Zielvereinbarungen: So formulieren Sie Ziele richtig!

Ziele richtig formulieren

[München – 12.02.2020] In zahlreichen Organisationen und Unternehmen geht um diese Zeit die Zielvereinbarungsperiode los. Oft haben Führungskraft und Mitarbeiter dabei andere Vorstellungen bzw. drücken sich nicht präzise genug aus. Damit es später bei der Bewertung der Zielerreichung kein böses Erwachen gibt, finden Sie hier einige nützliche Tipps, worauf es wirklich ankommt, um Ziele richtig zu formulieren.

Für ein gutes Formulieren von Zielen gibt es unterschiedliche Methoden und Vorgehensweisen. Im Folgenden stellen wir einen der Klassiker in diesem Bereich vor: Die SMART-Methode.  

SMART ist dabei eine Abkürzung und steht für die folgenden 5 Eigenschaften bzw. Kriterien: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert. Einige kennen diese Vorgehensweise, viele wenden sie nicht an. Dennoch beinhaltet die SMART-Methode alles, um Ziele verständlich zu formulieren. 

 

So funktioniert die SMART-Methode: 

Spezifisch:

Um einen großen Interpretationsspielraum zu vermeiden, sollten Sie Ziele so spezifisch wie möglich formulieren. Es sollte keinerlei Zweifel darüber bestehen, was genau damit gemeint ist. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass jedes Ziel eine ausufernde Beschreibung benötigt. Meistens hilft es schon, etwas in einem kurzen prägnanten Satz zu fassen.

Messbar:

Damit hinterher auch beurteilt werden kann, inwieweit ein Ziel erreicht wurde, benötigt man eine Bemessungsgrundlage. Anstatt „Mehr Neukunden akquirieren“ wäre eine bessere, weil nun messbare Formulierung „10 Neukunden akquirieren“. Natürlich gibt es auch sogenannte, eher „weiche“ Ziele, die sich nicht unbedingt in harten Zahlen messen lassen. In dem Fall lassen sich Ersatzgrößen oder alternative Maßnahmen heranziehen. So kann man beispielsweise „größere Kundenzufriedenheit“ anhand geringerer Kündigungsraten, Weiterempfehlungen oder einer Umfrage messen.

Attraktiv:

Mitarbeiter arbeiten am Besten, wenn sie hoch motiviert sind. Dann stören sie auch schwierige Aufgaben nicht. Im Gegenteil können sie sich geradezu mit Freude in die Herausforderung stürzen. Um dieses Level an Motivation zu erreichen, muss das Ziel für den Mitarbeiter attraktiv sein. Er muss Lust darauf haben. Das können Sie durch positive Formulierungen erreichen, die anregen, direkt loslegen zu wollen.

Realistisch:

Ein Berufsanfänger soll innerhalb eines halben Jahres wuppen, was sein Vorgänger nicht geschafft hat? Eher keine gute Idee. Zu hoch gesteckte Ziele führen nur zu Frustration. Im schlimmsten Fall geben Mitarbeiter einfach auf, da sie das Gefühl haben, den Erwartungen so oder so nicht gerecht werden zu können. Ehrgeizig dürfen Ziele natürlich trotzdem sein. Mitarbeiter sollen und wollen auch gefordert werden. Allerdings sollten Ziele wirklich machbar und damit realistisch sein.

Terminiert: 

Jedes Ziel benötigt eine klare Frist oder Deadline. Bis zu dieser muss das Ziel erreicht werden und an bzw. ab diesem wird auch bewertet, inwieweit das Ziel erreicht wurde. In der Regel wird bei Zielvereinbarungen deshalb eine Betrachtungsperiode definiert, die genau festlegt in welchem Zeitraum ein Ziel erreicht werden soll. 

 

Ein Beispiel zur Formulierung SMARTer Ziele

Kein SMARTES Ziel ist z.B. „Steigerung der Kundenzufriedenheit“.
=> Grund: Diese Formulierung lässt alles vermissen, was ein SMARTes Ziel auszeichnet. Sie ist wenig spezifisch, schwer messbar, nicht explizit im Hinblick auf die Attraktivität, offen bezüglich der Realisierung und nicht terminiert. 

Ein SMARTES Ziel ist: „90% unserer Kunden bewerten in der vom 01.03.2020 bis 01.06.2020 laufenden Umfrage unseren Kundenservice als ‘gut’ oder ‘besser’”.
=> In dieser Formulierung finden sich alle wichtigen Eigenschaften, die SMARTe Ziele charakterisieren. 

 

Unser Tipp für die HR Praxis 

Nutzen Sie staffboard als Infrastruktur, um Ziele richtig zu formulieren. All diese 5 Kriterien für SMARTe Ziele können Sie ganz einfach mit Hilfe der Zielvereinbarungen in der staffboard HR Software umsetzen: 

Jedes Ziel hat ein Beschreibungsfeld. In dieses können Sie kurze, spezifische Erklärungen einfügen. Das Ziel ist Spezifisch. Natürlich können Sie das Textfeld auch dafür verwenden, ein großes Ziel in mehrere kleine Unterziele einzuteilen. Das Ziel wird dadurch realistisch. 

Außerdem wird in staffboard bereits beim Erstellen der Zielvereinbarung ein Betrachtungszeitraum festgelegt. Zusätzlich kann außerdem ein festes Datum eingetragen werden zu dem die Ziele erreicht werden sollen. Somit ist das zu erreichende Ziel terminiert. 

Wie der Prozess für Zielvereinbarungen und Zielbewertungen (um Ziele auch messbar zu gestalten) in staffboard genau funktioniert, lesen Sie demnächst hier: staffboard HR Themen“. 

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