Die letzten zweieinhalb Jahre haben sich so wie eine endlose Folge von Schocks f&#xFC;r viele Gr&#xFC;nder angef&#xFC;hlt.</p>
<p>Es war aber bestimmt nicht alles schlecht. Ganz im Gegenteil: In Krisenzeiten k&#xF6;nnen Startups ihre Wettbewerbsvorteile der Agilit&#xE4;t und Anpassungsf&#xE4;higkeit besonders gut nutzen und so oft schneller auf ver&#xE4;nderte Marktgegebenheiten reagieren als ihre gro&#xDF;en Wettbewerber. Zudem haben gro&#xDF;z&#xFC;gige F&#xF6;rderungen der &#xF6;ffentlichen Hand sowie die zwischenzeitliche Rallye um Technologieinvestments zu einer Euphorie gef&#xFC;hrt, die manchmal an den Dotcom-Boom erinnerte.</p>
<p><strong><i>Sicherlich hatten es alle gleicherma&#xDF;en schwer &#x2013; auch wenn der Umgang mit den einzelnen Herausforderungen vielleicht unterschiedlich war. Aber was<em> denkst Du: Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Tats&#xE4;chlich sehe ich der Zukunft trotz aller teils riesigen Herausforderungen sehr positiv entgegen. Klar, es wird weiterhin gro&#xDF;e &#x201E;Aufs und Abs&#x201C; geben. In den rosigen Zeiten kann man sich nur schwer Krisenszenarien vorstellen. Deshalb wird man von ihnen &#xFC;berrascht. Andererseits ist der Mensch unglaublich anpassungsf&#xE4;hig und damit in der Lage, st&#xE4;rker und weiterentwickelt aus Krisen herauszukommen. So absurd es klingen mag, eine Normalit&#xE4;t der Konstanz w&#xE4;re f&#xFC;r mich nicht erstrebenswert.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;</em></strong><strong><em>Solch extreme Schwankungen wirken wie eine Art Verst&#xE4;rker: Die &#xDC;berlebenschancen von Startups sind ohnehin schon gering. In solchen Phasen werden sie minimal. Nur diejenigen haben eine Chance, die tats&#xE4;chliche Kundenbed&#xFC;rfnisse l&#xF6;sen und deren Gr&#xFC;nder langfristig und vorrausschauend agieren.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Siehst Du &#x2013; besonders im Kontext Deiner N&#xE4;he zu den Startups und der umfassenden Expertise &#x2013; durch die aktuelle Situation besondere Herausforderungen auf (kleinere) Unternehmen zukommen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Wie eingangs angedeutet ergeben sich die gr&#xF6;&#xDF;ten Herausforderungen aus Unsicherheit und (gef&#xFC;hlter) Unplanbarkeit. Kleine Unternehmen leiden in besonderem Ma&#xDF;e darunter, weil sie weniger diversifiziert sind und &#x2013; im Fall von Startups &#x2013; auf kein lange gewachsenes Fundament und R&#xFC;cklagen aufbauen k&#xF6;nnen.</p>
<p>Allerdings kann genau das auch eine Chance sein. Denn gerade Flexibilit&#xE4;t, Kundenorientierung und unternehmerisches Risiko werden in solchen Phasen besonders belohnt. Zahlreiche Studien belegen, dass diejenigen als Gewinner aus der Krise gehen, die proaktiv agieren und Investments wagen. Passivit&#xE4;t ist die schlechteste Strategie. Aber das ist eben auch viel einfacher gesagt als getan, wenn man in eine Zukunft voller Unsicherheit blickt. Hier liegt f&#xFC;r mich die zentrale Herausforderung.</p>
<p><strong><i><em>Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder findest Du das vielleicht alles etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>Spannend finde ich, dass solch extreme Schwankungen wie eine Art Verst&#xE4;rker wirken. Die &#xDC;berlebenschancen von Startups sind ohnehin schon gering. In solchen Phasen werden sie minimal. Nur diejenigen haben eine Chance, die tats&#xE4;chliche Kundenbed&#xFC;rfnisse l&#xF6;sen und deren Gr&#xFC;nder langfristig und vorausschauend agieren. Abgesehen von ein paar Zufallsgewinnern nat&#xFC;rlich &#x2013; diese gibt es in solchen Phasen nat&#xFC;rlich auch.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;HR ist f&#xFC;r mich ein zentraler Erfolgsfaktor. Wie wir es h&#xE4;ufig eindrucksvoll im Mannschaftssport sehen, k&#xF6;nnen auch Organisationen Krisen nur als Team bew&#xE4;ltigen. Dazu braucht es die richtige Teamzusammensetzung, F&#xFC;hrungsstrukturen und Kommunikation.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em><i>Wie bewertest Du im Startup-Kontext die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen)? </i>Ergeben sich wom&#xF6;glich auch spezielle Herausforderungen f&#xFC;r diesen Bereich? </em></strong></p>
<p>HR ist f&#xFC;r mich einer der zentralen Erfolgsfaktoren. Wie wir es h&#xE4;ufig eindrucksvoll im Mannschaftssport sehen, k&#xF6;nnen auch Organisationen Krisen nur als Team bew&#xE4;ltigen. Dazu braucht es die richtige Teamzusammensetzung, F&#xFC;hrungsstrukturen und Kommunikation.</p>
<p>Startups haben es hierbei besonders schwer. Sie agieren oft in verstreuten Teams, die erst seit Kurzem zusammenarbeiten. Das Teamgef&#xFC;ge ist noch nicht stabil und das Zugeh&#xF6;rigkeitsgef&#xFC;hl schnell beeinflussbar. Dazu kommen noch meist eher j&#xFC;ngere Mitarbeiter, die teilweise das erste Mal eine wirtschaftliche Krisenzeit miterleben. Wom&#xF6;glich gilt dasselbe sogar f&#xFC;r die Gr&#xFC;nder und F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte.</p>
<p>Die Bef&#xE4;higung zur F&#xFC;hrung und das Sicherstellen eines nachhaltig funktionierenden Teamgef&#xFC;ges sind umso mehr Voraussetzungen f&#xFC;r das erfolgreiche Meistern von Krisensituationen &#x2013; egal, wie gut ein Produkt oder die Unternehmensstrategie auch sein m&#xF6;gen.</p>
<p><em><strong>Das klingt in der Tat nach einer ziemlich herausfordernden Aufgabe. Hast Du vielleicht konkrete Handlungsempfehlungen f&#xFC;r Entscheider und HR Gestalter? </strong><br><strong>Was ist dabei aus Deiner Sicht wirklich wichtig?</strong> </em></p>
<p>Absolut. Meine Handlungsempfehlung lautet deshalb: Diese &#x201E;grundlegenden HR-Themen&#x201C; d&#xFC;rfen auf keinen Fall in den &#x201E;Alltagsthemen&#x201C; dieser hektischen Zeiten untergehen. Ganz im Gegenteil, Entscheider m&#xFC;ssen sicherstellen, dass sie zu einer Top-Priorit&#xE4;t der gesamten Organisation werden. Und das f&#xE4;ngt bekanntlich beim eigenen Verhalten an&#x2026;</p>
<p><strong><em>Was bedeutet all das f&#xFC;r den Bereich HR im Startup-Umfeld? Haben Startups etwa ganz spezielle HR-Herausforderungen, die deutlich anders geartet sind, als in anderen Organisationen?</em></strong></p>
<p>Eine interessante Entwicklung sehe ich im Bereich Outsourcing. HR ist typischerweise eine Funktion, die bei Early-Stage Startups quasi nebenbei meist von einem der Gr&#xFC;nder betreut wird. Im n&#xE4;chsten Schritt wird eine &#x201E;Head of&#x201C; Stelle geschaffen &#x2013; eigentlich, um HR-Themen strategisch und strukturiert anzugehen. Zu diesem Zeitpunkt sind die operativen Aufgaben dann jedoch meist so stark angewachsen, dass zu wenig Zeit f&#xFC;r konzeptionelle Arbeit bleibt. Und so geht es dann weiter: Der Abteilungsaufbau l&#xE4;uft der systematischen Arbeits&#xFC;berlastung durch das Unternehmenswachstum hinterher. Auch, weil es f&#xFC;r Startups nat&#xFC;rlich nicht immer einfach ist, wettbewerbsf&#xE4;hige Geh&#xE4;lter f&#xFC;r HR Professionals zu bieten.</p>
<p><strong><em>Tats&#xE4;chlich trifft das, was Du beschreibst, auch aus unserer Erfahrung die Situation sehr gut. Aber wie kann man diesen in gewisser Weise strukturellen Problemen zielgerichtet begegnen? </em></strong>&#xA0;</p>
<p>Ich sehe vereinzelt, dass ambitionierte Startups tempor&#xE4;r Full-Service-Agenturen aus dem Startup-Umfeld engagieren, um den R&#xFC;ckstand aufzuholen und HR proaktiv gestalten zu k&#xF6;nnen. Damit sind wir aber auch wieder beim Thema &#x201E;Investments in Krisenzeiten&#x201C; &#x2013; mal sehen, ob sich der Trend in Krisenzeiten h&#xE4;lt&#x2026;.</p>
<p><strong><em>Was macht diese Situation mit den Menschen? Welche Rolle spielt etwa das Thema Leadership in den Organisationen, die Du begleitest und hat es sich in den letzten Jahren ver&#xE4;ndert?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Man kann seit einiger Zeit Ver&#xE4;nderungen in der Motivation und den Bed&#xFC;rfnissen der Besch&#xE4;ftigten beobachten. Das individuelle Selbstverst&#xE4;ndnis aber auch die Erwartungen an andere, insbesondere gegen&#xFC;ber F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften hat sich entwickelt. Verst&#xE4;rker hierf&#xFC;r waren sicher die besonderen Umst&#xE4;nde der Covid-Lockdowns, der grundlegende Treiber ist aber eine neue Generation an Mitarbeitenden, die in Zeiten des digitalen Technologiebooms und der Globalisierung aufgewachsen sind &#x2013; inklusive aller Vorteile wie auch Probleme, die damit entstanden sind. Sie fordern mit Recht ein &#x201E;neues&#x201C; F&#xFC;hrungsverst&#xE4;ndnis ein, das auf Partizipation, Werten und Kommunikation basiert.</p>
<p>Ich hatte ja schon beschrieben, welche besonderen Herausforderungen sich aus der Kombination verteilter, neuer Teams und junger Teamkollegen ergeben. F&#xFC;hrung und Kommunikation sind somit nicht nur die Werkzeuge, mit denen man das Problem l&#xF6;sen kann &#x2013; mit ihnen kann aus der Herausforderung sogar ein Wettbewerbsvorteil werden!</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;In solchen Phasen werden Flexibilit&#xE4;t, Kundenorientierung und unternehmerisches Risiko besonders belohnt. Zahlreiche Studien belegen, dass diejenigen als Gewinner aus der Krise gehen, die proaktiv agieren und Investments wagen. Passivit&#xE4;t ist die schlechteste Strategie.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Wie k&#xF6;nnen (kleinere) Unternehmen und speziell Startups weiterhin handlungsf&#xE4;hig bleiben? Und welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen sie, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Wenn ich meine bisherigen Aussagen reflektiere, klingt es wahrscheinlich als br&#xE4;uchte man die sprichw&#xF6;rtliche &#x201E;eierlegende Wollmilchsau&#x201C;. Im Grunde kommen viele Aspekte aber auf recht einfache Leitlinien zur&#xFC;ck: </p>
<ol>
<li>Zun&#xE4;chst einmal braucht es eine positive Grundeinstellung, die einerseits Risikofreude und Investitionen erlaubt, sowie andererseits ein Wir-Gef&#xFC;hl erzeugen kann.&#xA0;</li>
<li>Ganz besonders wichtig ist aber auch eine vorausschauende strategische Planung, die Ressourcen schont und Flexibilit&#xE4;t schafft, um auf neue Kundenbed&#xFC;rfnisse reagieren zu k&#xF6;nnen.&#xA0;</li>
<li>Und schlie&#xDF;lich das Verst&#xE4;ndnis beziehungsweise die &#xDC;berzeugung, dass sich gerade in Krisenzeiten Investitionen in die eigene Organisation noch viel st&#xE4;rker auszahlen werden als in den &#x201E;einfachen Zeiten&#x201C;.</li>
</ol>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Diejenigen Organisationen, die in der Lage sind, Kunden- bezieungsweise Marktbed&#xFC;rfnisse systematisch zu verstehen, k&#xF6;nnen auch deren Weiterentwicklung antizipieren und nachhaltig erfolgreiche L&#xF6;sungen schaffen.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4> </h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Chancen gibt es auf jeden Fall. Und viele Startups glauben zurecht daran: Etwa, weil sie darauf vertrauen, f&#xFC;r ver&#xE4;nderte Marktbedingungen und neue Fragestellungen die besser passenden Antworten zu haben. Und weil sie aufgrund ihrer organisatorischen Beschaffenheit und vielleicht auch aufgrund Ihrer besonderen Teamzusammensetzung besser und schneller darauf reagieren k&#xF6;nnen. Eben weil sie in der Lage sind, bestimmte F&#xE4;higkeiten wie Flexibilit&#xE4;t, Kundenorientierung und unternehmerisches Risiko als Wettbewerbsvorteile zu entwickeln.</p>
<p><strong><em>Werden bestimmte Organisationen oder Branchen profitieren, wenn bzw. falls diese Krisen irgendwann vorbei sind?</em></strong></p>
<p>Krisen sind ja quasi die Wegweiser f&#xFC;r die neue &#x201E;Normalit&#xE4;t&#x201C;. Die heute ben&#xF6;tigte Schonung von Ressourcen, insbesondere Energie, das Sicherstellen funktionierender, weil flexibler Lieferketten oder die Digitalisierung analoger Prozesse sind ja keine tempor&#xE4;ren Ph&#xE4;nomene. Die vergangenen und gegenw&#xE4;rtigen Krisen haben &#x201E;lediglich&#x201C; das Brennglas auf die dahinterliegenden Herausforderungen und Potenziale gelegt. Dieser verst&#xE4;rkende Effekt setzt sich dann auch beim Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen fort. Diejenigen, die in der Lage sind, Kunden- beziehungsweise Marktbed&#xFC;rfnisse systematisch zu verstehen, k&#xF6;nnen auch deren Weiterentwicklung antizipieren und nachhaltig erfolgreiche L&#xF6;sungen schaffen.</p>
<p><em><strong>Thomas, sch&#xF6;nen Dank f&#xFC;r die detaillierte Einblicke in die besonderen Herausforderungen bei Startups gegeben hast. Wir nehmen mit: Viele Startups wissen geradezu, dass sie eigentlich keine Chance auf&#xA0; Erfolg haben &#x2013; und gleichzeitig nutzen sie in unsicheren Zeiten ihre Agilit&#xE4;t und Anpassungsf&#xE4;higkeit als Wettbewerbsvorteil, um schneller als andere auf ver&#xE4;nderte Marktgegebenheiten zu reagieren&#x2026;</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p>												<img width="500" height="500" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_07_Dr._Thomas_Mack.jpeg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Dr. Thomas Mack | Head of Scouting &amp; Advisory bei German Accelerator &#x2013;  Experte f&#xFC;r Aufbau und Skalierung innovativer Startups und Gesch&#xE4;ftsmodelle" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_07_Dr._Thomas_Mack.jpeg 500w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_07_Dr._Thomas_Mack-300x300.jpeg 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_07_Dr._Thomas_Mack-150x150.jpeg 150w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_07_Dr._Thomas_Mack-285x285.jpeg 285w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px"><br>
					<a href="https://www.linkedin.com/in/dr-thomas-mack/?ref=staffboard.com" target="_blank" rel="noopener"><br>
						Linkedin<br>
											</a><br>
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											</a></p>
<p><em><strong>Dr. Thomas Macks Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Unternehmensstrategie</li>
<li>Serial (Digital/Tech) Entrepreneur</li>
<li>Aufbau &amp; Skalierung innovativer Gesch&#xE4;ftsmodelle / Startups</li>
<li>(Corporate) Entrepreneurship</li>
<li>Innovation Management &amp; (Corporate) Innovation</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Ich hei&#xDF;e Thomas Mack. Meine Passion sind die Entwicklung und Skalierung von innovativen Gesch&#xE4;ftsmodellen. Dabei begeistert mich jeden Tag aufs Neue, dass mit &#x201E;Entrepreneurial Ownership&#x201C; und dem &#x201E;richtigen Team&#x201C; quasi nichts unm&#xF6;glich ist. Ich konnte das aus den verschiedensten Perspektiven miterleben, z.B. als Startup Gr&#xFC;nder, als selbst&#xE4;ndiger Consultant f&#xFC;r innovative Mittelst&#xE4;ndler und Gro&#xDF;unternehmen oder w&#xE4;hrend ich einen Company Builder und Inkubator f&#xFC;r eine Strategieberatung aufgebaut habe. Heute habe ich das gro&#xDF;e Gl&#xFC;ck, als Head of Scouting &amp; Advisory des <a href="https://www.germanaccelerator.com/?ref=staffboard.com">German Accelerator</a>, die innovativsten deutschen Startups bei der internationale Skalierung begleiten zu d&#xFC;rfen.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Dr. Michael Egger | erfolgszeiten.at – HR Interim-Manager und HR Consultant, Experte für Employer Branding und "Arbeitgebermarken-Fitness"]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[Graz &#x2013; 29.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-dr-michael-egger-erfolgszeiten-employer-branding-arbeitgebermarken-fitness/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1a9</guid><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterbindung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Attraktiver Arbeitgeber]]></category><category><![CDATA[Employer Branding]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Arbeitgebermarke]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[People &amp; Culture]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Mon, 29 Aug 2022 14:45:51 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_06_Dr_Michael_Egger_erfolgszeiten.at_Header_with-Logo_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_06_Dr_Michael_Egger_erfolgszeiten.at_Header_with-Logo_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Dr. Michael Egger | erfolgszeiten.at &#x2013; HR Interim-Manager und HR Consultant, Experte f&#xFC;r Employer Branding und &quot;Arbeitgebermarken-Fitness&quot;"><p><em><strong>[Graz &#x2013; 29.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Dr. Michael Egger, selbst&#xE4;ndiger HR Consultant und HR Interim-Manager. Als Experte steht er vor allem f&#xFC;r Employer Branding und &#x201C;Arbeitgebermarken-Fitness&#x201D;.&#xA0;</strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Um als Unternehmen die Krisen der n&#xE4;chsten Zeit zu &#xFC;berstehen, wird es notwendig sein, HR nicht als Verwaltungseinheit zu sehen, sondern als Partner der Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung, die bei allen Entscheidungen mit eingebunden werden sollte.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#06) &#x2026; heute mit: Dr. Michael Egger</strong><b> | <a href="http://www.erfolgszeiten.at/?ref=staffboard.com">erfolgszeiten.at</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:&#xA0;<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint. <br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Michael, Du bist seit vielen Jahren als Interim-Manager und selbst&#xE4;ndiger Berater im HR-Bereich unterwegs, speziell f&#xFC;r Employer Branding &amp; &#x201C;Arbeitgebermarken-Fitness&#x201D; und hast dabei zahlreiche Organisationen begleitet. </em></strong><strong><em>Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das bei Euch bzw. bei den von Dir beratenen Organisationen erlebt? Und wie seid Ihr dort damit umgegangen?&#xA0;&#xA0;</em></strong></p>
<p>Dr. Michael Egger: Ich denke, dass eine der wichtigsten Erkenntnisse daraus schlichtweg erst einmal Akzeptanz ist. Viele Unternehmen machen weiter wie bisher, obwohl sie wissen m&#xFC;ssten, dringend etwas zu ver&#xE4;ndern. Allein durch den demographischen Wandel wird es eben nicht mehr weitergehen wie bisher. Von den gro&#xDF;en Themen New Work, Arbeitszeitmodelle usw. mal ganz abgesehen. </p>
<p>HR muss sich daher laufend ver&#xE4;ndern, nur leider herrscht hier und da noch zu wenig Bereitschaft, vom Reden ins Tun zu kommen. Um als Unternehmen die Krisen der n&#xE4;chsten Zeit zu &#xFC;berstehen, wird es notwendig sein, HR nicht als Verwaltungseinheit zu sehen, sondern als Partner der Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung, die bei allen Entscheidungen mit eingebunden werden sollte. Die Zeiten mit Aufgaben wie <em>&#x201E;Suche mal schnell Mitarbeitende f&#xFC;r morgen&#x201C;</em> sind vorbei. Unternehmen, die in Zukunft kein Homeoffice mehr anbieten, werden es schwerer haben, als andere. Es tut sich dennoch viel im HR-Umfeld, man wird flexibler, dort, wo es geht. Man &#xFC;berlegt sich, wie man Mitarbeitende bindet. Trotz alledem mahlen viele interne M&#xFC;hlen der B&#xFC;rokratie und Prozesse noch sehr langsam.</p>
<p><strong><i>Ja, es gibt durchaus Beharrungswiderst&#xE4;nde in Organisationen. Vielleicht klammern sich manche an das &#x201C;weiter wie bisher&#x201D;, weil es ihnen eine gewisse Sicherheit in der Unsicherheit gibt&#x2026; <br>Aber was<em> denkst Du: Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Die &#x201E;neue Normalit&#xE4;t&#x201C; ist eine von der Politik gepr&#xE4;gte Aussage, die im Zusammenhang mit der Pandemie gebracht wurde. Sie ist schon in sich widerspr&#xFC;chlich, da es immer wieder eine &#x201E;neue&#x201C; Normalit&#xE4;t gibt. Was heute normal ist, kann morgen schon wieder alt sein. Ich erlebte viele HR-Abteilungen, die mal schneller, mal langsamer neue Wege zur Mitarbeitergewinnung und ebenso Bindung suchen. Weil sie es m&#xFC;ssen. Der Druck ist oftmals schon so gro&#xDF;, dass es auch gar nicht anders geht. Wobei es auch andere Unternehmen gibt, die, wenn sie nichts &#xE4;ndern, schlicht mit der Zeit gehen, weil sich zu wenige neue Mitarbeitende bewerben werden oder weil der Mitbewerb schneller im Recruiting und der Aus- und Weiterbildung war.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Der demographische Wandel ist eine Gefahr, gerade f&#xFC;r Unternehmen, die nicht in Ballungszentren angesiedelt sind. Wer da nicht aufpasst, steht als Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung bald alleine da. Sinnbildlich gesprochen.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Siehst Du &#x2013; besonders im Kontext Deiner breiten Erfahrungen und Expertise im HR &#x2013; durch die aktuelle Situation besondere Herausforderungen auf (kleinere) Unternehmen zukommen?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Was die Mitarbeitergewinnung betrifft auf jeden Fall: Wer dein Unternehmen nicht kennt, der wird sich bei dir auch nicht bewerben. Employer Branding ist daher unumg&#xE4;nglich und das Denken &#xFC;ber den reinen geografischen Ortsrand als Einzugsgebiet hinaus mehr als hilfreich, um neue Mitarbeitende zu gewinnen. Auch &#xFC;ber die vermeintlich einheitliche Unternehmenskultur hinaus: Stichwort Diversity.</p>
<p>Viele Unternehmen werden den demographischen Wandel auch verschlafen und dann erschrocken aufwachen. Erschrocken in dem Sinne, dass der Mitarbeitermangel zu Einsparungen bis hin zu Schlie&#xDF;ungen, etwa in der Gastronomie, f&#xFC;hren kann. Employer Branding ist dagegen eine m&#xF6;gliche Antwort. Aber auch Themen wie Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme und die Einstellungen von Quereinsteigenden werden zunehmen. Unsicherheit wird immer bleiben. Aber man kann einiges tun, um zumindest ruhiger zu schlafen.</p>
<p><strong><i><em>Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder findest Du das vielleicht alles etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>Der demographische Wandel ist, gerade f&#xFC;r Unternehmen, die nicht in Ballungszentren angesiedelt sind, eine Gefahr. Wer da nicht aufpasst, steht bald alleine als Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung da. Sinnbildlich gesprochen. Wie auch Unternehmen, die keine Nachfolger und Nachfolgerinnen finden, um diese weiterzuf&#xFC;hren. Es ist bei vielen schon 5 nach 12, was die Personalgewinnung oder die Personalbindung betrifft. Dies erkennt man etwa schon daran, dass &#xD6;ffnungszeiten bei Gesch&#xE4;ften verringert werden, weil kein Personal mehr vorhanden ist, Auftr&#xE4;ge nicht angenommen werden k&#xF6;nnen, usw.</p>
<p>Aktuell herrscht dazu gerade die Diskussion, ob Mehrarbeit, also mehr Stunden Arbeit pro Woche, sinnvoll ist, um dem Fachkr&#xE4;ftemangel entgegenzuwirken. Mehr ist aber nicht gleich mehr. Anwesenheit sagt letztlich nichts &#xFC;ber Leistung aus. Ich kann viel in kurzer Zeit schaffen oder wenig in langer Zeit. Auf der anderen Seite werden wiederum 4-Tage-Wochen stolz eingef&#xFC;hrt. Alleine daran erkennt man schon, wie diffus der Arbeitsmarkt ist und bleiben wird. Manche Branchen sind st&#xE4;rker betroffen als andere.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;HR ist als Ansprechpartner f&#xFC;r Personal verantwortlich und daher auch in Krisen immer die erste Anlaufstelle f&#xFC;r Menschen, aber keine Ressourcen. Ressourcen haben keine Krise, Menschen schon. HR, das sind in Wahrheit People und Culture. Und Menschen wollen geh&#xF6;rt, respektiert und anerkannt werden.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em>Wie erlebst Du als erfahrener HR Interim-Manager und HR Berater das bei Deinen Mandanten: Was macht diese Situation mit den Menschen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>HR ist als Ansprechpartner f&#xFC;r Personal verantwortlich und daher auch in Krisen immer die erste Anlaufstelle f&#xFC;r Menschen, aber keine Ressourcen. Ressourcen haben keine Krise, Menschen schon. HR, das sind in Wahrheit People und Culture. Und Menschen wollen geh&#xF6;rt, respektiert und anerkannt werden. HR, dazu geh&#xF6;rt auch Personalentwicklung und damit F&#xFC;hrung. Noch immer verlassen viel zu viele Menschen ihre F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte aus diversen Gr&#xFC;nden und k&#xFC;ndigen. Oder sie k&#xFC;ndigen aufgrund eines zu niedrigeren Gehaltes und ein Mitbewerber zahlt mehr. Auch dabei ist HR gefordert, dem so gut es geht entgegenzuwirken. Daher ist Bindung mindestens genauso wichtig, wie die Gewinnung von neuen Mitarbeitenden.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Und was ist aus Deiner Perspektive und Erfahrung n&#xF6;tig, um zielgerichtet damit umzugehen?</em></strong></p>
<p>Es braucht &#x201E;Stay Manager&#x201C;, Menschen als Pendant zum &#x201E;Hiring Manager&#x201C;, die daf&#xFC;r sorgen, dass m&#xF6;gliche K&#xFC;ndigungen bereits im Vorfeld nicht ausgesprochen werden m&#xFC;ssen. Es sollten daher keine Jahresgespr&#xE4;che mehr gef&#xFC;hrt werden, sondern wie ich sie nenne Bleibegespr&#xE4;che. Redet mit dem Mitarbeitenden. K&#xFC;ndigen sollte nicht so leicht sein, wenn es vielleicht andere M&#xF6;glichkeiten im Unternehmen g&#xE4;be. Bevor ich mir Gedanken &#xFC;ber New Work mache, wir arbeiten immer wieder neu, sollte ich mir zudem die Basics wie Bitte und Danke und die Unternehmenskultur machen.</p>
<p><strong><em><i>Und wie bewertest Du dabei die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen)? </i>Ergeben sich wom&#xF6;glich auch spezielle Herausforderungen f&#xFC;r diesen Bereich? </em></strong></p>
<p>HR kann eigentlich viel. Wenn man sie l&#xE4;sst, die richtigen Personen auf den richtigen Positionen sitzen und wenn statt &#x201E;Sein und Schein&#x201C; wirkliche Begeisterung zu einem besseren Miteinander f&#xFC;hren. Darunter verstehe ich, dass f&#xFC;r die Menschen im Unternehmen Behauptungen, wie der <em>&#x201E;Mensch steht bei uns im Mittelpunkt&#x201C;</em> auch tats&#xE4;chlich erlebbar sind und damit gelebt werden. Oder wenn es hei&#xDF;t, dass die Belegschaft untereinander per-Du ist, dass dies dann auch wirklich so ist. Sein und Schein sind somit Wortfloskeln, die austauschbar sind und erst, wenn man sie erlebt, aussagekr&#xE4;ftig und damit auch individuell und subjektiv wahrgenommen bewiesen sind. Authentisch w&#xE4;re wohl das bessere Wort in dem Zusammenhang&#x2026;</p>
<p><strong><em>Siehst Du dort zudem besondere Entwicklungen oder gar wichtige &#x201C;Trends&#x201D;, die die Zukunft pr&#xE4;gen oder wom&#xF6;glich ver&#xE4;ndern werden?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Trends gibt es viele. New Work, um einen zu nennen. Es wird zumindest viel dar&#xFC;ber gesprochen. Was bleiben wird, ist der &#xDC;bergang von einer Generation zur n&#xE4;chsten, die es eben anders machen wird. Die andere Arbeitszeitmodelle pr&#xE4;ferieren wird. Die die Leistung vor der Anwesenheit im B&#xFC;ro stellen wird. Anwesenheit vor Ort wird wichtig bleiben, aber es wird noch flexibler werden.</p>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in den Organisationen, die Du begleitest? Hat sich das in den letzten Jahren in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert?&#xA0;</em></strong></p>
<p>F&#xFC;hrung spielt nat&#xFC;rlich immer eine wichtige Rolle. Leider werden, was noch immer passiert, Menschen zu F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften, weil sie fachlich &#x201E;die besten Kandidaten oder Kandidatinnen&#x201C; waren. Dabei sind fachliches Know-how und menschliche F&#xFC;hrung etwas anderes. Deshalb, so nehme ich es wahr, werden in Organisationen vermehrt Technical Leads, also fachliche F&#xFC;hrungen neben latenten Mitarbeitenden, also Menschen, die sich selbst in einem gewissen Masse f&#xFC;hren, eingesetzt und geschult.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Ohne Digitalisierung k&#xF6;nnte HR keine Krise mehr meistern. [&#x2026;] Digitalisierung hilft HR-Prozessen ungemein, gerade bei allen Prozessen, die automatisiert werden k&#xF6;nnen. Von der Einladung zu einem Vorstellungsgespr&#xE4;ch mit ein paar Klicks bis hin zu einem Absagemanagement.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Wie k&#xF6;nnen (kleinere) Unternehmen weiterhin handlungsf&#xE4;hig bleiben? Und welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen sie, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Eine der wichtigsten Kompetenzen im HR-Kontext ist sicherlich Geschwindigkeit. Entscheidungen dauern durch interne Prozesse nicht selten noch zu lange. Ebenso k&#xF6;nnte man Prozesse generell verschlanken, um gerade in Krisensituationen Ressourcen effektiv einzusetzen. Entscheidend sind zudem immer die Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung und Leuchtt&#xFC;rme. Menschen, die meinen, dass das Glas halb voll und nicht halb leer ist. Menschen, die positiv denken und resilient sind. Ich kann beispielsweise jammern, dass ich keine Mitarbeitenden finde oder ich kann mir L&#xF6;sungen suchen, wie ich damit umgehe. Oftmals bekommt man in Unternehmen dabei einen Tunnelblick. Da kann dann der Blick von au&#xDF;en, etwa branchen&#xFC;bergreifend oder vielleicht sogar aus einer anderen Disziplin helfen, L&#xF6;sungen zu finden. Gut, da kam jetzt der Geisteswissenschaftler in mir durch&#x2026;</p>
<p><strong><em>Im Rahmen Deiner pers&#xF6;nlichen Weiterbildung bist Du auch &#x201E;Certified Digital Consultant (Digitalisierung, Gesch&#xE4;ftsmodelle, Prozesse)&#x201C;. Welche Rolle kann Digitalisierung spielen, um Antworten in der Krise zu finden und bieten </em></strong><strong><em>digitale HR-L&#xF6;sungen einen Mehrwert? </em></strong></p>
<p>Ohne Digitalisierung k&#xF6;nnte HR keine Krise mehr meistern. Au&#xDF;er Brieftauben werden zum neuen Trend. Digitalisierung hilft HR-Prozessen ungemein, gerade bei allen Prozessen, die automatisiert werden k&#xF6;nnen. Von der Einladung zu einem Vorstellungsgespr&#xE4;ch mit ein paar Klicks bis hin zu einem Absagemanagement. Von Vorteil ist auch, alles digital auf einem Blick zu haben. Zahlen sind das neue digitale Gold. In der HR ebenso. Seien es Auswertungen oder Statistiken einer time to hire. Wichtig ist dabei nur den Menschen hinter den Zahlen nicht zu vergessen.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Flexible Organisationen profitieren, eben weil Sie eben flexibel sind. Flexibel in der Auswahl des Personals, des Arbeitsortes (Homeoffice) und auch der internen Prozesse. Au&#xDF;erdem sind sie auch schneller in Entscheidungen.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4> </h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Die Krise als Chance? Ja, es gibt Chancen. Zun&#xE4;chst einmal, sich und seine Prozesse zu reflektieren. Im HR-Kontext nachzuschauen, ob das, was wir tun, auch morgen noch aktuell ist. Zudem vergeht jede Krise einmal. Damit hat man Zeit, sich auf danach vorzubereiten. Manche werden auch zum Krisengewinner, weil sie eben nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern vorausschauend agieren.</p>
<p><strong><em>Werden bestimmte Organisationen oder Branchen profitieren, wenn bzw. falls diese Krisen irgendwann vorbei sind?</em></strong></p>
<p>Flexible Organisationen profitieren, eben weil Sie eben flexibel sind. Flexibel in der Personalauswahl, des Arbeitsortes (Homeoffice) und auch der internen Prozesse. Flexible Unternehmen sind auch schneller in Entscheidungen. Branchen, die profitieren sind etwa Dienstleister, da sie sich rasch auf Neues einstellen k&#xF6;nnen. Chancen gibt es wie erw&#xE4;hnt immer, allerdings braucht man dazu auch den Mut zur Ver&#xE4;nderung. Wer in Krisen weitermacht wie bisher, wird nach der Krise von anderen wom&#xF6;glich &#xFC;berholt, weil andere eben schneller reagieren. Das war aber immer schon so und wird wohl auch so bleiben.</p>
<p><em><strong>Besten Dank, Michael, f&#xFC;r Deine Einblicke und Erfahrungen im Rahmen Deiner T&#xE4;tigkeiten als Consultant und Interim Manager im HR. Du hast zahlreiche spannende und wichtige Aspekte eingebracht, etwa die Rolle des &#x201E;Stay Manager&#x201C; oder die herausragende Bedeutung des Employer Branding, wenn es um die Frage geht, wie man sich als attraktiven Arbeitgeber&#xA0; am Markt positionieren kann.&#xA0;</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p>												<img width="940" height="935" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small-1024x1019.jpg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Dr. Michael Egger | erfolgszeiten.at &#x2013; HR Interim-Manager und HR Consultant, Experte f&#xFC;r Employer Branding und &quot;Arbeitgebermarken-Fitness&quot;" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small-1024x1019.jpg 1024w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small-300x298.jpg 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small-150x150.jpg 150w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small-768x764.jpg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small-285x284.jpg 285w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small-1000x995.jpg 1000w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small-905x900.jpg 905w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_06_Dr._Michael_Egger_small.jpg 1365w" sizes="(max-width: 940px) 100vw, 940px"><br>
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<p><em><strong>Dr. Michael Eggers Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Unternehmensstrategie</li>
<li>HR Strategie</li>
<li>Employer Branding und Arbeitgebermarken</li>
<li>Organisationsentwicklung</li>
<li>Unternehmenskultur &amp; Werte</li>
<li>Gestaltung von Ver&#xE4;nderungsprozessen / Wandel / Change Management</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Ich bin Michael Egger, seit 2016 selbstst&#xE4;ndiger Berater (<a href="http://www.erfolgszeiten.at/?ref=staffboard.com">www.erfolgszeiten.at</a>), HR-Interim-Manager, Redner und ab und zu Sparring-Partner f&#xFC;r Entscheider und Entscheiderinnen. Meine Schwerpunkte und Themen, bei denen Unternehmen strategisch und operativ unterst&#xFC;tze sind Employer Branding, Recruiting, Mitarbeiterbindung, HR-Agenden, Kommunikation und Empfehlungsmanagement. Diese b&#xFC;ndle ich unter dem Begriff der &#x201C;Arbeitgebermarken-Fitness&#x201D; zusammen, dem auch ein eigener, unternehmensweiter Prozess hinterliegt. Berufliche Stationen konnte ich an der Universit&#xE4;t in der Forschung zu Biografien, Unternehmensentwicklungen und Weltwirtschaftskrisen sammeln sowie als HR Business Partner, Manager und Senior Consultant in einer gro&#xDF;en Unternehmensberatung. Zudem bin ich wohl einer der wenigen Berater, der eine Lehre und ein Doktorat sein eigenen nennen kann. Beruflich und privat lebe ich in Graz und glaube seit Jahren, der wahre Besitzer zweier Kater zu sein.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Thorsten Lehmann und Carolin Dannert | Geschäftsführer und Personalleiterin bei Sunny Cars GmbH – Experten für Unternehmens- und HR-Strategie, Werte und Unternehmenskultur]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 26.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022:<br>
&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches)</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-thorsten-lehmann-und-carolin-dannert-unternehmens-und-hr-strategie-werte-kultur/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1aa</guid><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Unternehmenswerte]]></category><category><![CDATA[Attraktiver Arbeitgeber]]></category><category><![CDATA[Employer Branding]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterverwaltung]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[Mitarbeitermotivation]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterbindung]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Fri, 26 Aug 2022 11:45:16 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_05_Thorsten_Lehmann_Carolin_Dannert_Sunny-Cars_Header_with-Logo.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_05_Thorsten_Lehmann_Carolin_Dannert_Sunny-Cars_Header_with-Logo.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Thorsten Lehmann und Carolin Dannert | Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer und Personalleiterin bei Sunny Cars GmbH &#x2013; Experten f&#xFC;r Unternehmens- und HR-Strategie, Werte und Unternehmenskultur"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 26.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022:<br>
&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit zwei Vertretern der M&#xFC;nchner Sunny Cars GmbH. Thorsten Lehmann, Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer, ist Experte f&#xFC;r Unternehmensstrategie und Kundenservice. Carolin Dannert hat die Personalleitung inne und verantwortet Themen rund um HR-Strategie, Organisationsentwicklung sowie Aufbau und Skalierung von HR-Prozessen. Beide eint die Leidenschaft f&#xFC;r eine starke Unternehmenskultur und Werte, woran sie tagt&#xE4;glich arbeiten.</strong></em><em><strong><br>
</strong></em></p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Es ist wichtig, dass wir die Resilienz bei unseren Besch&#xE4;ftigten und bei uns selbst f&#xF6;rdern und st&#xE4;rken. Wir befinden uns bereits in der neuen Normalit&#xE4;t. Eine Vielzahl von existenziellen Krisen wird vor uns liegen. Und wir m&#xFC;ssen in der Lage sein, diesen zu begegnen, ohne Schaden zu nehmen.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen<br>
</strong><strong>(#05) &#x2026; heute mit: Thorsten Lehmann und Carolin Dannert</strong><b> |&#xA0; <a href="https://www.sunnycars.de/?ref=staffboard.com">Sunny Cars GmbH</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung:<br>
Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint.<br>
Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<h4>&#x2026;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Thorsten und Carolin, Sunny Cars wurde 1991 gegr&#xFC;ndet und geh&#xF6;rt seit vielen Jahren zu den gr&#xF6;&#xDF;ten Mietwagenanbietern in Europa. Aber Eure Branche war und ist aktuell keinesfalls einfach. Lasst uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br>
</em></strong><strong><em>Wie habt Ihr das erlebt? Und wie seid Ihr damit umgegangen? Was waren Eure Herangehensweisen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: Einer unserer Leitwerte lautet: <em>&#x201E;Vertrauen ist die Grundlage unserer Beziehung&#x201C;</em>. Auf dieser Grundlage, die wir bereits vor langer Zeit geschaffen haben, konnten wir aufbauen. Denn Vertrauen in jeder Hinsicht war und ist im Unternehmen, bei den Mitarbeitenden, vorhanden. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 haben wir gesp&#xFC;rt, dass die Unsicherheit bei den Besch&#xE4;ftigten immer mehr zunahm. Niemand wusste eine Antwort auf die Frage, wie es weitergeht und wie lange diese Krise dauern k&#xF6;nnte. Eine glaubw&#xFC;rdige und st&#xE4;ndige Kommunikation war f&#xFC;r uns essenziell, um innerhalb der Belegschaft f&#xFC;r &#x201E;Beruhigung&#x201C; zu sorgen und das Vertrauen zu st&#xE4;rken. Wir haben jederzeit ehrlich und transparent kommuniziert, was wir in der Lage sein werden zu schaffen. Auch haben wir tiefe Einblicke in unsere finanzielle Situation gew&#xE4;hrt. Diese haben wir regelm&#xE4;&#xDF;ig kommuniziert und so Auskunft zur aktuellen Lage gegeben. Das haben wir schriftlich getan und auch im Rahmen von Townhall-Video-Conferencen. Dabei konnten wir auch recht entspannt sein, denn wir haben vor der Pandemie, w&#xE4;hrend der &#x201E;guten Jahre&#x201C; daf&#xFC;r gesorgt, dass wir ein ordentliches finanzielles Polster aufbauen konnten, welches langfristig und jederzeit unsere Unabh&#xE4;ngigkeit garantieren soll.</p>
<p><strong><i>Das klingt ziemlich vorausschauend, wie Ihr das bei Euch antizipiert habt. W<em>as denkst Du: Geht das jetzt einfach immer so weiter, also eine Krise und Herausforderung folgt der n&#xE4;chsten? Ist das nun die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: W&#xE4;hrend wir in den fr&#xFC;heren Jahren uns jeweils mit einer einzigen Krise auseinandersetzen mussten, alles unter Kontrolle gebracht und diese bew&#xE4;ltig haben, leben wir heute in einer Zeit, in der wir es mit einer Vielzahl an Krisen, unterschiedlichster Art, zur gleichen Zeit zu tun haben. Alles ist in Bewegung. Vieles ver&#xE4;ndert sich. Mit Blick auf die Zukunft, davon gehen wir zumindest aus, wird sich dieser Zustand fortsetzen. Es werden m&#xF6;gliche Krisen auf uns zukommen, deren Entstehen oder Auswirkung wir heute noch nicht kennen. Wichtig wird sein, dass wir unsererseits Handlungen vollziehen, welche uns in die Lage versetzen, derlei unvorhergesehene Krisen fr&#xFC;hzeitig zu erkennen und in der Folge zu &#xFC;berstehen. Einige zu ergreifende Ma&#xDF;nahmen k&#xF6;nnen zu Einschnitten f&#xFC;hren, welche unseren Lebensstandard beeintr&#xE4;chtigen werden. Das mag uns nicht gefallen, deshalb ist es wichtig, dass wir die Resilienz bei unseren Mitarbeitern und bei uns selbst f&#xF6;rdern und st&#xE4;rken. Wir befinden uns bereits in der neuen Normalit&#xE4;t. Eine Vielzahl von existenziellen Krisen wird vor uns liegen. Und wir m&#xFC;ssen in der Lage sein, diesen zu begegnen, ohne Schaden zu nehmen.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Kleine Unternehmen ohne ausreichend Kapital&#xA0;m&#xFC;ssen auf Krisen schnell reagieren und Entscheidungen treffen, die das &#xDC;berleben kurzfristig sichern k&#xF6;nnen. Langfristig k&#xF6;nnen solche Entscheidungen jedoch zu Problemen f&#xFC;hren, welche die Organisation in ihrem Bestand gef&#xE4;hrden.</em><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<h4>&#x2026;</h4>
<p><strong><em><i>Welche Herausforderungen seht Ihr durch die aktuelle Situation auf (kleinere) Unternehmen zukommen, besonders im Kontext Eurer unternehmerischen Erfahrungen und Expertise?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: Die gr&#xF6;&#xDF;te Herausforderung sehe ich darin, dass kleinere Unternehmen und Organisationen nicht &#xFC;ber ausreichend finanzielle Mittel verf&#xFC;gen, weshalb sie auf Krisen vielleicht schnell reagieren m&#xFC;ssen. Dabei treffen sie Entscheidungen, die das &#xDC;berleben kurzfristig sichern k&#xF6;nnen. Langfristig k&#xF6;nnen solche Entscheidungen jedoch zu Problemen f&#xFC;hren, welche die Organisation in ihrem Bestand gef&#xE4;hrden.&#xA0;</p>
<p><strong><i><em>Warum ist das &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend?&#xA0;</em></i></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: Ohne Moos nichts los. Gerade bei kleineren Unternehmen und Organisationen ist eine angespannte finanzielle Situation jederzeit existenzbedrohend. Auch eine zu starke Abh&#xE4;ngigkeit zu Investoren oder Banken ist dabei m&#xF6;glichst zu vermeiden. Niemand wei&#xDF;, wie sie in schwierigen Zeiten reagieren.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;HR &#xFC;bernimmt in diesen Zeiten unterschiedliche Rollen: Sparringspartner der Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung und F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte. Begleiter von Prozessen und auch Impulsgeber f&#xFC;r m&#xF6;gliche Neuerungen.<br>
Dabei muss </em></strong><strong><em>HR muss in diesen Zeiten organisatorisch und technisch gut aufgestellt sein. Muss erst etwas noch &#x201E;in Angriff&#x201C; genommen werden, wird wertvolle Zeit verloren.</em><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<h4>&#x2026;</h4>
<p><strong><em>Was macht diese Situation mit den Menschen? Und welche Effekte erwartet Ihr f&#xFC;r F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte und Mitarbeitende in (kleineren) Unternehmen/Organisationen?</em></strong></p>
<p>Carolin Dannert: Es wird unterschiedliche Reaktionen geben. Die einen machen weiter wie bisher. Die anderen werden sehr besorgt sein und ihr Tun und Handeln sehr stark an den Informationen ausrichten, die sie in den Nachrichten, Medien und so weiter erhalten.</p>
<p>Die Effekte sind eigentlich bereits sp&#xFC;rbar. F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte sind geforderter, da sie mehr Zeit in Mitarbeiterf&#xFC;hrung investieren m&#xFC;ssen. Mitarbeitende fragen aktiv nach mehr Austausch. Das Gef&#xFC;hl von Sicherheit und wie es konkret im Unternehmen und mit dem eigenen Team weitergeht ist im Fokus. Was die Besetzung offener Positionen angeht ist sp&#xFC;rbar, dass der Arbeitsmarkt sich zu einem Arbeitnehmermarkt gedreht hat. Gute Bewerbende sind schnell vom Markt und man muss als Unternehmen sehr schnell sein, um tolle Mitarbeitende zu finden. Zudem merken wir, dass Bewerbende mehr fordern von den Unternehmen. Work-Life-Balance, Home-Office, Gehalt, Benefits etc. Das Paket muss stimmen, sonst verliert man die Bewerbenden recht schnell wieder. Es schweift auch gerne mal der Blick zu anderen Unternehmen, um seine Wettbewerbsf&#xE4;higkeit in Puncto Mitarbeitersuche einordnen zu k&#xF6;nnen. Was bieten diese im Vergleich zu uns und so weiter.</p>
<p><strong><em>Spannend, wie vielschichtig Ihr das Thema betrachtet. Und was genau ist n&#xF6;tig oder hilfreich, um zielgerichtet damit umzugehen?</em></strong></p>
<p>Carolin Dannert: Um mit dieser Situation besser umzugehen, braucht es zun&#xE4;chst klare Grenzen und auch Abgrenzung zu anderen Unternehmen. Man muss nicht jeden Trend und jede Gehaltsvorstellung mitgehen. Wichtig ist, dass man das eigene Unternehmen sieht und die Dinge umsetzt, die richtig sind und nicht einfach nur das tut, was andere auch machen.</p>
<p>Hinsichtlich der herausfordernden Zeiten f&#xFC;r F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte und Mitarbeitende braucht es offene T&#xFC;ren und Zeit, die man sich dann einfach nehmen muss. Eine gewisse Zugewandtheit, Mitarbeitende abholen, wo das Unternehmen steht und Transparenz, um ein Gef&#xFC;hl von Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln, um vielleicht mal einige besonders wichtige Punkte zu nennen.&#xA0;</p>
<p><strong><i><em>Wie ist dabei die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen) zu bewerten?&#xA0;<br>
</em></i></strong></p>
<p>Carolin Dannert: HR &#xFC;bernimmt in diesen Zeiten unterschiedliche Rollen. Sparringspartner der Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung und F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte. Begleiter von Prozessen und auch Impulsgeber f&#xFC;r m&#xF6;gliche Neuerungen. HR muss in diesen Zeiten organisatorisch und technisch gut aufgestellt sein. Muss erst etwas noch &#x201E;in Angriff&#x201C; genommen werden, wird wertvolle Zeit verloren, was sp&#xE4;ter gegebenenfalls seine Spuren hinterl&#xE4;sst. Besonders im Recruiting. Gut aufgestellt sein muss HR aber auch in der Entwicklung seiner F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte und Mitarbeitenden. Durch die geforderte Schnelligkeit in s&#xE4;mtlichen Bereichen ist der Blick in die Zukunft und &#xFC;ber den Tellerrand unumg&#xE4;nglich.</p>
<p><strong><i><em>Was kann &#x2013; oder sogar: muss &#x2013; HR tun, um hier bewusst gegenzusteuern? Habt Ihr konkrete Handlungsempfehlungen f&#xFC;r Entscheider und HR Gestalter? </em></i></strong></p>
<p>Carolin Dannert: Hat ein Unternehmen noch keine HR-Software oder System, welches beim Recruiting unterst&#xFC;tzt, ist dies dringend zu empfehlen. Es beschleunigt Prozesse und spart wertvolle Zeit. Zudem sollten getroffene HR-Entscheidungen zur Identit&#xE4;t des Unternehmens passen und nicht einfach nur einem Trend folgen. Um die Wettbewerbsf&#xE4;higkeit kleinerer und mittlerer Unternehmen um die besten Talente zu erhalten, sollten Unternehmen &#x2013; wie schon gesagt &#x2013; klare Grenzen setzen was die Geh&#xE4;lter ihrer offenen Positionen betrifft und nicht jeder Vorstellung von Bewerbenden folgen.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Stichwort &#x201C;Trend&#x201D;:&#xA0; Seht Ihr besondere Entwicklungen, die die Zukunft pr&#xE4;gen oder wom&#xF6;glich ver&#xE4;ndern werden? </em></strong></p>
<p>Carolin Dannert: Ohne Home-Office wird es nicht mehr gehen. Aufgrund die Pandemie ist das von vielen ein liebgewonnenes &#x201E;Benefit&#x201C;, auf das in Zukunft niemand mehr verzichten m&#xF6;chte. Weder bei bestehenden Mitarbeitenden noch bei Bewerbenden. Durch Home-Office und das Angebot, teilweise auch bestimmte Jobs komplett remote t&#xE4;tigen zu k&#xF6;nnen, konkurriert man im &#x201E;War of Talents&#x201C; nicht mehr nur mit den Unternehmen der Stadt, in der man fr&#xFC;her die Position &#xF6;rtlich besetzt h&#xE4;tte, sondern nun national oder gar international. In ein paar Jahren werden wir, sofern m&#xF6;glich, Talente aus aller Welt &#x201E;zu uns holen&#x201C; und nicht mehr nur aus der n&#xE4;heren Umgebung.</p>
<p><strong><em>Und welche neuen Herausforderungen ergeben sich damit f&#xFC;r den Bereich HR? </em></strong></p>
<p>Carolin Dannert: HR sollte gut gewappnet sein. Auch was das eigene Team betrifft. Personalentwicklung und Recruiting wird einen gro&#xDF;en Teil der Zeit in Anspruch nehmen. Stellenbeschreibungen m&#xFC;ssen ausf&#xFC;hrlich sein. Alles was dort nicht zu finden ist, soll auf der Karriereseite nachgelesen werden k&#xF6;nnen. Zudem ist eine gute Pr&#xE4;senz des Unternehmens wichtig, um Bewerbende f&#xFC;r sich zu gewinnen. Denn diese sind durch die Pandemie sehr anspruchsvoll geworden was Informationsfluss und Kommunikation mit dem Unternehmen betrifft, f&#xFC;r welches sie sich interessieren. Hakt es an einer Stelle oder ist man zu langsam, so ist man raus. Bei Sunny Cars sind wir diesbez&#xFC;glich gut aufgestellt. So haben wir zu Beginn des Recruitings unsere Karriereseite aktualisiert und noch attraktiver gestaltet. Ein FAQ zu h&#xE4;ufig gestellten Fragen ist derzeit noch in Arbeit und wird bald online gehen. Unsere Hiring-Manager wissen alle darum, dass Schnelligkeit und Transparenz gefordert ist und ziehen mit. So k&#xF6;nnen wir Bewerbenden binnen 24 Stunden eine R&#xFC;ckmeldung zu ihrer Bewerbung geben.</p>
<p><strong><em>Lasst uns noch &#xFC;ber das Thema Leadership sprechen: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation? Inwieweit hat sich das bei Euch in den letzten Jahren in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Carolin Dannert: Leadership ist auch vor der Corona-Pandemie schon ein wichtiges Thema bei Sunny Cars gewesen. W&#xE4;hrend der Pandemie haben die F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte unterschiedlichste Herausforderungen bew&#xE4;ltigen m&#xFC;ssen. Nicht nur hinsichtlich des Gesch&#xE4;ftsbereiches f&#xFC;r welchen sie Verantwortung tragen, sondern auch in der Kommunikation mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen. Diese Nachfrage nach Austausch, zum Beispiel Fragen wie <em>&#x201E;Wo stehe ich gerade?&#x201C;</em> oder <em>&#x201E;Wie geht es weiter?&#x201C; oder </em><em>&#x201E;Welche Pl&#xE4;ne haben wir?&#x201C;</em> sind heute fester Bestandteil regelm&#xE4;&#xDF;iger Personal- und Feedbackgespr&#xE4;che. Auch unsere Gesch&#xE4;ftsleitung zeigt in regelm&#xE4;&#xDF;igen Gesch&#xE4;ftsleitungsrunden, zu den alle Mitarbeitenden eingeladen werden, wo das Unternehmen steht, welche Meilensteine als n&#xE4;chstes folgen und beantwortet damit verbundene Fragen.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Unternehmer m&#xFC;ssen darauf achten, die richtigen Personen und Pers&#xF6;nlichkeiten einzustellen. Dabei steht die Doing-Mentalit&#xE4;t absolut im Vordergrund, die jedoch gut und zielorientiert orchestriert werden muss, ohne dass die Kreativit&#xE4;t der handelnden Personen darunter leidet. Sonst droht Chaos.</em><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<h4>&#x2026;</h4>
<p><strong><em>Wie k&#xF6;nnen (kleinere) Unternehmen/Organisationen weiterhin handlungsf&#xE4;hig bleiben?<br>
Habt Ihr eventuell konkrete Handlungsanweisungen oder gar &#x201E;Sofortma&#xDF;nahmen&#x201C;?</em></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: Insgesamt braucht es klare Vorgaben und Visionen von den Inhabern beziehungsweise Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrern der Unternehmung. Das hei&#xDF;t: Themenfelder m&#xFC;ssen klar benannt werden. Verantwortliche daf&#xFC;r definiert werden. Vermieden werden sollten unklare Zust&#xE4;ndigkeiten, Politik, Machtk&#xE4;mpfe. Fokus auf Digitalisierung bei gleichzeitiger Prozess-Optimierung und Automatisierung sind dabei sehr wichtige Erfolgsfaktoren.</p>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: Definieren wir &#x201E;Mindset&#x201C; einfach mit &#x201E;Haltung&#x201C; dann m&#xFC;ssen Unternehmer*innen darauf achten, die richtigen Personen beziehungsweise Pers&#xF6;nlichkeiten einzustellen. Dabei steht die Doing-Mentalit&#xE4;t absolut im Vordergrund, die jedoch gut und zielorientiert orchestriert werden muss, ohne dass die Kreativit&#xE4;t der handelnden Personen darunter leidet. Sonst droht Chaos. Au&#xDF;erdem ist es wichtig f&#xFC;r die Unternehmung, transparent und regelm&#xE4;&#xDF;ig den aktuellen Status und die Fortschritte zu kommunizieren. Es geht nicht darum, Sicherheit zu schaffen. Denn, nichts ist sicher. Aber die Unternehmung muss darauf achten, keine &#x201E;&#xC4;ngste&#x201C; entstehen zu lassen, welche die Mitarbeitenden l&#xE4;hmt, weil sie sich mit anderen Dingen besch&#xE4;ftigen m&#xFC;ssen.</p>
<p><strong><em>Welche Rolle kann Digitalisierung spielen, um Antworten in der Krise zu finden? </em></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: Digitale Hilfsmittel und Tools k&#xF6;nnen im Tagesgesch&#xE4;ft helfen. Dabei geht es zum Beispiel um Automatisierung oder Prozessoptimierung. Aber sie sind nicht die alleinige L&#xF6;sung bei der Bew&#xE4;ltigung unserer Herausforderungen. Denn ein Tool wird ja nicht deine Arbeit erledigen. Es kann dir aber bei der Umsetzung helfen. Die Informationen beziehungsweise der Content muss ja trotzdem selbst erarbeitet werden. Wenn das qualitativ schlecht ist oder du eine falsche Strategie verfolgst, dann rettet dich auch das Tool nicht.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Die Krisen r&#xFC;tteln wach und schaffen Aufmerksamkeit. Dauerhaft. Ich w&#xFC;rde behaupten wollen, dass sie Kreativit&#xE4;t f&#xF6;rdern und wir Dinge neu denken und handeln.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4>&#x2026;</h4>
<p><strong><em>Lasst uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertet Ihr das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: Ja, in diesen Krisen liegen Chancen. Es werden Dinge vorangetrieben, die vielleicht l&#xE4;nger gedauert h&#xE4;tten. Das wird deutlich im Zusammenhang mit einer m&#xF6;glichen Gas-Knappheit und dem damit verbundenen Ausbau regenerativer Energien. Auch wir sind in vielerlei Hinsicht effizienter und besser geworden. Die Krisen r&#xFC;tteln wach und schaffen Aufmerksamkeit. Dauerhaft. Ich w&#xFC;rde behaupten wollen, dass sie Kreativit&#xE4;t f&#xF6;rdern und wir Dinge neu denken und handeln.</p>
<p><strong><em>Werden bestimmte Organisationen oder Branchen profitieren, wenn bzw. falls diese Krisen irgendwann vorbei sind und wieder so etwas wie eine Art &#x201E;Normalit&#xE4;t&#x201C; einkehrt?</em></strong></p>
<p>Thorsten Lehmann: Schwer zu sagen, in welche Richtung sich alles bewegen wird. Es wird einige Branchen geben, die zu den Verlieren geh&#xF6;ren. Unter anderem die Reiseindustrie, wegen fehlender Nachhaltigkeit. Gewinner d&#xFC;rften Firmen sein, die regenerative Energien f&#xF6;rdern und ausbauen. Aber Verlierer werden viele Menschen sein, die sich diese Ver&#xE4;nderungen nicht leisten k&#xF6;nnen oder wollen. Oder sich gegen Ver&#xE4;nderungen stellen. Gewinner wiederum wird unsere Umwelt sein. Zumindest in unseren Breitengraden. Denn weniger von allem bedeutet auch weniger Ressourcen-Aufwand. Und dazu wird es kommen.</p>
<p><em><strong>Danke Carolin und Thorsten, f&#xFC;r Eure vielschichtigen Perspektiven, Einblicke und Erfahrungen beim Navigieren durch diese turbulenten Zeiten. Beeindruckend, wie Ihr Euch &#x2013; gerade bei strategischen Fragestellungen im HR sowie im Bereich Recruiting und Bewerbermanagement &#x2013; im Detail mit der Frage befasst habt, wie Ihr Sunny Cars als attraktiven Arbeitgeber positionieren k&#xF6;nnt!&#xA0;</strong></em></p>
<h4>Informationen zu den Gespr&#xE4;chspartnern</h4>
<p><img width="800" height="800" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_05_Thorsten_Lehmann_Sunny-Cars_small.jpeg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Thorsten Lehmann und Carolin Dannert | Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer und Personalleiterin bei Sunny Cars GmbH &#x2013; Experten f&#xFC;r Unternehmens- und HR-Strategie, Werte und Unternehmenskultur" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_05_Thorsten_Lehmann_Sunny-Cars_small.jpeg 800w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_05_Thorsten_Lehmann_Sunny-Cars_small-300x300.jpeg 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_05_Thorsten_Lehmann_Sunny-Cars_small-150x150.jpeg 150w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_05_Thorsten_Lehmann_Sunny-Cars_small-768x768.jpeg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_05_Thorsten_Lehmann_Sunny-Cars_small-285x285.jpeg 285w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px"><br>
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<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unsere heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Ich bin <b>Thorsten Lehmann</b>, gut ausgebildeter Hotelfachmann, Food-besessen und absoluter &#x201E;Service-Junkie&#x201C;. Ich liebe was ich tue und tue was ich liebe. Im Wesentlichen hei&#xDF;t das: Menschen gl&#xFC;cklich machen. Und wenn das Gl&#xFC;ck auch nur darin besteht, auf einem Niveau der absoluten Zufriedenheit Menschen mit einem Mietwagen durch die Welt zu schicken. Daf&#xFC;r steht auch <a href="https://www.sunnycars.de/?ref=staffboard.com">Sunny Cars</a>, ein inhabergef&#xFC;hrtes Unternehmen, mit dem ich als Minderheitsgesellschafter die Welt erfahren darf.</p>
<p>Ich hei&#xDF;e <strong>Carolin Dannert</strong>, bin leidenschaftliche Personalerin mit sprachlichem und juristischem Studienbackground, f&#xFC;r die ihre Arbeit, wie die Luft zum Atmen einfach zum Leben geh&#xF6;rt. Und das egal wo auf der Welt ich mich gerade befinde. Ich liebe es Menschen dabei zu helfen und ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich stetig entwickeln und in ihrem Job immer besser werden.</p>
<p style="font-weight: 400;"><em>&#x2026;</em></p>
<p><em><strong>Torsten Lehmanns und Carolin Dannerts Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Unternehmensstrategie</li>
<li>Unternehmensf&#xFC;hrung&#xA0;</li>
<li>HR Strategie</li>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung&#xA0;</li>
<li>Organisationsentwicklung</li>
<li>Unternehmenskultur &amp; Werte</li>
<li>Aufbau und Skalierung von HR Prozessen und Organisationsstrukturen</li>
</ul>
<h4>&#x2026;</h4>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Felicia Mundhenke | CEO und Co-Founder bei consalio GmbH – Expertin für die Transformation der Zusammenarbeit von Unternehmen und Beratern]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen/D&#xFC;sseldorf &#x2013; 24.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next?</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/experten-interview-2022-gespraech-mit-felicia-mundhenke-consalio-transformation-der-zusammenarbeit-von-unternehmen-und-beratern/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1ab</guid><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterverwaltung]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[Mitarbeitermotivation]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterbindung]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Wed, 24 Aug 2022 11:45:15 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_04_Felicia_Mundhenke_Header_with-Logo.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_04_Felicia_Mundhenke_Header_with-Logo.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Felicia Mundhenke | CEO und Co-Founder bei consalio GmbH &#x2013; Expertin f&#xFC;r die Transformation der Zusammenarbeit von Unternehmen und Beratern"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen/D&#xFC;sseldorf &#x2013; 24.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Felicia Mundhenke, Gr&#xFC;nderin und CEO von consalio. Sie ist Expertin im Bereich Digitalisierung und SaaS sowie f&#xFC;r die Transformation der Zusammenarbeit von Unternehmen und Beratern.&#xA0;</strong></em><em><strong><br></strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Mich hat beeindruckt, wie viel Innovation und Kreativit&#xE4;t eine Krise hervorbringen kann. [&#x2026;] Ob neue Gesch&#xE4;ftsmodelle, New Work oder neue Technologien &#x2013; es hat einen regelrechten Innovationsschub gegeben. Und das sollte man bei aller &#x201E;crisis fatigue&#x201C; auch mal anerkennen.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#04) &#x2026; heute mit: Felicia Mundhenke</strong><b> | <a href="https://consalio.com/?ref=staffboard.com">consalio GmbH</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung d. Red.:<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint.<br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Felicia, Du bist mitten in der Corona-Pandemie aus Deinem gut dotierten und sicheren Corporate-Job heraus zur Startup-Unternehmerin geworden und hast Dein eigenes Tech-Unternehmen gegr&#xFC;ndet. Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das erlebt? Und wie bist Du bzw. seid Ihr damit umgegangen? Was waren die Herangehensweisen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Felicia Mundhenke: In der Tat.&#xA0;Ich habe unser Startup consalio, eine Software zur effizienten Steuerung von externen Beratungen, in der Pandemie gegr&#xFC;ndet und musste alles remote aufbauen: Netzwerk und Kontakte zu Kunden, Investoren und Mitarbeitern. Dass man ins kalte Wasser springen muss, war klar, aber in der Tat war es ein regelrechtes st&#xFC;rmisches Eismeer&#x2026; Im Prinzip musste ich f&#xFC;r mein Unternehmen das anwenden, was auch schon f&#xFC;r meine Familie mit 3 Kindern gilt: man muss davon ausgehen, dass sich alle Pl&#xE4;ne &#xE4;ndern und maximal flexibel bleiben und ein gro&#xDF;es Netzwerk aufbauen. Denn am Ende gilt auch f&#xFC;r ein Startup: It takes a village&#x2026;</p>
<p>Was mir pers&#xF6;nlich geholfen hat waren die folgenden Punkte:</p>
<ol>
<li>Ganz klar zu priorisieren. Alles, was nicht &#x201E;mission critical&#x201C; war, wurde ins Backlog gepackt.</li>
<li>In Etappen zu denken. Ich hatte meine gro&#xDF;en Ziele zwar immer vor Augen, wollte aber keine Energie darauf verschwenden, alles bis ins Detail durchzudenken. Daf&#xFC;r gab es einfach zu viele Unbekannte und Variablen. Ich habe lieber kleine Pakete geschn&#xFC;rt und innerhalb eines gesteckten Zeitrahmens vorangetrieben. Auf diese Weise kann man kleine Erfolge feiern und verschwendet nicht viel Zeit auf Dinge, die am Ende ohnehin nicht passieren.</li>
<li>Empathie und Verst&#xE4;ndnis sind in Krisenzeiten wichtiger denn je. Egal ob Mitarbeiter, Kunde oder Investor &#x2013; jede*r musste erstmal selber klarkommen, mit der ganzen Familie im Lock-Down, dem Home Office und der neuen Arbeitsweise. Das ist auf der anderen Seite auch etwas, was uns alle verbunden hat. Man hatte direkt einen gemeinsamen &#x2013; und oft auch sehr pers&#xF6;nlichen &#x2013; Nenner, auch mit neuen Kontakten. Sich dessen bewusst zu sein und auch mal in ungewohntem Umfeld ein pers&#xF6;nliches Wort zu wechseln kann tats&#xE4;chlich T&#xFC;ren &#xF6;ffnen, die sonst verschlossen geblieben w&#xE4;ren.
<p>&#xA0;</p>
</li>
</ol>
<p><em><strong>Das klingt sehr mutig &#x2013; und gleichzeitig ziemlich entschlossen. Schon spannend, wie fokussiert Du vorgegangen bist. Mal ehrlich: Warst Du nicht manchmal &#xFC;ber Dich selbst erstaunt?&#xA0;</strong></em></p>
<p>Das Gr&#xFC;nden eines Software-Startups w&#xE4;hrend der Pandemie, mit drei Kindern und einem sicheren Konzern-Job, erscheint auf den ersten Blick vielleicht gewagt, um nicht zu sagen: verr&#xFC;ckt. Aber das Timing h&#xE4;tte nicht besser sein k&#xF6;nnen. Denn Unternehmen sp&#xFC;ren durch die Krise(n) einen wachsenden Kostendruck und sind gleichzeitig durch die Vielzahl an neuen Regularien, neuen Technologien und permanentem Fachkr&#xE4;ftemangel verst&#xE4;rkt auf den Einsatz von externer, teilweise sehr spezifischer, Expertise angewiesen. All das f&#xFC;hrt dazu, dass der Einsatz von digitalen L&#xF6;sungen f&#xFC;r Kostentransparenz und -Kontrolle von externen Beratungsleistungen relevanter denn je wird.</p>
<p><strong><i>Und w<em>as meinst Du: Geht das jetzt einfach immer so weiter, also eine Krise und Herausforderung folgt der n&#xE4;chsten? Ist das nun die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Ich glaube, wir werden damit leben m&#xFC;ssen, dass wir mit Krisen in unterschiedlichen Ausma&#xDF;en konfrontiert sein werden. Ob Pandemie, Kriege oder durch den Klimawandel verursachte Naturkatastrophen. Wir werden mit dem Wandel und Umbruch in vielen Bereichen umgehen m&#xFC;ssen. Aber wenn wir uns mit unseren Eltern oder Gro&#xDF;eltern unterhalten werden wir feststellen, dass das eigentlich nichts Neues ist. &#xA0;</p>
<p>Mich hat sehr beeindruckt, wie viel Innovation und Kreativit&#xE4;t eine Krise hervorbringen kann. Was fr&#xFC;her undenkbar war, ist heute selbstverst&#xE4;ndlich. Ob neue Gesch&#xE4;ftsmodelle, New Work oder neue Technologien &#x2013; es hat einen regelrechten Innovationsschub gegeben. Und das sollte man bei aller &#x201E;crisis fatigue&#x201C; auch mal anerkennen.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Krisen treffen kleine Unternehmen nat&#xFC;rlich besonders hart. [&#x2026;] Das ist auch mental eine extreme Belastung f&#xFC;r Unternehmer*innen und Mitarbeiter*innen. Somit besteht also nicht nur das finanzielle Risiko des Fortbestands eines Unternehmens, sondern auch das psychisch-mentale Risiko durch Sorgen und &#xC4;ngste.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Welche Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Situation auf (kleinere) Unternehmen zukommen, besonders im Kontext Deiner Erfahrungen und Expertise als Unternehmerin?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Es ist klar:&#xA0;Krisen treffen kleine Unternehmen nat&#xFC;rlich besonders hart. Denn sie haben in der Regel wenig Puffer und die Last ist auf wenige Schultern verteilt. Wenn jemand wegbricht, droht das Kartenhaus einzufallen. Ausgefallene Ums&#xE4;tze, steigende Preise oder Kostenbasis, ungeplante (Langzeit-)Ausf&#xE4;lle bei Personal und Fachkr&#xE4;ften fallen bei kleineren Unternehmen nat&#xFC;rlich st&#xE4;rker ins Gewicht und k&#xF6;nnen nicht so einfach abgefedert werden. All das hat direkte Auswirkungen auf die operative Handlungsf&#xE4;higkeit.</p>
<p>Ich habe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass es in Krisenzeiten schwierig ist, Personal zu finden. Es besteht wenig Wechselbereitschaft und sichere Positionen werden &#x2013; selbst bei Unzufriedenheit &#x2013; nicht verlassen. Die gro&#xDF;en Konzerne bieten hier eine Sicherheit, die ein Startup nicht hat.</p>
<p>Auch f&#xFC;r die Kundenakquise ist eine Krise eine echte Herausforderung. Viele sind zur&#xFC;ckhaltend und abwartend bei neuen Anschaffungen, Projekte werden on hold gesetzt oder Budgets gestrichen. Auf der anderen Seite ergeben sich gerade jetzt f&#xFC;r uns bei consalio neue Chancen, da unsere Software, die zu Kosteneffizienzen, Prozessoptimierung und Reduktion von Beratungskosten beitr&#xE4;gt, enorm an Relevanz gewinnt.&#xA0;</p>
<p><strong><i><em>Die genannten Punkte, speziell die Finanz- und Liquidit&#xE4;tssituation oder die Situation im Vertrieb, sind zweifellos eine Herausforderung. Ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder findest Du das vielleicht alles etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>Nein, denn wo kein Puffer vorhanden ist, droht permanent das Aus. Das ist auch mental eine extreme Belastung f&#xFC;r Unternehmer*innen und Mitarbeiter*innen. Somit besteht also nicht nur das finanzielle Risiko des Fortbestands eines Unternehmens, sondern es kommt auch das psychisch-mentale Risiko hinzu durch Sorgen und &#xC4;ngste &#x2013; was einfach menschlich ist.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Aus meiner Sicht hat HR eine essentielle Rolle beim Navigieren durch Krisen und die Sicherstellung der Zukunftsf&#xE4;higkeit eines Unternehmens.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em>Was macht diese Situation mit den Menschen? Und welche Effekte erwartest Du f&#xFC;r F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte und Mitarbeitende in (kleineren) Unternehmen/Organisationen?</em></strong></p>
<p>F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte m&#xFC;ssen sich bewusst f&#xFC;r eine Strategie entscheiden, wie sie Ihr Unternehmen durch diese Zeiten des Wandels navigieren. Ein klarer Fokus auf die Kernkompetenz, Priorisierung und maximale Kosteneffizienz sind Themen, die gerade bei kleineren Unternehmen das Durchhalteverm&#xF6;gen verl&#xE4;ngern k&#xF6;nnen. Doch neben der wirtschaftlichen Existenzsicherung stehen die Unternehmer*innen vor der Herausforderung, die &#xC4;ngste, Sorgen und Erwartungen der Mitarbeiter*innen abzufangen und damit umzugehen.</p>
<p><strong><em>Und was genau braucht es aus Deiner Sicht, um zielgerichtet damit umzugehen?</em></strong></p>
<p>F&#xFC;r mich sind dabei Empathie, Flexibilit&#xE4;t und Offenheit die gr&#xF6;&#xDF;ten Erfolgsfaktoren, um das Team auf dem Weg mitzunehmen. Der offene Umgang mit schwierigen Situationen und das rechtzeitige &#x201E;Abholen&#x201C; von Besch&#xE4;ftigten helfen dabei, die Motivation und Unterst&#xFC;tzung des Teams zu sichern. Die meisten sch&#xE4;tzen doch den offenen Umgang auf Augenh&#xF6;he und eine ehrliche Aussage wie: <em>&#x201E;Ich wei&#xDF; nicht, wie die Lage in 3 Monaten ist, aber Ihr k&#xF6;nnt Euch sicher sein, dass wir gemeinsam mit dem gesamten Management Team an einer L&#xF6;sung f&#xFC;r das aktuelle Problem xy arbeiten und Euch in 1 Woche das n&#xE4;chste Update geben.&#x201C;</em></p>
<p>Doch Kommunikation ist nicht nur als Einbahnstra&#xDF;e zu verstehen. Zu Beginn der Pandemie hat sich bei vielen Unternehmen gezeigt, dass zum Beispiel Task Forces aus unterschiedlichen Abteilungen neue Regeln oder Arbeitsweisen viel schneller in das Unternehmen filtern k&#xF6;nnen, als die Direktive von oben. So f&#xFC;hlen sich die Mitarbeiter einbezogen, verantwortlich und k&#xF6;nnen an der L&#xF6;sung konkret mitarbeiten.&#xA0;</p>
<p><strong><i><em>Wie bewertest Du dabei die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen)?&#xA0;<br></em></i></strong></p>
<p>Aus meiner Sicht hat HR eine essentielle Rolle beim Navigieren durch Krisen und die Sicherstellung der Zukunftsf&#xE4;higkeit eines Unternehmens. Denn nur wer in der Lage ist, als attraktiver Arbeitgeber auch die besten Talente zu akquirieren, zu halten und zu f&#xF6;rdern, ist &#x201E;fit f&#xFC;r die Zukunft&#x201C;.</p>
<p><strong><i><em>Die Organisation &#x201E;fit f&#xFC;r die Zukunft&#x201C; zu machen ist ein gutes Stichwort. Was kann &#x2013; oder sogar: muss &#x2013; HR tun, um hier bewusst gegenzusteuern? Hast Du konkrete Handlungsempfehlungen f&#xFC;r Entscheider und HR Gestalter? </em></i></strong></p>
<p>Jedes Unternehmen sollte sich eine Strategie &amp; Roadmap f&#xFC;r die folgenden Bereiche definieren:&#xA0;<br>&#x2013; People: Hier vor allem die Themen Talent Sourcing, Aus- und Weiterbildung sowie Succession Planning. Gerade letzteres wird leider von vielen Unternehmen v&#xF6;llig vernachl&#xE4;ssigt.&#xA0;<br>&#x2013; Organisation: Stichwort New Work, also wie wollen wir in Zukunft arbeiten?&#xA0;<br>&#x2013; Und schlie&#xDF;lich Communication: Vor allem in Bezug auf Change Management. Wie kommunizieren wir im Wandel?</p>
<p><strong><em>Vielleicht noch kurz zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation? Findest Du, dass sich das bei Euch seit der Gr&#xFC;ndung in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert hat?&#xA0;</em></strong></p>
<p>In meinem Fall musste ich mein Team wie eingangs schon erw&#xE4;hnt komplett remote aufbauen. Es gab gerade in den Hochphasen der Pandemie kein pers&#xF6;nliches Vor-Ort-Gespr&#xE4;ch, in dem man die Chemie zwischen einander beurteilen konnte. Ich habe alle wichtigen Positionen, inclusive die des Mitgr&#xFC;nders, online rekrutiert. Das war schon eine Herausforderung mein Urteilsverm&#xF6;gen und Bauchgef&#xFC;hl wurden dabei v&#xF6;llig neu trainiert.</p>
<p>Was sich mit Remote Work f&#xFC;r mich als F&#xFC;hrungskraft ver&#xE4;ndert hat, ist die Einstellung zum Thema &#x201E;Kontrolle&#x201C; haben. Vertrauen und Empowerment spielt eine noch gr&#xF6;&#xDF;ere Rolle, da mein Team nicht vor Ort ist. Der Austausch &#xFC;ber Video ist anders als im pers&#xF6;nlichen Gespr&#xE4;ch. Das bedeutet, dass meine Kommunikation noch pr&#xE4;ziser sein muss. Gleichzeitig muss man andere Dinge h&#xF6;ren, deuten, erkennen, die man fr&#xFC;her &#xFC;ber K&#xF6;rpersprache und Reaktion im Raum eingefangen hat. Bei allen Vorteilen von Remote Work ist f&#xFC;r mich jedoch der &#x201E;reality check-in&#x201C; durch ein pers&#xF6;nliches Gespr&#xE4;ch, Mittagessen oder Brainstorming nicht wegzudenken.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Eine Krise zwingt uns dazu, unsere Komfortzone zu verlassen. Wir m&#xFC;ssen mit Unsicherheiten umgehen und Wege einschlagen, die wir vielleicht nie freiwillig betreten h&#xE4;tten.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Wie k&#xF6;nnen (kleinere) Unternehmen/Organisationen weiterhin handlungsf&#xE4;hig bleiben? <br>Gibt es speziell aus Deiner Perspektive eventuell konkrete Handlungsanweisungen oder gar sogenannte &#x201E;Sofortma&#xDF;nahmen&#x201C;? </em></strong></p>
<p>Es gibt keine Alternative zur Digitalisierung. Wer wettbewerbsf&#xE4;hig bleiben will, muss digital fit f&#xFC;r die Zukunft sein.</p>
<p>Ich sehe h&#xE4;ufig bei kleineren Unternehmen die Zweifel, &#x201E;zu klein&#x201C; f&#xFC;r digitale L&#xF6;sungen zu sein. Das Gegenteil ist der Fall! Die gro&#xDF;en Vorteile kleinerer Unternehmen sind doch kurze Entscheidungswege, maximaler Impact und schnelle Ergebnisse. Hier sind Prozesse noch weniger komplex und lassen sich einfacher mit digitalen L&#xF6;sungen abbilden und integrieren.</p>
<p>An unserem Beispiel consalio: Transparenz hilft hier gerade auch kleineren Unternehmen, Kosten bei externen Beratern einzusparen. Gerade weil hier weniger Ressourcen bestehen, m&#xFC;ssen sich diese auf das Wesentliche fokussieren und sollten nicht Zeit mit administrativen Analyse- oder Recherche Aufgaben verbringen. Alles, was meinen Mitarbeitern Zeit spart und Fokus erm&#xF6;glicht, zahlt sich in der Regel sofort aus.</p>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren? Wie zeigt sich das konkret?</em></strong></p>
<p>Eine Krise zwingt uns dazu, unsere Komfortzone zu verlassen. Wir m&#xFC;ssen mit Unsicherheiten umgehen und Wege einschlagen, die wir vielleicht nie freiwillig betreten h&#xE4;tten. Wichtig dabei ist, die Vision im Blick zu haben und sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Das bedeutet auch, sich jeden Tag gegen viele Dinge zu entscheiden. Wer in der Lage ist, schnell Entscheidungen zu treffen &#x2013; auch unbequeme &#x2013; bleibt handlungsf&#xE4;hig, beh&#xE4;lt die Kontrolle und macht Fortschritt.</p>
<p>Ich bin &#xFC;berzeugt, dass erfolgreiche Unternehmer auch in schwierigen Zeiten stets eine optimistische Perspektive behalten. Wer daran glaubt, dass es Wege aus der Krise gibt, wird sie auch finden und kann dabei &#x2013; und das ist das entscheidende &#x2013; auch seine Mitarbeiter und Teams mitnehmen.</p>
<p>Aus der Komfortzone herauszugehen hei&#xDF;t auch, nach Hilfe zu fragen, Netzwerke zu aktivieren und den offenen Austausch zu suchen. Kunden, Gesch&#xE4;ftspartner oder manchmal sogar Wettbewerber k&#xF6;nnen zu wichtigen Sparingspartnern werden und L&#xF6;sungswege aufzeigen, die man vielleicht selber nicht erkannt oder gewagt h&#xE4;tte.</p>
<p><strong><em>Welche Rolle kann Digitalisierung spielen, um Antworten in der Krise zu finden? </em></strong></p>
<p>In Zeiten, in denen es darauf ankommt, jeden unn&#xF6;tigen Ballast abzuwerfen und sich mit den gegebenen Ressourcen auf das Wesentliche zu fokussieren, sind digitale L&#xF6;sungen nicht mehr wegzudenken. Denn alles, was Zeit und Aufwand spart, Transparenz und Struktur in Prozesse verbessert, wird sich positiv auf die Ergebnisse auswirken. Ob effizientere Workflows, weniger manuelle Prozesse oder h&#xF6;here Kostentransparenz und -kontrolle &#x2013; digitale L&#xF6;sungen sind hier essentielle Werkzeuge, um die Mitarbeiter zu unterst&#xFC;tzen und die Organisation zukunftsf&#xE4;hig aufzustellen.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;So hart und dramatisch Krisenzeiten auch sind &#x2013; f&#xFC;r etablierte Unternehmen sind sie auch ein guter Zeitpunkt, um Ballast abzuwerfen und sich neu zu kalibrieren. [&#x2026;] Gleichzeitig gelten in Krisen neue Spielregeln, die f&#xFC;r junge und flexible Unternehmen die Chance bieten, sich in bisher unbesetzten M&#xE4;rkten zu positionieren.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>So hart und dramatisch Krisenzeiten auch sind &#x2013; f&#xFC;r etablierte Unternehmen sind sie auch ein guter Zeitpunkt, um Ballast abzuwerfen und sich neu zu kalibrieren. Transparenz &#xFC;ber die eigenen Prozesse und Kostenquellen kann hier helfen, den Fokus richtig zu setzen, Potenziale zu erkennen und daraufhin die eigenen Abl&#xE4;ufe zu optimieren.</p>
<p><strong><em>Welche Chance(n) siehst Du f&#xFC;r Euch und warum? Wie k&#xF6;nnen junge Unternehmen wie Ihr davon profitieren, wenn bzw. falls diese Krisen irgendwann vorbei sind und wieder so etwas wie eine Art &#x201E;Normalit&#xE4;t&#x201C; einkehrt?</em></strong></p>
<p>In Krisenzeiten gelten neue Spielregeln, die f&#xFC;r junge und flexible Unternehmen die Chance bieten, sich in bisher unbesetzten M&#xE4;rkten zu positionieren. Zum Beispiel haben Pandemie, Klimakrise oder Energiekrise aufgezeigt, wo unsere Schwachstellen sind und wo Handlungsbedarf besteht. Die Anzahl an jungen, dynamischen Startups, die sich zur Mission gemacht haben, hier einen Beitrag zu leisten, ist beeindruckend.</p>
<p><em><strong>Danke liebe Felicia, f&#xFC;r Deine Einblicke und Erfahrungen bei der Gr&#xFC;ndung von consalio. Speziell die Herangehensweisen beim Aufbau Deines Unternehmens &#x2013; remote und mitten in der Pandemie &#x2013; sind gleicherma&#xDF;en interessant und beeindruckend. Mit Sicherheit eine tolle Motivation f&#xFC;r viele weitere Gr&#xFC;nder und nicht zuletzt auch Gr&#xFC;nderinnen!</strong></em></p>
<h4>Informationen zur Gespr&#xE4;chspartnerin</h4>
<p>												<img width="768" height="1024" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_04_Felicia_Mundhenke_consalio-768x1024.jpg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Felicia Mundhenke | CEO und Co-Founder bei consalio GmbH &#x2013; Expertin f&#xFC;r die Transformation der Zusammenarbeit von Unternehmen und Beratern" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_04_Felicia_Mundhenke_consalio-768x1024.jpg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_04_Felicia_Mundhenke_consalio-225x300.jpg 225w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_04_Felicia_Mundhenke_consalio-1152x1536.jpg 1152w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_04_Felicia_Mundhenke_consalio-285x380.jpg 285w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_04_Felicia_Mundhenke_consalio-1000x1333.jpg 1000w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_04_Felicia_Mundhenke_consalio-675x900.jpg 675w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_04_Felicia_Mundhenke_consalio.jpg 1254w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px"><br>
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<p><em><strong>Felicia Mundhenkes Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Entrepreneurin im Bereich Digital, Technologie, SaaS, Spend Management</li>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung</li>
<li>Digitalisierung (von Unternehmensprozessen)</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unsere heutige HR Expertin:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Ich bin Felicia Mundhenke, Gr&#xFC;nderin von <a href="http://www.consalio.com/?ref=staffboard.com">consalio</a>. Vorher steuerte ich als Leiterin der Kommunikation in einem gro&#xDF;en Modekonzern eine Vielzahl an Marketing-Agenturen. Um die Kosten und Budgets im Blick zu behalten, verbrachte ich (zu) viel Zeit damit, bei den Agenturen Kostenst&#xE4;nde anzufragen, manuelle Excel-Analysen zu bauen und Rechnungen nachzuverhandeln. Trotz des hohen Aufwands f&#xFC;hlte ich mich im Blindflug bei gro&#xDF;en Projekten und das b&#xF6;se Erwachen kam h&#xE4;ufig mit der Rechnung. Motiviert von der Idee, eine L&#xF6;sung f&#xFC;r diese immer wiederkehrende Herausforderung zu entwickeln, habe ich consalio gegr&#xFC;ndet. consalio ist eine cloud-basierte Plattform, die Transparenz schafft &#xFC;ber s&#xE4;mtliche laufenden Kosten f&#xFC;r Agenturen, Berater und Freelancer und somit ein kosteneffizientes Management erm&#xF6;glicht.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Stefan Oberender | Co-Founder und COO bei FL3XX GmbH – Experte für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen in der Luftfahrtindustrie]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 22.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches)</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/wege-und-strategien-in-zeiten-von-krisen-2022-experten-gespraech-mit-stefan-oberender/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1ac</guid><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterverwaltung]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[Unternehmertum]]></category><category><![CDATA[Entrepreneurship]]></category><category><![CDATA[Mitarbeitermotivation]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterbindung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Mon, 22 Aug 2022 14:45:00 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_03_Stefan_Oberender_Header_v02_with-Logo_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_03_Stefan_Oberender_Header_v02_with-Logo_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Stefan Oberender | Co-Founder und COO bei FL3XX GmbH &#x2013; Experte f&#xFC;r die Digitalisierung von Gesch&#xE4;ftsprozessen in der Luftfahrtindustrie"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 22.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Stefan Oberender, Gr&#xFC;nder und COO von FL3XX.</strong></em><em><strong><br></strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Startups sind gegen&#xFC;ber etablierten Unternehmen aufgrund ihrer DNA f&#xFC;r neuartige Herausforderungen besser gewappnet.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#03) &#x2026; heute mit: </strong><b>Stefan Oberender | <a href="https://fl3xx.com/?ref=staffboard.com">FL3XX GmbH</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung:<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint.<br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Stefan, seit vielen Jahren bist Du als Unternehmer in einer spannenden und zuletzt auch schwierigen Industrie, der Luftfahrt, unterwegs. Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider. Ganz speziell auch in Eurer Branche.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das bei Euch erlebt? Und wie bist Du bzw. seid Ihr damit umgegangen? Was waren die Herangehensweisen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Stefan Oberender:&#xA0;Als Unternehmer, aber auch als Angestellter in einem Startup, hat man ja durchaus &#xDC;bung darin, Krisen und Herausforderungen unterschiedlichster Art zu managen. Man ist es gewohnt, sich auf ge&#xE4;nderte Rahmenbedingungen einzustellen und L&#xF6;sungsans&#xE4;tze f&#xFC;r neue Probleme zu erarbeiten. So hat unser Team sehr pragmatisch auf die neuen Herausforderungen reagiert. Wir hatten z.B. schon Corona-Tests im B&#xFC;ro, als diese in Europa noch kaum erh&#xE4;ltlich waren &#x2013; und wurden anfangs daf&#xFC;r von allen Seiten bel&#xE4;chelt, etwa aus dem Freundeskreis oder von unseren Gesch&#xE4;ftspartnern.</p>
<p>Ich w&#xFC;rde sogar behaupten, dass Startups gegen&#xFC;ber etablierten Unternehmen aufgrund ihrer DNA f&#xFC;r neuartige Herausforderungen besser gewappnet sind.</p>
<p><strong><i>Sehr cool, wie Du beschreibst, dass Unternehmer mit diesen Herausforderungen vielleicht besser als andere umgehen und die Welt ver&#xE4;ndern k&#xF6;nnen. Doch w<em>as meinst Du: Geht das jetzt einfach immer so weiter, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Krisen gab es immer und wird es auch immer geben. Meine Generation ist in den 1980er und Anfang der 1990er Jahren mit Ozonloch und saurem Regen aufgewachsen. Davor gab es die nukleare Bedrohung des kalten Krieges. Man darf aber nicht vergessen, dass es der Gesellschaft &#x2013; weltweit &#x2013; noch nie so gut ging wie heute.</p>
<p>Anders als fr&#xFC;her werden die Krisen jedoch anders vermarktet. Der Journalismus hat sich auch nach Jahrzehnten nicht von der Umstellung auf Online- und soziale Medien erholt. Es gibt ja fast kaum noch journalistische Berichterstattung, sondern nur noch &#x201E;Meinung&#x201C;. Vergleich doch einmal die Tagesschau von 1985 mit FoxNews von heute. Krisen sind Klicks. Klicks sind Kohle. Man darf sich davon nicht verr&#xFC;ckt machen lassen. Schon gar nicht wie in meinem Fall als Unternehmer und Entscheider.</p>
<p>Ich halte es hier mit David Deutsch [Anm. d. Red.: israelisch-britischer Physiker auf dem Gebiet der Quanteninformationstheorie, Jahrgang 1953]: <em>&#x201E;Problems are inevitable. Problems are solvable.&#x201C;</em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Intern ist besondere Transparenz gefordert &#x2013; gerade dann, wenn es Engp&#xE4;sse gibt. Wir diskutieren solche Themen mit unseren Mitarbeitern auf Augenh&#xF6;he. [&#x2026;] Das schlie&#xDF;t auch die Finanzlage und andere strategische Themen mit ein.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Welche Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Situation auf (kleinere) Unternehmen zukommen, besonders im Kontext Deiner Erfahrungen und Expertise als Vollblut-Unternehmer?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Als Reaktion auf die omnipr&#xE4;senten Krisen sehe ich einen wachsenden Aktionismus der Regierung. Meist gut gemeint werden die neuen Regulierungen und Gesetze leider sehr auf die gro&#xDF;en Konzerne zugeschnitten, oder von diesen mitgestaltet. Man muss aufpassen, dass die kleineren Unternehmen hierbei nicht hinten runterfallen.&#xA0;<br>Wir als kleines Unternehmen mit rund 60 Besch&#xE4;ftigten weltweit haben jedenfalls keine Armeen von Anw&#xE4;lten oder Compliance-Managern, die sich um die zus&#xE4;tzliche B&#xFC;rokratie k&#xFC;mmern k&#xF6;nnen.</p>
<p><strong><i><em>Ja, da sprichst Du wichtige Punkte sehr klar an&#x2026; Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder findest Du das vielleicht alles etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>&#xDC;bertrieben nicht. W&#xE4;hrend kleine Unternehmen sicherlich agiler sind als die Etablierten, haben sie oft keine gro&#xDF;en finanziellen Polster, um auch einmal eine kurze Flaute unbeschadet zu &#xFC;berstehen. Ich denke eine vorausschauende Finanzplanung wird damit zunehmend wichtig.</p>
<p>Intern ist besondere Transparenz gefordert &#x2013; gerade dann, wenn es Engp&#xE4;sse gibt. Wir diskutieren solche Themen mit unseren Mitarbeitern auf Augenh&#xF6;he. Sie sind ja mit die wichtigsten Stakeholder und haben ein gutes Recht &#xFC;ber die Situation der Firma informiert zu werden. Das schlie&#xDF;t auch die Finanzlage und andere strategische Themen mit ein.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;HR ist nicht erst dann gefordert wenn eine Krise eintritt. Vielmehr muss HR schon weit vorher die Grundlagen und Strukturen schaffen, die es dann erm&#xF6;glichen, eine Krise bestm&#xF6;glich zu durchleben.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em>Was macht diese Situation mit den Menschen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf neue Herausforderungen. Bei FL3XX leben wir eine extrem transparente Kultur. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle internen Infos allen zug&#xE4;nglich. Die Kommunikation l&#xE4;uft zu 90% &#xFC;ber &#xF6;ffentliche Slack-Channels. Dies hat sich im Rahmen von Krisen auch wieder als gro&#xDF;er Vorteil erwiesen.</p>
<p>Ein gro&#xDF;es Problem von Krisen ist doch oft, dass man sich machtlos und ausgeliefert f&#xFC;hlt. Als Unternehmen k&#xF6;nnen wir durch Transparenz zumindest die &#xC4;ngste im beruflichen Bereich eind&#xE4;mmen. Zudem sehen die Betroffenen, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind, und bekommen durch Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kulturen auch andere Perspektiven auf die Probleme.</p>
<p><strong><em>Erwartest Du Effekte f&#xFC;r F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte und Mitarbeitende in (kleineren) Unternehmen? Was braucht es, um zielgerichtet damit umzugehen?</em></strong></p>
<p>Die Unternehmensf&#xFC;hrung muss hierf&#xFC;r nur die Rahmenbedingungen schaffen. Sie sind ja ebenfalls Betroffene der Krisen und nicht au&#xDF;en vor &#x2013; sie sind Teil dieser Unterhaltung.</p>
<p><strong><i><em>Wie bewertest Du dabei die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen)?&#xA0;<br>Was kann &#x2013; oder sogar: muss &#x2013; HR tun, um hier bewusst gegenzusteuern und die Organisation &#x201E;fit f&#xFC;r die Zukunft&#x201C; zu machen?&#xA0;</em></i></strong></p>
<p>HR ist nicht erst dann gefordert wenn eine Krise eintritt. Vielmehr muss HR schon weit vorher die Grundlagen und Strukturen schaffen, die es dann erm&#xF6;glichen, eine Krise bestm&#xF6;glich zu durchleben. Um es ganz plastisch und salopp auszudr&#xFC;cken: Du f&#xE4;hrst ja auch nicht erst zum Baumarkt, um den Feuerl&#xF6;scher zu kaufen, wenn die H&#xFC;tte bereits brennt.</p>
<p>F&#xFC;r HR ist es gleichzeitig auch eine Chance aus dem Schattendasein herauszutreten, und proaktiv die Firmenkultur mitzugestalten. Weg von der Verwaltungsstelle hin zu einem gestalterischen <em>&#x201E;wie wollen wir eigentlich in dieser Firma zusammenarbeiten?&#x201C;.</em>&#xA0;Meine Mitgr&#xFC;nder und ich arbeiten nach mehr als zehn Jahren immer noch lange Tage. Warum sollten wir das tun, wenn wir uns jedem Tag einem miefigen oder toxischen Betriebsklima ausgesetzt f&#xFC;hlen?</p>
<p><strong><em>Was bedeutet das f&#xFC;r den Bereich HR? Ergeben sich f&#xFC;r HR wom&#xF6;glich auch spezielle Herausforderungen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Wenn man im Freundeskreis das Wort &#x201E;HR&#x201C; erw&#xE4;hnt, ist die h&#xE4;ufigste Reaktion ein Abwinken. In vielen F&#xE4;llen &#x2013; gerade in gr&#xF6;&#xDF;eren Unternehmen &#x2013; ist HR eine rein reaktive Abteilung. Vertr&#xE4;ge, Urlaubsantr&#xE4;ge, Steuern und so weiter. In kleineren Firmen gibt es anfangs oft lange Zeit gar keine HR-Abteilung. Das F&#xFC;hrungsteam k&#xFC;mmert sich um diese Aufgaben und versucht, eine starke Unternehmenskultur zu schaffen. Ein Umfeld, das robust, effizient und angenehm ist. Zusammen mit den Mitarbeitenden. Eine solche Kultur ist die Basis daf&#xFC;r, auch Krisen gemeinsam zu meistern.</p>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation? Findest Du, dass sich das bei Euch in den letzten Jahren in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert hat?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Bedingt durch mehrere Wachstumssch&#xFC;be haben wir die Unternehmensf&#xFC;hrung vor kurzem komplett neu organisiert. Mit jeder Phase des Unternehmens gibt es nat&#xFC;rlich neue Herausforderungen. Das geschieht aber v&#xF6;llig unabh&#xE4;ngig von Krisen.</p>
<p>Nach &#xFC;ber zehn Jahren sind wir auch kein Startup im eigentlichen Sinne mehr. Wir versuchen aber, an den positiven Aspekten eines Startups festzuhalten wie schnellen Entscheidungen, flachen Hierarchien, keine B&#xFC;rokratie, direktem Impact etc. Mit einem gr&#xF6;&#xDF;eren Team braucht man dann etwas mehr Struktur, Prozesse, und &#x2013; ja leider &#x2013; auch Hierarchien. Gleichzeitig will man seine Agilit&#xE4;t nicht aufgeben. Hier die Balance zu finden ist die gro&#xDF;e Kunst!</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Wie im normalen Gesch&#xE4;ftsleben braucht es den unbedingten Glauben daran, Probleme l&#xF6;sen zu k&#xF6;nnen. Jeder Entrepreneur, den ich kenne, tr&#xE4;gt dieses Gen in sich. Auch viele Angestellte in Start-ups.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Wie k&#xF6;nnen (kleinere) Unternehmen/Organisationen weiterhin handlungsf&#xE4;hig bleiben? <br>Gibt es speziell aus Deiner Perspektive eventuell konkrete Handlungsanweisungen oder &#x201E;Sofortma&#xDF;nahmen&#x201C;? </em></strong></p>
<p><em>&#xA0;</em>Es gibt keinen magischen Zauberstab, den man im Fall der Krise herausholt. Man muss die Grundlagen lange vorher auss&#xE4;en und regelm&#xE4;&#xDF;ig gie&#xDF;en. Nur dann w&#xE4;chst eine starke, resistente Firmenkultur. Wer hier Nachholbedarf hat, sollte sich nat&#xFC;rlich sofort dar&#xFC;ber Gedanken machen. Die Resultate werden sich aber erst viel sp&#xE4;ter zeigen.</p>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren? Wie zeigt sich das konkret?</em></strong></p>
<p>Wie im normalen Gesch&#xE4;ftsleben braucht es den unbedingten Glauben daran, Probleme l&#xF6;sen zu k&#xF6;nnen. Jeder Entrepreneur, den ich kenne, tr&#xE4;gt dieses Gen in sich. Auch viele Angestellte in Startups. Wenn das im Team gelebt wird, ist diese Einstellung im positiven Sinne ansteckend!&#xA0;</p>
<p><strong><em>Welche Rolle kann Digitalisierung spielen, um Antworten in der Krise zu finden? </em></strong></p>
<p>Wie im Privatleben auch ver&#xE4;ndert &#x2013; und vereinfacht &#x2013; die Digitalisierung die Kommunikation. So sind 7 der Top 10 Apps im AppStore nicht ohne Grund Kommunikations-Apps!</p>
<p>Kommunikation hilft, Krisen zu &#xFC;berwinden. Ohne moderne Tools k&#xF6;nnten wir bei FL3XX bei weitem nicht so effektiv arbeiten. Wir decken weltweit alle Zeitzonen ab, und haben Mitarbeiter und Kunden auf allen Kontinenten. Das Airline-Business ist 24/7/365. Trotzdem schaffen wir es, f&#xFC;r alle im Team ein Zugeh&#xF6;rigkeitsgef&#xFC;hl zu erzeugen.</p>
<p>Dabei hilft nat&#xFC;rlich auch eine digitale HR-L&#xF6;sung wie staffboard &#x2013; als Anlaufpunkt f&#xFC;r alles rund ums Thema Personal!</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Ersetzt das Wort &#x201E;Krise&#x201C; einfach durch den Begriff &#x201E;Ver&#xE4;nderung&#x201C;! Leben ist Ver&#xE4;nderung. Ver&#xE4;nderung bringt immer auch neue Chancen mit sich!&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Ja nat&#xFC;rlich! Zu 100%! Ich bin Berufsoptimist &#x2013; was hilft es denn auch, den Kopf in den Sand zu stecken? Mehr als die H&#xE4;lfte der Fortune 500-Unternehmen wurden aus der Krise heraus gegr&#xFC;ndet. Oftmals ist es sogar leichter, in der Krise zu gr&#xFC;nden.</p>
<p>Ersetzt das Wort &#x201E;Krise&#x201C; einfach durch den Begriff &#x201E;Ver&#xE4;nderung&#x201C;! Leben ist Ver&#xE4;nderung. Ver&#xE4;nderung bringt immer auch neue Chancen mit sich!</p>
<p><strong><em>Und werden wom&#xF6;glich bestimmte Organisationen oder Branchen profitieren, wenn bzw. falls diese Krisen irgendwann vorbei sind und wieder so etwas wie eine Art &#x201E;Normalit&#xE4;t&#x201C; einkehrt?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Aus meiner Wahrnehmung werden die Organisationen &#xFC;berleben, die eine gute Balance zwischen Wachstum und Flexibilit&#xE4;t finden. Ein Sturm knickt vielleicht ein paar alte, morsche B&#xE4;ume um. Den flexiblen Gew&#xE4;chsen dagegen kann er nicht viel anhaben &#x2013; im Gegenteil, er macht sie eher st&#xE4;rker. Und dann kommt auch schon der n&#xE4;chste Sturm. That&#x2019;s life!</p>
<p><em><strong>Lieber Stefan, es war gro&#xDF;artig, mit Dir zu sprechen. Gerade Deine positive Energie und Einstellung, als Unternehmer immer in der Lage zu sein, eine Antwort auf Krisen oder schwierige Situationen zu finden, begeistert und inspiriert uns. Und hoffentlich auch viele andere!</strong></em></p>
<h4>
Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p>												<img width="683" height="1024" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_03_Stefan_FL3XX-Company-Pic-bw_small-683x1024.jpg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Stefan Oberender | Co-Founder und COO bei FL3XX GmbH &#x2013; Experte f&#xFC;r die Digitalisierung von Gesch&#xE4;ftsprozessen in der Luftfahrtindustrie" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_03_Stefan_FL3XX-Company-Pic-bw_small-683x1024.jpg 683w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_03_Stefan_FL3XX-Company-Pic-bw_small-200x300.jpg 200w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_03_Stefan_FL3XX-Company-Pic-bw_small-768x1151.jpg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_03_Stefan_FL3XX-Company-Pic-bw_small-285x427.jpg 285w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_03_Stefan_FL3XX-Company-Pic-bw_small-600x900.jpg 600w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_03_Stefan_FL3XX-Company-Pic-bw_small-100x150.jpg 100w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_03_Stefan_FL3XX-Company-Pic-bw_small.jpg 900w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px"><br>
					<a href="https://www.linkedin.com/in/stefanoberender/?ref=staffboard.com" target="_blank" rel="noopener"><br>
						Linkedin<br>
											</a><br>
					<a href="https://twitter.com/StefanOberender?ref=staffboard.com" target="_blank" rel="noopener"><br>
						Twitter<br>
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											</a></p>
<p><em><strong>Stefan Oberenders Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Entrepreneur im Bereich Digital, Technologie, Avaiation</li>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung</li>
<li>Unternehmenskultur &amp; Werte</li>
<li>Digitalisierung (von Unternehmensprozessen)</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Ich hei&#xDF;e Stefan Oberender und bin Gr&#xFC;nder und COO von <a href="https://fl3xx.com/https://fl3xx.com/?ref=staffboard.com">FL3XX</a>. In dieser Rolle liegt mir die innere Organisation, und die Themen, die oft als &#x201E;HR&#x201C; generalisiert werden, am Herzen. Bei FL3XX haben wir es geschafft, ein starkes Bewusstsein f&#xFC;r die Firmenkultur zu schaffen und orientieren uns dabei an Unternehmen wie Netflix (&#x201E;No Rules Rules&#x201C; von Reed Hastings &amp; Erin Meyer; &#x201E;Powerful&#x201C; von Patty McCord) oder Bridgewater (&#x201E;Principles&#x201C; von Ray Dalio).</p>
<p>Bei meinem Hintergrund als Luftfahrtingenieur und Pilot ist dieser Verantwortungsbereich erst einmal nicht naheliegend. Aber r&#xFC;ckblickend auf die letzten zehn Jahre gibt es unter all den Dingen, die wir als Team erreicht haben, eine Sache, auf die ich vor allem anderen stolz bin: Das schlagkr&#xE4;ftige Team, das wir &#xFC;ber die Jahre aufgebaut haben, und die starke Firmenkultur, die es zusammenh&#xE4;lt. Dinge wie &#x201E;Diversity&#x201C; werden bei uns nicht diskutiert, sondern gelebt. Wir decken alle gro&#xDF;en Kulturkreise weltweit ab, und ein gro&#xDF;es Spektrum an Individualit&#xE4;t. Beim Erreichen von gemeinsamen Zielen spielt das jedoch erfrischenderweise nicht die geringste Rolle!</p>
<p>&#xA0;</p>
<p><em><strong>&#xDC;ber FL3XX:&#xA0;</strong></em></p>
<p>FL3XX ist die f&#xFC;hrende webbasierte Management-Plattform in der Luftfahrt und deckt den Bereich der Charter-, Privat-, MedEvac- und Frachtfl&#xFC;ge ab. Die intuitiv bedienbare Software gibt Teams in den Bereichen Vertrieb, Dispatch, Flight- und Ground Operations, Wartung und Management alle notwendigen Werkzeuge an die Hand, um ihren Arbeitsalltag effektiv zu gestalten.</p>
<p>200 Airlines weltweit vertrauen bereits auf die innovative Plattform und k&#xF6;nnen mehr als 100 direkt in die Plattform integrierte Dienste nutzen, um jeden Monat Tausende von Arbeitsstunden einzusparen.</p>
<p>FL3XX hat seinen Hauptsitz in Wien, und ist in Europa, Nordamerika und im Nahen Osten lokal vertreten.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Christine Herzer-Drettmann | Transforce Partners GmbH – Führungskräftecoach, Trainerin und Expertin für Change und Wertekultur]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 19.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022:<br>
&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/wege-und-strategien-aus-der-krise-experten-interview-mit-christine-herzer-drettmann/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1ad</guid><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterverwaltung]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[Finanzierung]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Talent Management]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterbindung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Fri, 19 Aug 2022 14:45:01 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_02_Christine_Herzer-Drettmann_Header_with-Logo_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten-Interviews_2022_02_Christine_Herzer-Drettmann_Header_with-Logo_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Christine Herzer-Drettmann | Transforce Partners GmbH &#x2013; F&#xFC;hrungskr&#xE4;ftecoach, Trainerin und Expertin f&#xFC;r Change und Wertekultur"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 19.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022:<br>
&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Christine Herzer-Drettmann, F&#xFC;hrungskr&#xE4;ftecoach und Trainerin im Bereich Change und Wertekultur bei Transforce Partners.</strong></em></p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Krisen begleiten uns permanent durch die Wirtschaft. Wir k&#xF6;nnen sagen: Im Leben ist die Unbest&#xE4;ndigkeit das Best&#xE4;ndige.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen<br>
</strong><strong>(#02) &#x2026; heute mit: </strong><b>Christine Herzer-Drettmann | <a href="https://www.transforce.partners/?ref=staffboard.com">Transforce Partners GmbH</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung:&#xA0;<br>
Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint.<br>
Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Christine, Dein Hintergrund ist sehr vielschichtig. Du bist langj&#xE4;hrige F&#xFC;hrungskraft in unterschiedlichsten Industrien und Branchen, warst selbst auch Unternehmerin und arbeitest zudem als Trainerin im Bereich Change und Wertekultur.<br>
Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br>
</em></strong><strong><em>Wie hast Du das bei Euch bzw. bei den von Dir beratenen Organisationen erlebt? Und wie bist Du damit umgegangen?&#xA0;&#xA0;</em></strong></p>
<p>Christine Herzer-Drettmann: In der Vergangenheit habe ich unterschiedlichste Krisen miterlebt: Ein Beispiel ist der Abbau der Textilbranche in Deutschland aufgrund der Gobalisierung. Anfang des 21 Jahrhunderts habe ich direkt den Crash der Internetblase miterlebt und die Krise nach einem Merger, als auf einen Schlag ein Drittel der Belegschaft gek&#xFC;ndigt wurde. Und nicht zu vergessen 2008 die gro&#xDF;e Weltwirtschaftskrise. Was ich daraus gelernt habe ist, dass es immer wieder weitergeht. Vielleicht anders als zuvor, aber es muss wirklich nicht schlechter sein.</p>
<p>Ich m&#xF6;chte auch nochmals in Erinnerung rufen: Fast jeder glaubte 2001, dass das Internet &#x201E;tot&#x201C; w&#xE4;re. Und doch wurden die GAFAs [Anm. d. Red.: Abk&#xFC;rzung f&#xFC;r Google, Apple, Facebook und Amazon, die weltgr&#xF6;&#xDF;ten Internet-Konzerne aus den USA] erst gegr&#xFC;ndet beziehungsweise richtig gro&#xDF; nach der Krise.</p>
<p><strong><i>Spannend, welche Beispiele und Herausforderungen Du hier nennst. W<em>as denkst Du: Geht das nun einfach immer so weiter, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Hier m&#xFC;sste man fragen, was versteht jede*r f&#xFC;r sich unter neuer Normalit&#xE4;t? Krisen begleiten uns permanent durch die Wirtschaft. Wir k&#xF6;nnen sagen, im Leben ist die Unbest&#xE4;ndigkeit das Best&#xE4;ndige. Gerade in jungen Unternehmen wechselt das Gesch&#xE4;ftsmodell in den ersten Gesch&#xE4;ftsjahren stark und genau die Unternehmen &#xFC;berleben und werden gro&#xDF;, die diesen Wechsel f&#xFC;r sich managen und adaptieren k&#xF6;nnen.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Nur wer fr&#xFC;hzeitig bestimmte Entwicklungen erkennt und darauf m&#xF6;glichst umgehend reagiert, tr&#xE4;gt zur Sicherung seines Unternehmens bei.</em><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Welche Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Situation auf (kleinere) Unternehmen zukommen, besonders im Kontext Deiner breiten Erfahrungen und Expertise im HR?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Es gibt nicht &#x201E;die Herausforderung&#x201C;, sondern es ist branchenspezifisch zu betrachten. Nehmen wir als Beispiel den Sektor E-Commerce, der seinen Hype durch die Coronakrise erhalten hat. Da war der Offline-Handel geschlossen, K&#xE4;ufe und Bestellungen erfolgten haupts&#xE4;chlich &#xFC;ber das Internet. Hier hat die Krise bestimmte Gesch&#xE4;ftsmodelle massiv gef&#xF6;rdert, z.B. Delivery-Services, Shoppingplattformen (Zalando, about you, etc.) &#x2026; Aus meiner Sicht haben sich diese Unternehmen jetzt folgenden Herausforderungen zu stellen: Der Einbruch des Konsumverhaltens durch die Inflation und hohe Energiepreise. Oder Geld, welches zuletzt f&#xFC;r Eink&#xE4;ufe verwendet wurde, geben die Konsumenten wieder f&#xFC;r Urlaube aus. Dadurch konnten keine Wachstumsraten im Onlinegesch&#xE4;ft in den letzten Quartalen generiert werden. Das Resultat sind sinkende Unternehmenswerte und schwierige (Anschluss-) Finanzierungsrunden.</p>
<p><strong><i><em>Man sollte also mehrere Aspekte und deren Abh&#xE4;ngigkeiten gleicherma&#xDF;en im Blick behalten. Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder findest Du das vielleicht alles etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>Die meisten Wachstumsunternehmen verbrennen noch Geld und sind somit noch nicht profitabel. Sollten diese Unternehmen keine gro&#xDF;en Cash-Reserven haben, ist das &#xDC;berleben kritisch. Da helfen nur zwei Punkte: Einerseits schnell die Kosten reduzieren, um die Burn-Rate zu senken und andererseits auf einer angepassten Bewertungsbasis neues Geld zu raisen. An diesem Beispiel k&#xF6;nnen wir erkennen: Nur wer fr&#xFC;hzeitig eine solche Entwicklung erkennt und darauf m&#xF6;glichst umgehend reagiert, tr&#xE4;gt zur Sicherung seines Unternehmens bei.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;In diesen Situationen braucht es eine geh&#xF6;rige Portion eigener Resilienz, wie bei Profisportler*innen. Ohne Resilienz nach Misserfolgen oder Verletzungen wird es schwer, zu einer sportlichen H&#xF6;chstleistung zu kommen.</em><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em>Wie erlebst Du das als F&#xFC;hrungskr&#xE4;ftecoach und Trainerin: Was macht diese Situation mit den Menschen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Bei der Frage muss ich doch ein wenig schmunzeln. Denn wir brauchen in Deutschland eine Eigenschaft, die nicht unbedingt zu unseren St&#xE4;rken z&#xE4;hlt, und das ist Flexibilit&#xE4;t. Flexibilit&#xE4;t, die darauf baut, dass wir als Manager*innen geeignete L&#xF6;sungen finden, wie z.B. neue Produkte, Beschaffungsm&#xE4;rkte oder &#x2013; wie in meinem vorhin genannten Beispiel &#x2013; Mitarbeiter*innen abbauen. Das bedeutet, mit unangenehmen Entscheidungen umgehen zu k&#xF6;nnen.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Und was ist aus Deiner Perspektive und Erfahrung n&#xF6;tig, um zielgerichtet damit umzugehen?</em></strong></p>
<p>Dies bedingt eine geh&#xF6;rige Portion eigener Resilienz, wie z.B. bei Profisportler*innen. Ohne Resilienz nach Misserfolgen oder Verletzungen wird es nicht einfach, zu einer sportlichen H&#xF6;chstleistung zu kommen.</p>
<p><strong><i><em>Siehst Du hier konkrete Handlungsempfehlungen f&#xFC;r Entscheider und HR Gestalter?&#xA0;</em></i></strong></p>
<p>Gr&#xFC;nder*innen und Manager*innen m&#xFC;ssen alles tun, um in ihrer St&#xE4;rke zu bleiben. Nur eine zuversichtliche F&#xFC;hrungskraft kann das eigene Team in Krisenzeiten mitnehmen. Dies bedeutet, dass gerade Manager*innen sich, wie schon gesagt, resilient aufstellen und sich trauen ihr Team mit in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen. Denn Transparenz und Authentizit&#xE4;t generiert Vertrauen.&#xA0;</p>
<p><strong><em><i>Und wie bewertest Du dabei die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen)? </i>Ergeben sich wom&#xF6;glich auch spezielle Herausforderungen f&#xFC;r diesen Bereich? </em></strong></p>
<p>HR-Abteilungen sind f&#xFC;r mich, wie die Bezeichnung so sch&#xF6;n hei&#xDF;t, eben f&#xFC;r Menschen da. HR begleitet wichtige Phasen im Unternehmen. Dies geht vom Recruiting der besten Talente f&#xFC;r das Unternehmen mittels Scouting, Messen, Social Media, etc. &#xFC;ber die Employer Journey, &#xFC;ber Training und Weiterbildung, bis hin zu dem Zeitpunkt, wenn Besch&#xE4;ftigte das Unternehmen wieder verlassen.</p>
<p><strong><em>Siehst Du dort zudem besondere Entwicklungen oder gar wichtige &#x201C;Trends&#x201D;, die die Zukunft pr&#xE4;gen oder wom&#xF6;glich ver&#xE4;ndern werden?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Ja, ich nehme als Trend wahr, dass das Recruiting heutzutage &#x201E;der neue Vertrieb ist&#x201C; und dass es verst&#xE4;rkt sogenannte Boomerang-Mitarbeiter*innen gibt.</p>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation? Findest Du, dass sich das bei Euch in den letzten Jahren in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert hat?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Nun, zun&#xE4;chst einmal sehe ich viele positive Entwicklungen in einer ganzen Reihe von Unternehmen. Und doch gibt es noch Branchen, wie z.B. Finanzwesen oder Versicherung, die nach meiner Meinung noch gro&#xDF;es Potenzial in Bezug auf New Work, Design Thinking (Product/Dienstleistung) und neuer Wertekultur haben. Hingegen sind Start-ups oftmals weit vorne, m&#xFC;ssen sich aber der Herausforderung des Wachstums stellen. Das bedeutet, dass aus einer &#x201E;kleinen Familie&#x201C;, dem Kernteam, schnell ein gro&#xDF;es Unternehmen werden kann, in dem es Strukturen zu implementieren gibt, die nicht behindern, sondern das Wachstum unterst&#xFC;tzen sollen.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Es ist notwendig, den Verwaltungsaufwand im HR zu minimieren, damit diese Abteilung alle wirklich wichtigen Aufgaben umsetzen kann,</em><em>&#x201C;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Wie k&#xF6;nnen (kleinere) Unternehmen weiterhin handlungsf&#xE4;hig bleiben?Und welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren?&#xA0;</em></strong></p>
<p>In einer Aufbauphase ist es wichtig, dass sich das Gr&#xFC;nderteam immer wieder kritisch hinterfragt, ob es in der Lage ist, Werte zu vermitteln, um Talente f&#xFC;r sich zu gewinnen. Mitarbeiter*innen wollen einen Purpose erkennen, sich aktiv einbringen, bef&#xE4;higt werden etwas zu bewirken beziehungsweise mitzugestalten. Werden hier Defizite erkannt, dann kann zum Beispiel Coaching oder Unterst&#xFC;tzung durch erfahrene Trainer hilfreich sein.</p>
<p><strong><em>Welche Rolle kann Digitalisierung spielen, um Antworten in der Krise zu finden? </em></strong><strong><em>K&#xF6;nnen wom&#xF6;glich digitale HR-L&#xF6;sungen hier einen echten Mehrwert bringen? </em></strong></p>
<p>Danke f&#xFC;r die Frage. F&#xFC;r mich ist es absolut wichtig, den Verwaltungsaufwand im HR zu minimieren, damit diese Abteilung all das umsetzen kann, was ich zuvor erw&#xE4;hnt habe, z.B. Talente zu finden und diese weiterzubilden. Dies kann nur &#xFC;ber prozess&#xFC;bergreifende Digitalisierung unterst&#xFC;tzt werden.</p>
<blockquote><p><strong><em>&#x201C;Ich glaube an das Erkennen der Chancen in einer Krise beziehungsweise Ver&#xE4;nderung &#x2013; darauf richtet sich mein Augenmerk.&#x201D;</em></strong></p></blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<h4></h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Mein Augenmerk richtet sich auf das Erkennen der Chancen in einer Krise Beziehungsweise Ver&#xE4;nderung. Und auf die F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte, die mit diesen Ver&#xE4;nderungen umgehen m&#xFC;ssen. Ich glaube ganz fest daran!</p>
<p><strong><em>Welche Chance(n) siehst Du und warum?</em></strong></p>
<p>Klar, es gibt immer Gewinner in einer Krise und es gibt nat&#xFC;rlich auf Verlierer, die sich nicht schnell genug anpassen konnten und die Situation falsch eingesch&#xE4;tzt haben.</p>
<p><em><strong>Liebe Christine, herzlichen Dank f&#xFC;r Deine Einblicke und Erfahrungen aus Deinem (beruflichen) Leben. Lass uns mitnehmen, dass Flexibilit&#xE4;t eine positive Eigenschaft ist, die wir am besten t&#xE4;glich weiterentwickeln!&#xA0;</strong></em></p>
<h4>
Informationen zur Gespr&#xE4;chspartnerin</h4>
<p><img width="940" height="940" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_02_christine-herzer-drettmann.1024x1024.jpeg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Christine Herzer-Drettmann | Transforce Partners GmbH &#x2013; F&#xFC;hrungskr&#xE4;ftecoach, Trainerin und Expertin f&#xFC;r Change und Wertekultur" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_02_christine-herzer-drettmann.1024x1024.jpeg 1024w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_02_christine-herzer-drettmann.1024x1024-300x300.jpeg 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_02_christine-herzer-drettmann.1024x1024-150x150.jpeg 150w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_02_christine-herzer-drettmann.1024x1024-768x768.jpeg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_02_christine-herzer-drettmann.1024x1024-285x285.jpeg 285w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_02_christine-herzer-drettmann.1024x1024-1000x1000.jpeg 1000w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_2022_02_christine-herzer-drettmann.1024x1024-900x900.jpeg 900w" sizes="(max-width: 940px) 100vw, 940px"><br>
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</a></p>
<p><em><strong>Christine Herzer-Drettmanns Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung</li>
<li>Unternehmenskultur &amp; Werte</li>
<li>Gestaltung von Ver&#xE4;nderungsprozessen / Wandel / Change Management</li>
<li>New Work / Zukunft der Arbeitswelt</li>
<li>Unternehmensfinanzierung</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unsere heutige HR Expertin:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Mein Name ist Christine Herzer-Drettmann. Ich war in unterschiedlichen Branchen (Fashion, IT &amp; Telekommunikation, Versicherung, Finance) in Deutschland und &#xD6;sterreich als F&#xFC;hrungskraft t&#xE4;tig. Durch meine Arbeit bei internationalen Unternehmen konnte ich verschiedene Kulturen in Asien und Europa kennenlernen. In diesen Branchen habe ich Krisen erlebt, erfahren wie diese zu managen sind, aber auch wie man es besser nicht machen sollte. Ich habe ein Start-up gegr&#xFC;ndet und dieses erfolgreich aufgebaut. Seit 2020 arbeite ich bei <a href="https://www.transforce.partners/?ref=staffboard.com">Transforce Partners GmbH</a> im Bereich F&#xFC;hrungskr&#xE4;ftecoaching und Trainerin im Bereich Change und Wertekultur.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Gespräch mit Veit Wittmann | HR Manager bei Garmin Deutschland GmbH – Experte für Führung und Organisationsentwicklung, HR-Prozesse und HR-Strategie]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 17.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln</strong></em></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/https-staffboard-com-wege-und-strategien-aus-der-krise-experten-interview-mit-veit-wittmann/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1ae</guid><category><![CDATA[Mitarbeiterverwaltung]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Krisensituation]]></category><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[Leadership]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[HR-Kommunikation]]></category><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterbindung]]></category><category><![CDATA[Mitarbeitermotivation]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category><category><![CDATA[HR-Strategie]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[Unternehmensstrategie]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterkommunikation]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Wed, 17 Aug 2022 09:30:03 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten_Interviews-2022_01_Veit_Wittmann_Header_with-Logo_small.png" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2022/08/staffboard_Experten_Interviews-2022_01_Veit_Wittmann_Header_with-Logo_small.png" alt="Gespr&#xE4;ch mit Veit Wittmann | HR Manager bei Garmin Deutschland GmbH &#x2013; Experte f&#xFC;r F&#xFC;hrung und Organisationsentwicklung, HR-Prozesse und HR-Strategie"><p><em><strong>[M&#xFC;nchen &#x2013; 17.08.2022]</strong></em></p>
<p><em><strong>Wege und Strategien in Zeiten von Krisen und Unsicherheit. Wir fragen &#x2013; HR-Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Kontexten antworten. </strong></em></p>
<p><em><strong>Der thematische Rahmen der Sommer-Interviews 2022: <br>&#x201E;Klimakatastrophe, Corona-Pandemie, Inflation, Krieg in Europa, Energiekrise &#x2013; what&#x2018;s next? Strategie und (unternehmerisches) Handeln in unsicheren Zeiten&#x201C;.</strong></em></p>
<p><em><strong>In diesen schnelllebigen, von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten ist die Informationsflut oft schwierig einzuordnen. Die reflektierten Perspektiven und Einsch&#xE4;tzungen der Expert:innen sollen einen Beitrag dazu leisten, Zusammenh&#xE4;nge besser zu verstehen. Wo sind direkte Auswirkungen und substantielle Herausforderungen? Aber auch welche Strategien braucht es und wo ergeben sich Chancen? Gemeinsam wollen wir herausfinden, was wirklich wichtig ist in diesen gegenw&#xE4;rtigen Krisen &#x2013; speziell f&#xFC;r Organisationen und die Menschen, die sie gestalten.&#xA0;</strong></em></p>
<p><em><strong>Unser heutiges Experten-Gespr&#xE4;ch ist mit Veit Wittmann, HR Manager bei Garmin Deutschland. Er ist ein Experte f&#xFC;r F&#xFC;hrung und Organisationsentwicklung, HR-Prozesse und HR-Strategie.</strong></em></p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Ich glaube, die drei gr&#xF6;&#xDF;ten Herausforderungen sind Digitalisierung, Vertrauenskultur und offene Kommunikation. Wobei alle drei eng verzahnt sind.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in Krisenzeiten bzw. von starker Unsicherheit gepr&#xE4;gten Zeiten? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen <br></strong><strong>(#01) &#x2026; heute mit: </strong><b>Veit Wittmann | <a href="https://www.garmin.com/de-DE/?ref=staffboard.com">Garmin Deutschland GmbH</a></b></h3>
<hr>
<p>Anmerkung:&#xA0;<br>Mit der im Folgenden verwendeten Terminologie &#x201E;kleinere Unternehmen/Organisationen&#x201C; sind vorrangig Startups und KMUs, aber auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitenden gemeint. <br>Gleichwohl treffen viele der Aspekte aus der Umfrage auch auf deutlich gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen zu. Wir haben im Rahmen dieser Gespr&#xE4;chsreihe eine &#x201E;mentale Grenze&#x201C; bei etwa 250 Besch&#xE4;ftigten gezogen, damit alle das gleiche verstehen, wenn wir von &#x201E;kleineren Unternehmen&#x201C; sprechen. Denn aus unserer Perspektive bei staffboard sind Organisationen mit 500-1.000 Besch&#xE4;ftigten keinesfalls mehr klein&#x2026; &#x1F609;</p>
<hr>
<h4>Bestandsaufnahme: &#x201E;Raus aus der Krise, rein in die Krise?&#x201C;</h4>
<p><strong><em>staffboard: Veit, Du bist seit vielen Jahren im HR und kennst unterschiedlichste Organisationen. Lass uns doch die letzten rund 2,5 Jahre einmal Revue passieren: Diese waren gepr&#xE4;gt durch eine Ansammlung diverser Krisen, die teils nacheinander, teils parallel stattfanden. Kaum hatte man eine neue, schwierige Situation antizipiert oder einigerma&#xDF;en gel&#xF6;st, so schien es, kam schon die n&#xE4;chste Herausforderung mit neuen Unsicherheiten f&#xFC;r Entscheider.&#xA0;<br></em></strong><strong><em>Wie hast Du das bei Euch erlebt? Und wie bist Du bzw. seid Ihr damit umgegangen? Was waren die Herangehensweisen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Veit Wittmann:&#xA0;Die letzten 2,5 Jahre waren schon eine ziemliche Herausforderung, sowohl beruflich als auch privat. Speziell die beiden ersten Coronawellen mit den damit verbundenen Ma&#xDF;nahmen und Einschr&#xE4;nkungen stellten mich und die Firmen, in welchen ich gearbeitet habe, vor gro&#xDF;e Herausforderungen. Beispielsweise in 2020, als ich f&#xFC;r ein italienisches Modeunternehmen gearbeitet habe: Da mussten wir daf&#xFC;r sorgen, dass m&#xF6;glichst alle Kolleg*innen gesund bleiben, ihren Job behalten konnten, Kurzarbeit beantragen. Und wir mussten immer wieder tempor&#xE4;r s&#xE4;mtliche Gesch&#xE4;fte schlie&#xDF;en, um nur einige zu nennen. Die privaten Belastungen von &#x201E;im Home Office aufeinanderhocken&#x201C;, Freunde und Familie nicht sehen zu k&#xF6;nnen und ein Kind parallel zu Hause zu betreuen waren ebenfalls ziemlich herausfordernd. Aber sie waren f&#xFC;r alle gleich. Und diese Erfahrungen halfen mir bei den Entscheidungen, die ich mit zu treffen hatte.</p>
<p>Gleichzeitig brachte diese Zeit f&#xFC;r mich aber auch viele tolle und positive Erfahrungen. Menschen schneller und umfassender zu vertrauen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Offener, schneller und mit weniger R&#xFC;cksicht auf &#x201E;politische &#xDC;berlegungen&#x201C; den eigenen Standpunkt zu vertreten. Und die Freude, Kolleg*innen dann auch endlich wieder pers&#xF6;nlich zu treffen, nicht mehr nur virtuell am Bildschirm.</p>
<p><strong><i>Es ist sch&#xF6;n, dass Du auch positive Aspekte reflektierst. Doch w<em>as meinst Du: Geht das jetzt einfach immer so weiter, also eine Krise und Herausforderung nach der n&#xE4;chsten? Ist das jetzt die vielfach zitierte &#x201C;neue Normalit&#xE4;t&#x201D;? Oder ist es irgendwann auch mal gut?</em></i></strong></p>
<p>Klar waren das schon ziemliche Verwerfungen, die uns in den vergangenen 2,5 Jahren ereilt haben, dann auch noch so geballt und dicht aufeinander beziehungsweise teilweise gleichzeitig. Aber Krisen, auch heftige und schnell aufeinander folgende, gab es irgendwie doch schon immer. Der Blick in die Vergangenheit ist oft verkl&#xE4;rt nach dem Motto &#x201E;fr&#xFC;her war alles besser&#x201C;. Ich frage mich aber: war es das wirklich? Wenn ich allein an die vergangenen 25 Jahre denke, fallen mir diverse politische wie auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Krisen ein, die uns zu dem Zeitpunkt teilweise als existenzbedrohend, teils als schier un&#xFC;berwindlich erschienen. Islamistischer Terror und der Krieg gegen den Terror, Dotcom-Blase, Lehman und die Subprime Krise, die Euro- und Schuldenkrise, Brexit, etc.</p>
<p>Ich will damit sagen, Krisen werden uns immer begleiten. Die Frage ist jeweils, wie wir damit umgehen. Und insofern sind die aktuellen Krisen (Corona sowie Ukrainekrieg) hoffentlich daf&#xFC;r gut, unseren moralischen Kompass wieder auszurichten. Will sagen, ein &#x201E;Gewinnen um jeden Preis&#x201C;, ein &#x201E;Zur&#xFC;ck zu alten Mustern&#x201C; und eher auf Misstrauen basierenden Unternehmenskulturen, eine solche Mentalit&#xE4;t geh&#xF6;rt hoffentlich der Vergangenheit an.</p>
<p>Dar&#xFC;ber hinaus glaube ich fest daran, dass uns ein positiver Blick auf die Zukunft weiterbringen wird. Gemeinsam, mit unserem Set an Werten, einem (selbst-)kritischen Blick auf unsere Ressourcenverschwendung und einem Vertrauen in uns selbst und unsere Kolleg*innen (um im Kontext eines Unternehmens zu bleiben) werden uns helfen, diese Krisen zu bew&#xE4;ltigen.&#xA0;</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Ehrlich gesagt: Speziell kleinere Unternehmen oder Start-ups, aber bis zu einem gewissen Grad auch mittlere und gro&#xDF;e Unternehmen, k&#xF6;nnen sich den Luxus von HR und Operations als Wasserkopfeinheiten gar nicht mehr leisten.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em><i>Welche Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Situation auf (kleinere) Unternehmen zukommen, besonders im Kontext Deiner breiten Erfahrungen und Expertise im HR?&#xA0;</i></em></strong></p>
<p>Also, vielleicht kurz und knackig: Ich glaube, die drei gr&#xF6;&#xDF;ten Herausforderungen sind Digitalisierung, Vertrauenskultur und offene Kommunikation. Wobei alle drei eng verzahnt sind.</p>
<p><strong><i><em>Hm, da sind ja einige interessante Schlagworte dabei&#x2026; Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele dieser (kleineren) Unternehmen und damit potentiell existenzbedrohend? Oder findest Du das vielleicht alles etwas &#xFC;bertrieben?</em></i></strong></p>
<p>Vor allem Corona und die Auswirkungen haben uns gezeigt, wie wichtig eine Vertrauenskultur sowie offene Kommunikation f&#xFC;r Unternehmen sind. Nicht nur extern und im Bezug auf das Unternehmen, sondern speziell nach innen und im Blick auf die Kolleg*innen. Vor Corona hie&#xDF; es ja oft, &#x201E;das geht nicht&#x201C;, sei es bez&#xFC;glich Home Office, hybride Meetings, etc. Und dann ging das mit einem Schlag und teilweise echt sehr erfolgreich. Auch zeigte dieses kleine Virus ja wieder viele Schwachstellen und blinde Flecken in unserer Welt auf. Man denke nur an den Skandal um die Fleischfabrik von T&#xF6;nnies.</p>
<p>Ich bin fest davon &#xFC;berzeugt, dass wir mehr Vertrauen und mehr Kommunikation brauchen, gerade innerhalb der Unternehmen. Und nicht nur von oben nach unten, sondern in alle Richtungen. Wir m&#xFC;ssen weg von &#x201E;Home Office ist b&#xF6;se und alle liegen faul rum&#x201C;, aber ebenso von &#x201E;Der Chef vertraut mir nicht und will mich nur deshalb zur&#xFC;ck im B&#xFC;ro haben&#x201C;. Hin zu einem offenen Dialog dar&#xFC;ber, wie die Arbeitswelt von heute und morgen aussehen kann und welche Modelle f&#xFC;r welches Unternehmen/Abteilung etc. passen und darauf vertrauen, dass wir gemeinsam, Unternehmensf&#xFC;hrung und Belegschaft, das schaffen. Die daraus entstehende Unternehmenskultur wird vor allem im Blick auf den aktuellen Wettstreit um Talente sehr wichtig werden. Pers&#xF6;nlich m&#xF6;chte ich in einer positiven, auf ein ehrliches Miteinander, ausgelegten Kultur arbeiten. Danach werden viele suchen und dies kritisch hinterfragen bei der Jobsuche.</p>
<p>Die Digitalisierung kann Unternehmen, und vor allem kleineren, dabei helfen. Einmal in der Kommunikation (kununu et al), zum anderen aber vor allem, wenn wir Digitalisierung als Prozessoptimierung denken. Speziell kleinere Unternehmen oder Start-ups, aber bis zu einem gewissen Grad auch mittlere und gro&#xDF;e Unternehmen k&#xF6;nnen sich den Luxus von HR und Operations als Wasserkopfeinheiten gar nicht mehr leisten. Und besonders wir in HR m&#xFC;ssen in der Lage sein, unsere Zeit mit Unternehmensleitung, F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften und Mitarbeitenden zu verbringen anstatt in der Administration von Abwesenheiten und zeitaufwendigem Bef&#xFC;llen von Exceltabellen. Denn diese Zeit ben&#xF6;tigen wir f&#xFC;r den Aufbau und die Verankerung einer Vertrauenskultur und einer offenen Dialogkultur nach innen und au&#xDF;en. Das allein ist vielleicht nicht &#x201E;mission critical&#x201C;, aber ziemlich wichtig.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;F&#xFC;r die Sorgen und N&#xF6;te der Kolleg*innen m&#xFC;ssen wir im HR ein offenes Ohr haben und diese entsprechen b&#xFC;ndeln, angehen und weitertragen, wo n&#xF6;tig. Denn Zuh&#xF6;ren kann auch Sorgen nehmen, die vielleicht so nicht berechtigt sind in einer Situation.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201E;Menschen, F&#xFC;hrung und Rolle von HR&#x201C;</h4>
<p><strong><em>Was macht diese Situation mit den Menschen?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Ich nehme wahr, dass vor allem der Ukrainekrieg, aber auch der nicht absehbare Verlauf von Corona bei den Menschen f&#xFC;r Unsicherheit sorgt, teilweise auch zu &#xC4;ngsten vor der Zukunft, der eigenen wirtschaftlichen Lage etc f&#xFC;hrt. Speziell die Inflation und die potenziell hohen Gasrechnungen bereiten zunehmend mehr Menschen Sorge.</p>
<p><strong><em>Erwartest Du Effekte f&#xFC;r F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte und Mitarbeitende in (kleineren) Unternehmen? Was braucht es, um zielgerichtet damit umzugehen?</em></strong></p>
<p>F&#xFC;r die Sorgen und N&#xF6;te der Kolleg*innen braucht es ein offenes Ohr. Die noch unklare Coronalage und damit verbunden die noch nicht gekl&#xE4;rten oder bekannten Regelungen erzeugen vor allem bei Unternehmen und somit auch bei F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften Unsicherheiten, was wiederum sich teilweise in unklarer oder (scheinbar) inkonsequenter Kommunikation niederschl&#xE4;gt. Um diesen Effekten entgegenzuwirken, helfen klare Regeln und transparente Kommunikation.</p>
<p><strong><i><em>Wie bewertest Du dabei die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen)?&#xA0;<br>Was kann &#x2013; oder sogar: muss &#x2013; HR tun, um hier bewusst gegenzusteuern und die Organisation &#x201E;fit f&#xFC;r die Zukunft&#x201C; zu machen?&#xA0;</em></i></strong></p>
<p>Die Aufgabe von uns in HR liegt f&#xFC;r mich genau in den von mir oben genannten zwei Punkten. Wir k&#xF6;nnen und m&#xFC;ssen gemeinsam mit der Unternehmensf&#xFC;hrung klare Regeln und eine klare Kommunikation aktiv vorleben. Dazu k&#xF6;nnen wir den F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften Leitf&#xE4;den und Hilfe anbieten. F&#xFC;r die Sorgen und N&#xF6;te der Kolleg*innen m&#xFC;ssen wir ein offenes Ohr haben und diese entsprechen b&#xFC;ndeln, angehen und weitertragen, wo n&#xF6;tig. Denn Zuh&#xF6;ren kann auch Sorgen nehmen, die vielleicht so nicht berechtigt sind in einer Situation. Hier bedarf es dann wiederum einer klaren Kommunikation mit einfachen, verst&#xE4;ndlichen Regeln.</p>
<p><strong><i><em>Siehst Du konkrete Handlungsempfehlungen f&#xFC;r Entscheider und HR Gestalter? <br>Was ist wirklich wichtig und sollte m&#xF6;glichst noch dieses Jahr gestartet werden</em>? </i></strong></p>
<p>Das Gute ist ja, wir haben alle viel erprobt in den vergangenen 2,5 Jahren. Jetzt ist ein geeigneter Zeitpunkt, sofern nicht bereits geschehen, das Erprobte zu &#xFC;berpr&#xFC;fen und sich f&#xFC;r den Herbst und Winter vorzubereiten.</p>
<p>Hier sehe ich auch eine der Kernaufgaben von HR-Abteilungen und Verantwortlichen. Die Unternehmensf&#xFC;hrung in diesem Prozess zu begleiten, Regeln aufstellen, deren Einhaltung nachhalten und f&#xFC;r klare Kommunikation sorgen. Nichts davon ist fancy oder besonders neu. Aber gerade in diesen Zeiten bedarf es meiner Meinung nach einer guten und proaktiven Betreuung. Das kann und sollte HR leisten.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Kommen wir nun zum Thema Leadership: Welche Rolle spielt es in Eurer Organisation? Findest Du, dass sich das bei Euch in den letzten Jahren in irgendeiner Weise ver&#xE4;ndert hat?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Leadership spielt in meiner aktuellen Position und Firma eine sehr gro&#xDF;e Rolle, tat es aber auch schon in den beiden vorherigen Firmen, wenn ich auf die vergangenen 2,5 Jahre zur&#xFC;ckblicke. Die Frage ist immer, wie wird es verstanden und gelebt?</p>
<p>Besonders letzteres erwies sich teilweise als extrem gro&#xDF;e Herausforderung. Ich glaube, die Gesellschaft im Allgemeinen und somit auch in Unternehmen als Spiegelbild der Gesellschaft im Kleinen befindet sich zwar nicht in einem dramatischen Umbruch, aber in einer Phase, in der Vertrauen in und zwischen Personen immer wichtiger wird und die Basis dieses Vertrauens neu verhandelt wird.&#xA0;<br>F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte mussten lernen &#x2013; und haben es hoffentlich gelernt &#x2013; in der Coronapandemie, dass Mitarbeitende sich nicht 24/7 kontrollieren lassen, sondern welches Potenzial intrinsische Motivation entfalten kann. Dieses Potenzial sollte gutes Leadership f&#xF6;rdern. <br>Leadership bedeutet aber eben auch f&#xFC;hren. Das hei&#xDF;t, man sollte eine Idee oder ein Ziel haben, einen Weg dahin definieren k&#xF6;nnen und seine Mannschaft &#xFC;berzeugen k&#xF6;nnen, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Dieser vermeintliche Spagat fordert viele F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte massiv, gerade im mittleren Management.</p>
<p>Bei GARMIN leben wir beispielsweise daher das Modell des &#x201E;servant leadership&#x201C;. Wir begreifen F&#xFC;hrung als ein Privileg. Ein Privileg, welches mit einer gro&#xDF;en Verantwortung kommt. F&#xFC;r uns sind F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte dazu da, das Team und den einzelnen Kolleg*innen zu supporten, die Basis zu schaffen, dass jede*r Einzelne mit Freude und Vertrauen erf&#xFC;llend und wertsch&#xF6;pfend ihrer Arbeit und Passion nachgehen kann. Deshalb leben wir einen F&#xFC;hrungsstil, der sich durch Empathie und Wertsch&#xE4;tzung f&#xFC;r unsere Mitarbeitenden auszeichnet.</p>
<p>Dieses sich auf Augenh&#xF6;he begegnen gilt &#xFC;ber alle Ebenen. Das hilft speziell F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften der mittleren Ebene, Ziele und Werte glaubhaft zu vermitteln, weil sie an deren Entstehung ebenso partizipieren, wie auch die obere Ebene und auch die Mitarbeitenden. Wir ziehen gemeinsam an einem Strang.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;Digitale HR L&#xF6;sungen bringen eine ganze Reihe von Vorteilen: Eine erhebliche Vereinfachung bei der Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen und mehr Fokus f&#xFC;r HR. Diese zeitlichen und geistigen Freir&#xE4;ume k&#xF6;nnen wir dann in die Arbeit mit den F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften und Mitarbeitenden investieren.</em><em>&#x201C;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mindset, Kompetenzen und (Einfluss der) Digitalisierung&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen ben&#xF6;tigen (kleinere) Unternehmen, um gest&#xE4;rkt aus Krisensituationen hervorzugehen und erfolgreich unter Unsicherheit zu agieren? Wie zeigt sich das konkret?</em></strong></p>
<p>Ich denke, Unternehmen brauchen eine gute Mischung aus Resilienz und Agilit&#xE4;t. Speziell kleinere Unternehmen k&#xF6;nnen hier einen Vorteil haben, weil sie aufgrund ihrer Gr&#xF6;&#xDF;e und oft auch ihres Gesch&#xE4;ftsfeldes in der Regel agiler sind als gr&#xF6;&#xDF;ere. Dabei darf aber die richtige Kommunikation und eine Vertrauenskultur nicht vernachl&#xE4;ssigt werden.&#xA0;</p>
<p><strong><em>Welche Rolle kann Digitalisierung spielen, um Antworten in der Krise zu finden? <br></em></strong></p>
<p>Meiner Meinung nach k&#xF6;nnen vor allem auch kleinere Unternehmen stark von digitalen L&#xF6;sungen profitieren. Ab einer gewissen Gr&#xF6;&#xDF;e kann eben nicht mehr alles von der einen Person an der Spitze gemacht werden. Die Organisation muss sinnvoll aufgestellt werden, F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte richtig und nachhaltig &#x201E;empowert&#x201C; werden und die Mitarbeitenden sollten ein gutes Ma&#xDF; an Partizipationsm&#xF6;glichkeiten haben. Wenn dann seitens Unternehmensf&#xFC;hrung das Ziel konsequent verfolgt wird, kann man als Unternehmen auch gest&#xE4;rkt aus einer Krise hervorgehen.</p>
<p><strong><em>K&#xF6;nnen wom&#xF6;glich digitale HR-L&#xF6;sungen hier einen echten Mehrwert bringen? </em></strong></p>
<p>Digitale HR L&#xF6;sungen bringen definitiv eine ganze Reihe von Vorteilen. Nicht nur macht es die Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen erheblich einfacher, sondern schafft vor allem Freir&#xE4;ume f&#xFC;r HR. Zeitliche und geistige Freir&#xE4;ume, die wir dann in die Arbeit mit den F&#xFC;hrungskr&#xE4;ften und Mitarbeitenden investieren k&#xF6;nnen. Weiterhin sehe ich auch eine starke Verbesserung der Transparenz, wenn jede*r &#xFC;ber eine digitale Personalakte seine Unterlagen jederzeit einsehen kann, Urlaubs- und Abwesenheitsprozesse digital abgebildet werden und sogar Evaluierungen digital nachgehalten werden.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>&#x201C;In der aktuellen Situation nehme ich ein gro&#xDF;es Momentum f&#xFC;r Unternehmen, Unternehmens-f&#xFC;hrungen und Mitarbeitende wahr, ihre Ziele, Visionen und auch das Miteinander, die Kultur zu &#xFC;berdenken und neu auszurichten.&#x201D;</em></strong></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen und Ausblick&#x201D;</h4>
<p><strong><em>Lass uns eine bekannte Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: </em><em>Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch eine neue Chance mit sich bringt. Wie bewertest Du das in diesem Kontext? Ist das &#xFC;berhaupt m&#xF6;glich?&#xA0;</em></strong></p>
<p>Ja, auch wenn ich finde, dass Krisen und die Auswirkungen sich erst einmal setzen m&#xFC;ssen, so sehe ich doch immer Chancen erwachsen. In der aktuellen Situation nehme ich ein gro&#xDF;es Momentum f&#xFC;r Unternehmen, Unternehmensf&#xFC;hrungen und Mitarbeitende wahr, ihre Ziele, Visionen und auch das Miteinander, die Kultur zu &#xFC;berdenken und neu auszurichten. Immer wieder ist in den vergangenen Jahren von Sinnsuche die Rede, ich habe dies aus vielen Gespr&#xE4;chen und auch bei mir selbst festgestellt.</p>
<p><strong><em>Welche Chance(n) siehst Du und warum?</em></strong></p>
<p>Gerade hierin, im Sinnstiften der Arbeit, liegt glaube ich eine gro&#xDF;e Chance f&#xFC;r Unternehmen. Bei GARMIN haben wir den Claim #beatyesterday. Dieses Motto begreifen wir nicht nur im sportlichen Kontext, sondern eben auch im unternehmerischen. Wir wollen uns immer ein St&#xFC;ck besser machen. Und die Effekte durch Corona und auch den Ukrainekrieg haben so viele alte Gewissheiten in Frage gestellt, dass es an sich keinen besseren Moment gibt als es heute besser als gestern zu machen.</p>
<p><em><strong>Lieber Veit, besten Dank f&#xFC;r das positive und motivierende Schlusswort. In diesem Sinne bem&#xFC;hen wir uns gerne, bestimmte Dinge heute besser zu machen als am gestrigen Tag!&#xA0;</strong></em></p>
<h4>Informationen zum Gespr&#xE4;chspartner</h4>
<p>												<img width="800" height="800" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_Interview-01_Veit_Wittmann_GARMIN_1630998214498.jpeg" alt="Gespr&#xE4;ch mit Veit Wittmann | HR Manager bei Garmin Deutschland GmbH &#x2013; Experte f&#xFC;r F&#xFC;hrung und Organisationsentwicklung, HR-Prozesse und HR-Strategie" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_Interview-01_Veit_Wittmann_GARMIN_1630998214498.jpeg 800w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_Interview-01_Veit_Wittmann_GARMIN_1630998214498-300x300.jpeg 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_Interview-01_Veit_Wittmann_GARMIN_1630998214498-150x150.jpeg 150w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_Interview-01_Veit_Wittmann_GARMIN_1630998214498-768x768.jpeg 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2022/08/staffboard_Experten_Interview-01_Veit_Wittmann_GARMIN_1630998214498-285x285.jpeg 285w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px"><br>
					<a href="https://www.linkedin.com/in/veit-wittmann-3549659/?ref=staffboard.com" target="_blank" rel="noopener"><br>
						Linkedin<br>
											</a><br>
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						Xing<br>
											</a><br>
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						Instagram<br>
											</a><br>
					<a href="https://www.garmin.com/de-DE/?ref=staffboard.com" target="_blank" rel="noopener"><br>
						Link<br>
											</a></p>
<p><em><strong>Veit Wittmanns Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
<ul>
<li>HR Strategie</li>
<li>Leadership &amp; F&#xFC;hrung</li>
<li>Organisationsentwicklung</li>
<li>Unternehmenskultur &amp; Werte</li>
<li>Gestaltung von Ver&#xE4;nderungsprozessen / Wandel / Change Management</li>
<li>Aufbau und Skalierung von HR Prozessen und Organisationsstrukturen</li>
<li>New Work / Zukunft der Arbeitswelt</li>
<li>Arbeitsrecht</li>
</ul>
<p>&#xA0;</p>
<p style="font-weight: 400;"><em><strong>&#xDC;ber unseren heutigen HR Experten:&#xA0;</strong></em></p>
<p>Mein Name ist Veit Wittmann. Seit Juni 2022 bin ich Personalleiter bei <a href="https://www.garmin.com/de-DE/?ref=staffboard.com">GARMIN Deutschland</a> und mit meinem Team verantworten wir die Personalarbeit f&#xFC;r gut 300 Mitarbeitende in der DACH Region. Davor war ich als Director People &amp; Culture bei einer M&#xFC;nchner Agentur sowie als Director HR DACH f&#xFC;r ein italienisches Modeunternehmen t&#xE4;tig. Den Bereich HR in allen seinen Facetten habe ich 2006 &#x2013; nach meinem Studium der Literaturwissenschaften &#x2013; kennengelernt bei einer gro&#xDF;en, europ&#xE4;ischen Bank, f&#xFC;r die ich auch &#xFC;ber 2 Jahre in Italien war.</p>
<p>Privat begeistere ich mich f&#xFC;r Kochen, segeln und Rennradfahren. Ich lebe in M&#xFC;nchen mit Frau und Kind.</p>
<!--kg-card-end: html-->]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Home Office als Infektionsschutzmaßnahme - einfach umgesetzt mit staffboard]]></title><description><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><p></p>
<p></p>
<p><b style="letter-spacing: 0.1px;"><i>[M&#xFC;nchen &#x2013; 12</i></b><b style="letter-spacing: 0.1px;"><i>.01.2021] Auch heute noch &#x2013; nach rund 11 Monaten &#x2013; sind die Auswirkungen der Corona-Krise f&#xFC;r uns alle auf breiter Basis gravierend. Dies betrifft insbesondere die Arbeitswelt. Viele Menschen haben zuletzt das vorher oft Undenkbare selbst erlebt: Mobil von zu Hause aus</i></b></p>]]></description><link>https://staffboard.com/blog/home-office-als-infektionsschutzmassnahme-mit-staffboard/</link><guid isPermaLink="false">64e5bd8500584700010cb1b0</guid><category><![CDATA[HR]]></category><category><![CDATA[HR-Praxis]]></category><category><![CDATA[HR Prozesse]]></category><category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category><category><![CDATA[Abwesenheitsmanagement]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category><category><![CDATA[Datenschutz]]></category><category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category><category><![CDATA[Bessere HR Arbeit]]></category><category><![CDATA[HR Software]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiter]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiterverwaltung]]></category><category><![CDATA[Unternehmenskultur]]></category><category><![CDATA[Software]]></category><category><![CDATA[Mitarbeiteradministration]]></category><category><![CDATA[HR Recht]]></category><dc:creator><![CDATA[David Hajizadeh]]></dc:creator><pubDate>Tue, 12 Jan 2021 15:56:37 GMT</pubDate><media:content url="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2021/01/staffboard_Woman-in-Home-Office-Setup.jpg" medium="image"/><content:encoded><![CDATA[<!--kg-card-begin: html--><img src="https://staffboard.com/content/images/wordpress/2021/01/staffboard_Woman-in-Home-Office-Setup.jpg" alt="Home Office als Infektionsschutzma&#xDF;nahme - einfach umgesetzt mit staffboard"><p></p>
<p></p>
<p><b style="letter-spacing: 0.1px;"><i>[M&#xFC;nchen &#x2013; 12</i></b><b style="letter-spacing: 0.1px;"><i>.01.2021] Auch heute noch &#x2013; nach rund 11 Monaten &#x2013; sind die Auswirkungen der Corona-Krise f&#xFC;r uns alle auf breiter Basis gravierend. Dies betrifft insbesondere die Arbeitswelt. Viele Menschen haben zuletzt das vorher oft Undenkbare selbst erlebt: Mobil von zu Hause aus zu arbeiten und sich im sogenannten &#x201C;Home Office&#x201D; neu zu organisieren. Derzeit wird das &#x201C;Recht auf Home Office&#x201D; intensiv diskutiert. Home Office gilt als Infektionsschutzma&#xDF;nahme, die sehr wirksam ist.&#xA0;<br></i></b></p>
<p>Zahlreiche Wirtschaftsverb&#xE4;nde &#x2013; Gewerkschaften wie Arbeitgeber &#x2013; und die politischen Parteien bef&#xFC;rworten grunds&#xE4;tzlich Home Office zur Eind&#xE4;mmung der Corona-Pandemie und Reduzierung der sehr hohen Infektionszahlen. Wir bei staffboard denken ebenfalls, dass Home Office unter dem Strich sehr sinnvoll sein kann, sofern die T&#xE4;tigkeit das erlaubt. Deshalb sollte jede Organisation genau pr&#xFC;fen, ob und wie sie das f&#xFC;r ihre Mitarbeiter bestm&#xF6;glich realisieren kann. Letztlich m&#xFC;ssen ja alle davon profitieren.&#xA0;</p>
<h3><b>Unterschiedliche Positionen heizen die Debatte an&#xA0;</b></h3>
Politisch jedoch sind die Positionen sind dabei recht unterschiedlich: So wollen die Gewerkschaften in der Corona-Pandemie einen Rechtsanspruch auf Home Office durchsetzen: <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/homeoffice-gewerkschaften-corona-101.html?ref=staffboard.com">&#x201C;Wir fordern einen Rechtsanspruch auf Homeoffice &#x2013; jedenfalls da, wo es machbar ist&#x201D;, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der &#x201C;S&#xFC;ddeutschen Zeitung&#x201D;</a>.
&#xA0;
Auch die vbw &#x2013; Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. setzt sich f&#xFC;r Home Office als Sofortma&#xDF;nahme zur Eind&#xE4;mmung der Corona-Pandemie ein. Laut einer <a href="https://www.vbw-bayern.de/vbw/PresseCenter/Position-der-vbw-%E2%80%93-Vereinigung-der-Bayerischen-Wirtschaft-e.-V.-zu-Home-Office-zur-Eind%C3%A4mmung-der-Corona-Pandemie.jsp?ref=staffboard.com">Stellungnahme von vbw Hauptgesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer Bertram Brossardt</a> wirkt Home Office als Infektionsschutzma&#xDF;nahme. Dementsprechend sollte Home-Office &#x2013; wo immer es geht &#x2013; eingesetzt werden. Gleichzeitig sieht er darin nur eine Notma&#xDF;nahme f&#xFC;r die Zeit, bis die Pandemie durch die Ma&#xDF;nahmen Abstand, Maske, Testen, Impfen gebrochen ist. Das Recht des Arbeitgebers zu bestimmen, wann und wo die Arbeit zu leisten ist, bleibt davon unber&#xFC;hrt. Dieses Bestimmungsrecht ist ein essenzielles Recht des Arbeitgebers.
&#xA0;
&#xA0;
<h3><b>Unsere Empfehlung: Arbeitgeber sollten Home Office als Gestaltungsinstrument nutzen&#xA0;</b></h3>
&#xA0;
Nat&#xFC;rlich ist die Sachlage komplizierter. Zun&#xE4;chst muss gepr&#xFC;ft werden, ob Home Office &#xFC;berhaupt realistisch umgesetzt werden kann. Doch auch falls Home Office im Einzelfall m&#xF6;glich ist, muss der Arbeitnehmer zustimmen, ob er von zu Hause aus arbeiten m&#xF6;chte. Niemand sollte ins Home Office gezwungen werden.&#xA0;
&#xA0;
Trotz aller hitziger Debatten um das F&#xFC;r und Wider des Rechtsanspruchs: Wir sind ebenfalls &#xFC;berzeugt, dass Home Office als Ma&#xDF;nahme unter dem Strich sehr sinnvoll sein kann, sofern die T&#xE4;tigkeit das erlaubt. Jede Organisation sollte also genau pr&#xFC;fen, wie sie dies f&#xFC;r ihre Mitarbeiter bestm&#xF6;glich realisieren kann. Idealerweise passiert das im Dialog mit den Arbeitnehmern. Das Ziel muss sein, die jeweils beste L&#xF6;sung f&#xFC;r beide Seiten zu finden. Und gleichzeitig der moralischen und gesellschaftlichen Verpflichtung nachzukommen, einen Beitrag f&#xFC;r die Eind&#xE4;mmung der Corona-Pandemie zu leisten.&#xA0;
&#xA0;
&#xA0;
<h3>Einfach Home Office in der staffboard HR Software abbilden&#xA0;</h3>
Ob Verpflichtung oder Recht des Arbeitgebers &#x2013; mit staffboard l&#xE4;sst sich Home Office f&#xFC;r Mitarbeiter sehr einfach beantragen und dokumentieren. Home Office ist dabei eine weitere <a href="https://staffboard.com/abwesenheitsmanagement/">Abwesenheitsart</a> in der Auswahlliste m&#xF6;glicher Abwesenheiten. Der Mitarbeiter stellt &#xFC;ber das digitale Antragswesen seinen Antrag auf Home Office. Dabei kann das HR Team oder die Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung die Anzahl der maximal m&#xF6;glichen Home Office Tage pro Jahr definieren und gegebenenfalls anpassen. &#xDC;ber die Workflows l&#xE4;sst sich festlegen, ob Home Office eine genehmigungspflichtige Abwesenheit ist oder nicht, ob die Mitarbeiter auch halbe Tage beantragen d&#xFC;rfen usw. Zu guter Die entsprechenden Abwesenheitsreports geben den &#xDC;berblick, welcher Mitarbeiter wann von zu Hause aus arbeitet oder im B&#xFC;ro ist.&#xA0;		
							<figure>
										<img width="768" height="423" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-768x423.png" alt="Home Office als Infektionsschutzma&#xDF;nahme - einfach umgesetzt mit staffboard" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-768x423.png 768w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-300x165.png 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-1024x564.png 1024w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-1536x846.png 1536w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49.png 2048w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-285x157.png 285w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-1600x881.png 1600w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-1000x551.png 1000w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-1634x900.png 1634w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-660x363.png 660w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2021/01/Bildschirmfoto-2021-01-11-um-18.07.49-150x83.png 150w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px">											<figcaption>Mit Hilfe der staffboard HR Software l&#xE4;sst sich Home Office spielend leicht beantragen.</figcaption>
										</figure>
		<h4><b>Fazit:&#xA0;</b></h4>
<p>Stimmen Sie sich hierzu auf alle F&#xE4;lle mit Experten im Bereich Arbeitsrecht und mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab. Damit vermeiden Sie rechtliche Fallstricke bei den von Ihnen angeordneten &#x201C;Home Office&#x201D;-Ma&#xDF;nahmen.&#xA0;</p><h4>Exkurs:</h4>
<p>Weiterf&#xFC;hrende Informationen zu den&#xA0;Arbeitsrechtlichen Implikationen und deren Auslegung und den arbeitsrechtlichen&#xA0;Unterschied zwischen &#x201C;<strong>Home Office</strong>&#x201D; und &#x201C;<strong>mobilem Arbeiten</strong>&#x201D; finden Sie auch in diesem <a href="https://staffboard.com/update-auswirkungen-der-corona-krise-auf-die-arbeitswelt">Beitrag</a>.&#xA0;</p><h3><b>Disclaimer/Haftungssauschluss zu staffboard HR Themen:&#xA0;</b></h3>
<p><b>Informationsangebot ist keine Rechtsberatung!</b></p>
<p>Wir machen darauf aufmerksam, dass unser Web-Angebot lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Es ist eine Zusammenstellung von uns als wichtig bewerteter Themen. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung, die auf Ihre spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gew&#xE4;hr auf Richtigkeit und Vollst&#xE4;ndigkeit.&#xA0;</p>
<p>Falls Sie eine pers&#xF6;nliche Rechtsberatung ben&#xF6;tigen, die allen Einzelheiten Ihrer Situation gerecht wird, sollten einen Arbeitsrechtler/Rechtsanwalt/Anwaltskanzlei Ihres Vertrauens zu Rate ziehen.&#xA0;</p>
<p><b>Externe Seiten und Links</b></p>
<p>Alle auf dieser Website befindlichen Links zu externen Seiten sind zum Zeitpunkt ihrer Bearbeitung gepr&#xFC;ft worden und wiesen keine rechtlich, moralisch oder anderweitig bedenklichen Inhalte auf.&#xA0;</p>
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<blockquote>
<p><em>&#x201C;In Krisenzeiten kann es &#x2013; je nach Pers&#xF6;nlichkeit der Unternehmer und F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte &#x2013; bedeuten, dass diese sich vor den Mitarbeitern zur&#xFC;ckziehen. Wobei gerade jetzt in der Krise eine klare und ausf&#xFC;hrliche Kommunikation f&#xFC;r das Sicherheitsbed&#xFC;rfnis der Mitarbeiter in meinen Augen essentiell ist.&#x201D;</em></p>
</blockquote>
<h3 style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Was tun in der Corona-Krise? Wir fragen HR Experten zu den Herausforderungen, Strategien und Chancen&#xA0;</strong><br><strong>(23) &#x2026; heute mit: </strong><b>Astrid Lehmeyer | <a href="https://www.astridlehmeyer.de/?ref=staffboard.com">Astrid Lehmeyer &#x2013; Rekrutierung &#x2013; Training &#x2013; Beratung</a></b></h3>
<p>Anmerkung: Mit der im Folgenden verwendeten Bezeichnung &#x201C;kleinere Unternehmen&#x201D; sind prim&#xE4;r Startups, KMU und auch Non-Profit-Organisationen in einer Besch&#xE4;ftigtengr&#xF6;&#xDF;enklasse von bis zu 50 Mitarbeitern gemeint. Gleichwohl treffen die von den Experten genannten Aspekte vielfach auch auf gr&#xF6;&#xDF;ere Organisationen mit mehreren Hundert oder Tausend Besch&#xE4;ftigten zu.&#xA0;</p>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Risiken, Herausforderungen und Auswirkungen der Krise&#x201D;</h4>
<p><strong><em>staffboard: <i>Astrid, seit Deinem 24. Lebensjahr bist Du leidenschaftliche Unternehmerin, die meiste Zeit davon mit Personalverantwortung. Welche Herausforderungen siehst Du durch die aktuelle Corona-Krise auf Unternehmer und (kleinere) Unternehmen zukommen, speziell im Kontext Deiner eigenen Erfahrungen?</i></em></strong></p>
<p>Astrid Lehmeyer: Corona und der Lockdown dauern mittlerweile schon mehrere Monate an. Viele davon betroffene, kleine Unternehmen haben ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und bauen auch teils Personal ab. Die Frage ist nun, wie schnell die Wirtschaft zuk&#xFC;nftig wieder anzieht? Vor allem beim Personalabbau hei&#xDF;t das im Umkehrschluss, dass wieder eingestellt werden muss. Kleine Unternehmen machen das jedoch meist ad hoc und nicht strategisch. Folglich fallen dann steigende Kundennachfragen und Mitarbeitersuche zusammen. Wenn ich mich an meine eigenen Anf&#xE4;nge als Unternehmerin zur&#xFC;ck erinnere, war ich oft damit besch&#xE4;ftigt gleichzeitig Kundenanfragen zu bearbeiten und Mitarbeiter zu suchen, die den steigenden Arbeitsaufwand mit abarbeiten. Das kann man jedoch mit strategischer Personalplanung abfedern.</p>
<p><strong><i>Warum ist das aus Deiner Sicht &#x201C;mission critical&#x201D; f&#xFC;r viele (kleinere) Unternehmen und damit so wichtig f&#xFC;r deren Fortbestehen? </i></strong></p>
<p>Die Frage ist, ob strategische Personalplanung sich wirklich aufs konkrete Fortbestehen auswirkt. Worauf sie sich jedoch auswirkt ist, wie schnell ein Unternehmen nach der Krise sich wieder erholt. Nat&#xFC;rlich kann durch mangelnde Fachkr&#xE4;fte der ein oder andere Auftrag verloren gehen. Kunden k&#xF6;nnen abspringen und man wird von der Konkurrenz abgeh&#xE4;ngt. Der Aufbau nach der Krise wird aber somit immer schwieriger. Meine Devise: Jetzt in der Krise (auch personell) vorsorgen, die Zeit f&#xFC;r die Festigung einer starken unternehmerischen Basis nutzen, um danach wieder durchzustarten.</p>
<blockquote>
<p><em>&#x201C;Meine Devise: Jetzt in der Krise (auch personell) vorsorgen, die Zeit f&#xFC;r die Festigung einer starken unternehmerischen Basis nutzen, um danach wieder durchzustarten.</em><em>&#x201C;</em></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Mitarbeiter, F&#xFC;hrung und HR&#x201D;</h4>
<p><strong><i>Als HR Beraterin hilfst Du Unternehmern, derartige Herausfordeurngen zu meistern. Was macht diese Situation mit den Menschen? Welche Effekte erwartest Du f&#xFC;r die F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte und Mitarbeiter in (kleineren) Unternehmen? Was braucht es, um zielgerichtet damit umzugehen?</i></strong></p>
<p>In meiner t&#xE4;glichen Arbeit beobachte ich, dass viele Menschen &#x2013; vor allem in kleinen Betrieben &#x2013; Angst um ihre Arbeitsstelle haben. So einige wurden auch gek&#xFC;ndigt. Was vor einem Jahr eine sichere Branche war, verzeichnet aktuell Umsatzeinbr&#xFC;che bis hin zu komplett fehlenden Einnahmen. Das ist f&#xFC;r viele (auch Unternehmer) ein Schock. Je nach Pers&#xF6;nlichkeit der Unternehmer und F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte kann das bedeuten, dass diese sich vor den Mitarbeitern zur&#xFC;ckziehen. Wobei gerade jetzt in der Krise eine klare und ausf&#xFC;hrliche Kommunikation f&#xFC;r das Sicherheitsbed&#xFC;rfnis der Mitarbeiter in meinen Augen essentiell ist. Man kann dar&#xFC;ber streiten, jedoch ich war und bin immer f&#xFC;r absolute Transparenz. Mitarbeiter sollten auch in schlechten Zeiten mitgenommen werden und Ihnen wenn m&#xF6;glich Verantwortung &#xFC;bergeben werden. In dem Moment, wo eine gewisse Handlungsf&#xE4;higkeit wieder m&#xF6;glich ist, geht der Schockzustand bei vielen zur&#xFC;ck, man packt an und ist in der Lage positive M&#xF6;glichkeiten zu erkennen.</p>
<p><strong><i>Wie bewertest Du die Rolle von HR (Human Resources / Human Relations / Personalwesen)? Was kann &#x2013; oder sogar: muss &#x2013; HR tun, um eventuell gegenzusteuern und die Organisation weiter zu stabilisieren? </i></strong></p>
<p>Nun, genau um diese M&#xF6;glichkeiten zu erkennen, kann HR unterst&#xFC;tzen. Zum einen kann HR die Kommunikation allgemein begleiten. Nicht jede F&#xFC;hrungskraft ist der geborene Krisenkommunikator. Hier kann HR beraten und gemeinsam Kommunikationsstrategien erarbeiten. <br>Dar&#xFC;ber hinaus hat HR die M&#xF6;glichkeit Workshops oder Thinktanks im Unternehmen zu etablieren. Sie k&#xF6;nnen verschiedene Personen mit unterschiedlicher Expertise zusammenbringen, um gemeinsam die Strategien f&#xFC;r die neue Situation zu verbessern oder zu erarbeiten. Ganz ehrlich, wenn die Auftragslage zur&#xFC;ckgeht, sollte man die Zeit nutzen und sich gemeinsam hinsetzen, so viel unterschiedliche Sichtweisen wie m&#xF6;glich zusammenbringen und wirklich mal &#x201C;spinnen&#x201D;, wie man gemeinsam aus der Krise gest&#xE4;rkt hervorgehen kann. Das mag nun abgehoben klingen, aber ich habe das wirklich bereits in anderen Situationen erlebt, vor allem das positive Mindset der Moderatoren/ F&#xFC;hrungskr&#xE4;fte / HR kann unheimlich viel bewegen, wenn sie es schaffen, die anderen mitzurei&#xDF;en.</p>
<blockquote>
<p><em>&#x201C;Zur&#xFC;ck zur &#x2018;Positivity&#x2019; w&#xFC;rde ich mal sagen. Schauen, was m&#xF6;glich ist und nicht, was nicht geht. Leider h&#xF6;re ich das in letzter Zeit viel zu oft.&#x201D;</em></p>
</blockquote>
<h4>Themenfeld: &#x201C;Digitalisierung, Kompetenzen und Mindset&#x201D;</h4>
<p><strong><i>Welche Sofortma&#xDF;nahmen k&#xF6;nnen (kleinere) Unternehmen direkt ergreifen, um weiterhin handlungsf&#xE4;hig zu bleiben? Gibt es eventuell ganz konkrete Handlungsanweisungen, speziell aus Deiner Perspektive</i><i>?</i></strong></p>
<p>Meine Perspektive ist es, die Krise als Chance zu sehen &#x2013; auch wenn das an manchen Tagen nicht leicht f&#xE4;llt. Aus meiner Perspektive ist teilweise die sehr starke Spezialisierung einiger Unternehmen diesen in letzter Zeit auf die F&#xFC;&#xDF;e gefallen. Als Handlungsanweisung w&#xFC;rde ich sagen, schaut mal nach links und rechts und versucht angrenzende M&#xE4;rkte zu bedienen. Hier sind aus personeller Sicht Quereinsteiger ein Segen. Diese bringen einen weiteren Blick &#x2013; auch in andere Branchen mit &#x2013; und k&#xF6;nnen bei der Erschlie&#xDF;ung neuer M&#xE4;rkte unheimlich hilfreich sein. Leider scheuen sich immer noch viele Unternehmen Quereinsteiger einzustellen. Vielleicht &#xE4;ndert sich das dadurch ja zuk&#xFC;nftig?</p>
<p><strong><i>Und welches Mindset bzw. Einstellung und welche Kompetenzen brauchen (kleinere) Unternehmen, um gest&#xE4;rkt aus dieser Krisensituation hervorzugehen? Wie zeigt sich das konkret?</i></strong></p>
<p>Oh, das Thema Mindset. Zur&#xFC;ck zur &#x201C;Positivity&#x201D; w&#xFC;rde ich mal sagen. Schauen, was m&#xF6;glich ist und nicht, was nicht geht. Leider h&#xF6;re ich das in letzter Zeit viel zu oft. Ich k&#xF6;nnte nun auch was &#xFC;ber das &#x201C;Fixed vs. Growth Mindset&#x201D; einbringen, aber das sprengt den Rahmen des Interviews.&#xA0;<br>Zusammengefasst braucht es nun Optimismus und Offenheit f&#xFC;r Ver&#xE4;nderung, in manchen Branchen auch ganz einfach Durchhalteverm&#xF6;gen. Wer in der Lage ist, sich der Situation anzupassen, aktiv agiert und nicht nur reagiert, wird langfristig wieder aus der Krise gest&#xE4;rkt hervorgehen.&#xA0;</p>
<p><strong><i>Welche Rolle kann Digitalisierung spielen, um Antworten in der Krise zu finden? K&#xF6;nnen digitale HR-L&#xF6;sungen hier einen Mehrwert bringen?</i></strong></p>
<p>Ganz ehrlich, f&#xFC;r mich bedeutet Digitalisierung einfach eine Erleichterung der allt&#xE4;glichen Arbeit. Dazu brauchte ich keine Krise &#x2013; auch nicht, um vielleicht Videokonferenzen einzuf&#xFC;hren. Als Mutter habe ich generell weniger Zeit bzw. meine Zeit ist mir einfach zu kostbar und deshalb nutze ich verschiedene Tools bereits seit l&#xE4;ngerem.&#xA0;<br>Wer das bisher nicht getan hat, hatte nat&#xFC;rlich durch die Krise die Gelegenheit, die Vorteile von digitalen L&#xF6;sungen kennenzulernen. Ich denke da auch in meinem Fall an Videointerviews im Recruiting oder den Austausch zu Bewerbern &#xFC;ber ein Bewerbermanagementsystem. Das steigert die Produktivit&#xE4;t der Arbeit ungemein (und spart auch teils Reisekosten). Werden diese Arbeitsweisen auch nach der Zeit im Home Office weitergef&#xFC;hrt, bleibt mehr Zeit f&#xFC;r Kommunikation, Netzwerken und auch strategische Arbeit. Und gerade das bringt doch Unternehmen schneller aus der Krise.</p>
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<p><em>&#x201C;Werden diese digitalen Arbeitsweisen auch nach der Zeit im Home Office weitergef&#xFC;hrt, bleibt mehr Zeit f&#xFC;r Kommunikation, Netzwerken und auch strategische Arbeit. Und gerade das bringt doch Unternehmen schneller aus der Krise.</em><em>&#x201C;</em></p>
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<h4>Themenfeld: &#x201C;Chancen, Gewinner und Ausblick&#x201D;</h4>
<p><strong><i>Lass uns an dieser Stelle eine Plattit&#xFC;de bem&#xFC;hen: Gemeinhin hei&#xDF;t es, dass jede Krise auch neue Chancen mit sich bringt. Wie bewerten Du das in diesem Kontext? Welche Chancen siehst Du und warum?&#xA0;</i></strong></p>
<p>Meine Rede. Die Chance hei&#xDF;t zum einen Digitalisierung. Wobei wir in meinen Augen aktuell etwas &#xFC;ber das Ziel hinausschie&#xDF;en, da wirklich alles digitalisiert wird, was geht. Ich denke da an die Unzahl der digitalen Kongresse, Webinare etc. Solche Formate leben vom pers&#xF6;nlichen Austausch und Netzwerken &#x2013; meine Hoffnung bzw. Vorhersage: Es wird wieder zur&#xFC;ckgehen. Am Ende bleiben hoffentlich wirklich n&#xFC;tzliche und arbeitserleichternde Tools und Anwendungen bestehen. Dann haben wir sehr viel aus der Krise mitgenommen.&#xA0;<br>Zum anderen hoffe ich, dass durch die Krise das Thema Strategie und auch strategische Personalplanung, nicht mehr das allgemeine Reagieren auf die momentane Situation, bei kleinen Unternehmen in den Vordergrund ger&#xE4;t. Aber ich glaube, das ist nur eine Hoffnung&#x2026; &#x1F642;&#xA0;</p>
<p><strong><i>Auch wenn Du kein Hellseher bist interessiert uns Deine Einsch&#xE4;tzung: Welche Unternehmen bzw. Branchen werden aus Deiner Sicht am meisten profitieren, wenn die Krise wieder vorbei ist und so etwas wie &#x201C;Normalit&#xE4;t&#x201D; einkehrt? Warum gerade die von Dir genannten?</i></strong></p>
<p>Schwere Frage, es wird jedenfalls derzeit schon und auch in n&#xE4;chster Zeit kr&#xE4;ftig durchgemischt. Ohne hellseherische F&#xE4;higkeiten zu bem&#xFC;hen kann ich sagen, das systemrelevante Branchen nat&#xFC;rlich profitieren. Wobei das auch genau die Branchen sind, die seit jeher &#xFC;ber Fachkr&#xE4;ftemangel klagen. Das wirkliche Profitieren wird sich also in Grenzen halten, da mangelndes Personal bereits vieles limitiert. Wie der Konsum und alle beteiligten Branchen sich entwickeln werden &#x2013; mal schauen. Derzeit habe ich das Gef&#xFC;hl, dass hier viel runtergefahren ist.&#xA0;<br>Und: Leben Unternehmen die Digitalisierung auch nach der Krise weiter, so wird die IT-Branche definitiv weiterhin einen Aufschwung erleben.&#xA0;</p>
<p><strong><i>Was m&#xF6;chtest Du uns sonst noch mitteilen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar oder weitere Gedanken, die bisher in keiner anderen Antwort Platz hatten&#x2026; &#x1F642;</i></strong></p>
<p>Vielleicht noch einen kurzen Kommentar, warum ich selbst so positiv mit (unternehmerischen) Krisen umgehe: Ich bin seit meinem 24. Lebensjahr selbst&#xE4;ndig und war 11 Jahre Inhaber eines Bildungsinstituts. Dort bot ich mit teils 15 Mitarbeitern Nachhilfe an und in dieser Branche muss man in einem halben Jahr (von Februar &#x2013; Juni/Juli) den Jahresgewinn einfahren. Nach dem Schock im ersten Jahr begann ich strategisch vorzugehen und beispielsweise auch Mitarbeiter bereits in Zeiten au&#xDF;erhalb der Saison zu suchen und dar&#xFC;ber zu halten. So hatte ich, obwohl die Branche &#xFC;ber Lehrermangel jammert, nie wirklich Probleme. Auch habe ich die ruhigen Zeiten stets genutzt um mich auf die Saison vorzubereiten. Die Einf&#xFC;hrung eines QM oder Digitalisierungsprojekte haben wir immer in diese Zeit gelegt, so waren wir gut f&#xFC;r die Saison ger&#xFC;stet. Nat&#xFC;rlich kann man die Krise nun nicht mit einem Saisongesch&#xE4;ft vergleichen, jedoch hilft das Mindset und die Einstellung &#x201C;ruhige Zeiten soll man zum Aufr&#xE4;umen und Vorbereiten nutzen&#x201D; mir pers&#xF6;nlich gut durch die Krise und ist hoffentlich auch f&#xFC;r andere ein wertvoller Gedanke.</p>
<p>										<img width="500" height="500" src="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2020/06/staffboard_HR-Experte_23_Astrid_Lehmeyer_1556266677575_LinkedIn.jpeg" alt="Wege und Strategien aus der Krise &#x2013; Experten-Interview mit Astrid Lehmeyer | Astrid Lehmeyer - Rekrutierung - Training &#x2013; Beratung" loading="lazy" srcset="https://staffboard.com/wp-content/uploads/2020/06/staffboard_HR-Experte_23_Astrid_Lehmeyer_1556266677575_LinkedIn.jpeg 500w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2020/06/staffboard_HR-Experte_23_Astrid_Lehmeyer_1556266677575_LinkedIn-300x300.jpeg 300w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2020/06/staffboard_HR-Experte_23_Astrid_Lehmeyer_1556266677575_LinkedIn-150x150.jpeg 150w, https://staffboard.com/wp-content/uploads/2020/06/staffboard_HR-Experte_23_Astrid_Lehmeyer_1556266677575_LinkedIn-285x285.jpeg 285w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px"><br>
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<p><em><strong>Astrid Lehmyers Expertise und fachlich-inhaltlicher Hintergrund:&#xA0;</strong></em></p>
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<p>Ich hei&#xDF;e Astrid Lehmeyer und bin Inhaberin von <a href="https://www.astridlehmeyer.de/?ref=staffboard.com">Astrid Lehmeyer &#x2013; Rekrutierung | Training | Beratung</a>. Als HR-Beraterin arbeite ich f&#xFC;r kleine Unternehmen und suche gemeinsam f&#xFC;r diese in Form von Recruitment Process Outsourcing Mitarbeiter. Nachdem ich der Meinung bin, dass gute HR keine Hexerei ist und vor allem bei kleinen Unternehmen oftmals wenige Ver&#xE4;nderungen gen&#xFC;gen um deutliche Verbesserungen zu erzielen, biete ich auch Workshops und Beratung an &#x2013; unter anderem zu Recruiting und HR-Digitalisierung. Aktuell schreibe ich nebenbei als Autorin f&#xFC;r eine Fachzeitschrift zu diesen Themen.</p>
<p>Als Hintergrund bringe ich mittlerweile 8 Jahre Erfahrung aus der Personalberatung, diverse Studieng&#xE4;nge (u.a. zu Organisations- und Personalentwicklung M.A.) und viele, viele Jahre als Unternehmerin mit.</p>
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